KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHER

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

in diesem Monat begehen wir das einwöchige Pessach-Fest, einen der wichtigsten Feiertage im jüdischen Kalender. Es erinnert die Juden an das Ende der pharaonischen Unterdrückung in Ägypten und den Exodus des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft. Die Geschichte erzählt, wie Moses das jüdische Volk aus Ägypten geführt hat, nach 40 Jahren Wanderschaft im gelobten Land angekommen ist und somit die jüdische Eigenstaatlichkeit eingeleitet hat.

Das jüdische Volk hat im Laufe seiner Geschichte, die oft von unendlichem Leid begleitet war, unschätzbare Verdienste um Humanität, Ethik und die Zivilisation unseres Planeten erworben. Die zehn Gebote, die nach dem Exodus der Juden aus Ägypten entstanden sind, bilden eine erste frühe Formulierung der Menschenrechte und stellen einen unverzichtbaren, allgemeingültigen ethischen Verhaltenskodex dar. Sie haben maßgeblich die Rechtsgrundlagen und die Verhaltensethik des jüdisch-christlichen Abendlandes geprägt und haben die zivilisatorische Entwicklung der gesamten Menschheit im Sinne einer gelebten Humanität beeinflusst.

 

Verunmöglichung jüdischen Lebens

Das Erbe der vergangenen Islam-affinen Regierungen ist zudem die Verunmöglichung eines offenen jüdischen Lebens in Deutschland. Das Tragen jüdischer Insignien, wie Kippa oder David-Stern ist heute, 80 Jahre nach dem Holocaust, in vielen Stadtteilen deutscher Städte schlichtweg lebensgefährlich geworden. Der importierte Juden- und Israel-Hass hunderttausender islamischer Migranten hat sich in der Bundesrepublik bestens integriert. Die Helfershelfer der islamischen Judenhasser sitzen in den grün-linken Parteibüros und Redaktionsstuben unseres Landes.

Eine Wende dieser suizidalen und demokratiefeindlichen Politik ist auch nach der Bundestagswahl nicht zu erwarten. Die unanständige und ignorante Wähler-Täuschung hat sich bereits vor dem Amtsantritt der neuen Regierung in der Wahl des Alterspräsidenten und der Bundestagsvizepräsidenten manifestiert.

So hat am 25. März bezeichnenderweise für den Verfall der deutschen Politik Gregor Gysi den 21. Deutschen Bundestag als Alterspräsident eröffnet und uns zumindest für die Dauer seiner Rede das DDR-Volkskammer-Feeling beschert. Der Ultralinke Stalinist hat sich wie seine linksextrem-sozialistische Partei mehrmals gehäutet, von der Mauerschieß-Partei SED zur PDS und schließlich bis zur „Die Linke“ – im Kern allerdings bleiben Partei und Funktionäre ihrem alten Eid treu: sie sind antikapitalistisch, USA-avers und überzeugte Israel-Hasser.

 

Von einer Fehlbesetzung zur anderen

Die von Friedrich Merz zum neuen Siegeslauf von Grün und Rot gegen den klaren Willen seiner Wähler pervertierten Neuwahlen werden Deutschland ganz offensichtlich nicht viel Gutes bringen. Allerdings könnte die anstehende Entfernung von Frau Annalena Baerbock aus dem Außenministerposten aber einen kleinen Lichtblick in der deutschen Politik darstellen. Leider währte die Erleichterung darüber, dass diese eklatante Fehlbesetzung im Außenamt nun keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann und verdientermaßen in der Jauchegrube der Geschichte verschwindet, nur kurz. Nun geht die politische Karriere der grünen Islamunterstützerin Annalena Baerbock in die zweite Runde. Frau Baerbock sichert nach der eklatanten Wahlniederlage ihre Pfründe und soll schon im Sommer zur Präsidentin der Generalversammlung der sichtbar israelfeindlichen UN(nütz)-Organisation UNO gewählt werden. Schon als Außenministerin versuchte sie unablässig, Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen mörderische islamische Terroristen zu delegitimieren und befand sich in der ersten Reihe der Finanzierer des Terrors gegen Israel. So flossen aus deutschen Steuergeldern rund 900 Millionen Euro zwecks Aufrechterhaltung der Angriffe und des Terrors gegen Israel an die sogenannten „Palästinenser“. Es ist beschämend, dass sich auch die CDU zur Steigbügelhalterin dieser Beförderung gemacht hat.

 

Merz bricht, was er verspricht

Aber mehr noch als zu Zeiten der vom Wähler auf den Misthaufen der Geschichte entsorgten Vorwahl-Ampel wird vor allem die faschistoide grüne Verbotssekte der woken, Migrations-verliebten klimahysterischen Zeugen Gretas jetzt auch noch Grundgesetz-gestützt den künftigen politischen Kurs einer von einem eigensüchtig verlogenen Wendehals und Totengräber seiner eigenen Partei geführten Bundesregierung dominieren.

Alles was es in Deutschland zu einer derartigen für dieses Land schicksalhaften und so gut wie irreparablen Pervertierung des Wählerwillens bedarf, ist zur richtigen Zeit ein machtgieriger gewissenloser Wahltäuscher, dem es nicht um das Wohl dieses Landes sondern ausschließlich um seinen eigenen Vorteil geht und der ungetrübt von jedem Anflug politischen Anstandes und politischer Verlässlichkeit bereit ist, seine Wähler und seine Partei zu täuschen, alle und jeden für die Erlangung des Kanzleramtes zu verraten und seine politischen Wahlversprechen -- falls es ihm opportun erscheint -- siebenmal schon zwischen Aufstehen und Frühstück zu brechen.

Was die Sache für dieses Land aber besonders tragisch macht ist, dass F. Merz, hätte er das gesagt, was er heute tut, niemals dieses Wahlergebnis, so schlecht es für die CDU auch war, erreicht hätte und dass es nun so gut wie keine Auffangmechanismen für diesen präzedenzlosen und das Wahlergebnis massiv verfälschenden Wahl-Täuschung gibt. Dass das zuständige Gericht mit der Verweigerung einer juristischen Abhilfe gerade bewiesen hat, dass die für unsere und für jede Demokratie unerlässliche Gewaltenteilung in Form einer neutralen und unabhängigen Judikative längst einer ideologischen Aushöhlung gewichen ist, wie jetzt auch in einem weiteren Land Westeuropas, nämlich Frankreich, erkennbar wurde.

Und last not least, dass sowohl die von dem skrupellosen Nepper, Schlepper und Bauernfänger über den Tisch gezogenen Wähler als auch die getäuschten Mitglieder seiner eigenen Partei, die schon bei den nächsten Landtagswahlen einen sehr hohen Preis für seine infame Wählerverachtung zahlen werden, statt sich dagegen mit aller Kraft aufzulehnen und paralysiert wie das Kaninchen vor der Schlange dem bösen Spiel um die Abstimmungsgaukelei ihres Vorsitzenden mit der falschen längst abgewählten Mehrheit tatenlos bis zum bitteren Ende zuzusehen.

Nicht nur für uns alle, sondern ganz besonders für den jüdischen Bevölkerungsteil, der großes Vertrauen auf die versprochene Änderung der bisherigen massiven Einlasspolitik islamischer Gewaltbereitschaft und islamischen Judenhasses sowie auf eine Besserung der Sicherheitslage gesetzt hat, macht das nun zu befürchtende Gelingen dieser historischen Wahl-Täuschung und die damit über Jahre verbundene Perpetuierung des abgewählten linken und grünen Einflusses immer mehr zu einem unzumutbaren Sicherheitsrisiko für ihr eigenes offenes Leben und ganz besonders das ihrer Kinder.

Diese Wahl kommt nahezu einem Staatsstreich von oben gleich. Es gibt wahrlich nicht viel Gutes, was man über Angela Merkel sagen kann, aber ihre damalige Entscheidung, Friedrich Merz in die politische Bedeutungslosigkeit zu verbannen, war tatsächlich eine gute Entscheidung.

 

Kniefall vor dem Islam

Es ist bereits so weit, dass an den Schulen Schüler offenbar zum Mitmachen beim Ramadan gedrängt werden sollen, an einer Berliner Schule sogar als Zwang. So wurde das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang als Pflichttermin angesetzt – ganz gleich, ob die Kinder muslimisch sind oder nicht. Erst nachdem der Berliner Senat auf massive Beschwerden der Eltern hin eingriff, wurde die Teilnahme freiwillig. Auch sonst dominieren unkritische Ramadan-Lobeshymnen unserer Medien und die verordnete Islambeflissenheit das gesellschaftliche Leben: So unterbrach u. a. der Fußballclub Schalke 04 sogar ein wichtiges Spiel, um muslimischen Spielern das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang zu ermöglichen. Das ist im Fußball eigentlich ein No-Go. Ramadan ist in unserer religionstoleranten und religionsgetrennten Bundesrepublik Deutschland längst nicht mehr nur eine private religiöse Praxis, sondern eine von unserer grün-linken und woken Politik gestützte gesellschaftliche Machtdemonstration.

 

Verbündete gegen die grün-linke antisemitische Allianz

 

Die Nato hat ein großes Demokratie-Problem

Doch selbst bei den Erzfeinden Israels hebt sich langsam Widerstand gegen ihr Terrorregime. Hunderte Gazaner gehen auf die Straße, um gegen die Hamas-Herrschaft und für ein Ende des Krieges zu demonstrieren. In Sprechchören rufen sie „Hamas raus!“. Das Aufbegehren eines Teils der gazanischen Zivilbevölkerung ist zwar mehr als überfällig aber in Wirklichkeit wohl nur ein Feigenblatt. Diese vereinzelten Proteste scheinen weniger einer echten Läuterung zu entsprechen, sondern sind der überfälligen Neuausrichtung der Israelpolitik geschuldet, die Donald Trump nach seiner Wiederwahl erfreulicherweise initiiert hat. Allerdings kann es einen nachhaltigen Frieden für die Region ohnehin nur geben, wenn die Hamas bedingungslos kapituliert und alle israelischen Geiseln sofort freilässt.

Liebe Leserinnen und Leser, lassen Sie mich diese Kolumne mit etwas für meine Person und für viele Juden, gerade in Berlin, höchst Erfreulichem schließen. Am 20. März dieses Jahres, 143 Jahre nach der Gründung der ersten B’nai B’rith-Loge in Europa, konnte dank der Initiative des Präsidenten der Raoul Wallenberg Loge Dr. Richard Stern endlich eine Gedenkstele am Standort des ehemaligen Logenhauses in der Berliner Kleiststraße 10 feierlich enthüllt werden. Die Einweihung der Gedenktafel erfolgte im feierlichen Rahmen in Anwesenheit des Berliner Gemeindevorsitzenden Dr. Gideon Joffe, des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und Dr. Richard Stern, des Präsidenten der Raoul Wallenberg Loge, einer Vertretung des Berliner Senats sowie zahlreicher Logenmitglieder.

Die verdiente Würdigung des wichtigen gesellschaftlichen Beitrags der B’nai B’rith Logen bereitet mir persönlich besondere Freude, da ich im Jahre 1979 im Rahmen des B’nai B’rith in Berlin die Raoul Wallenberg Loge als Gründungspräsident ins Leben gerufen hatte. Das ist mir als Herausgeber der Jüdischen Rundschau auch deshalb eine besondere Freude, da gerade in Zeitendes wachsenden Antisemitismus und der Verunmöglichung jüdischen Lebens die Aufstellung dieser Tafel ein wichtiges Zeichen für die Resilienz und die Sichtbarkeit jüdischen Lebens ist - nicht nur in unserem Lande. Dies ist besonders bedeutsam, da die Wiederentstehung belebter jüdischer Gemeinden maßgeblich zur internationalen Kredibilität Deutschlands nach der Katastrophe der Shoah in den Zeiten des Nazi-Regimes beigetragen hat.

Dem Staat Israel, dem gesamten jüdischen Volk, allen unseren Lesern und uns allen wünschen wir ein gesundes, friedvolles und koscheres Chag Pessach Sameach und den Geiseln eine schnelle und vollständige Befreiung aus ihrem Martyrium.

 

Bring them home now !!!

Am Israel Chai !!!

 

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

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