KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHER

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

es sind jene Stunden, in denen sich Geschichte verdichtet. Stunden, in denen die freie Welt erkennt, dass das Zögern gefährlicher ist als die Entschlossenheit. Als in Israel am Sabbat vor Purim die Sirenen heulten, war es das Startzeichen für den Beginn einer neuen Ordnung im Nahen Osten. Das verbrecherische Mullah-Regime im Iran wankt, der oberste Religionsführer und Massenmörder Ali Chamenei ist tot und mit ihm geht eine Ära jahrzehntelanger Menschenrechtsverletzungen gegen das eigene Volk und Terrorunterstützung gegen den jüdischen Staat und erklärten Feinden zu Ende.

Israel wird mit einem Raketen-Hagel überzogen und doch herrscht keine Panik. Die israelische Öffentlichkeit reagierte nicht mit hysterischer Aufgeregtheit, sondern mit jener abgeklärten Standhaftigkeit, die das jüdische Volk in seiner langen Geschichte immer wieder unter Beweis gestellt hat. Wer die Existenzbedrohung kennt, verliert die Illusion vom bequemen Frieden. Man weiß, dass es Momente gibt, in denen nicht das Abwarten, sondern das Handeln moralische Pflicht ist.

Es ist das Geräusch eines Landes, das seit seiner Gründung weiß, dass Freiheit verteidigt werden muss – notfalls allein. Doch mit der Präsidentschaft Donald Trumps hat der jüdische Staat einen loyalen und entschlossenen Freund an seiner Seite. Der gemeinsame Schlag gegen Teheran war nicht nur notwendig, er war längst überfällig.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu brachte es auf den Punkt: Seit Jahrzehnten steht der jüdische Staat einem Regime gegenüber, das Terror exportiert, jüdisches Blut vergießt, Amerikaner ermordet und sein eigenes Volk unterdrückt, während es gleichzeitig nach nuklearer Schlagkraft strebt. Es geht nicht um ein Gefecht. Es geht um eine historische Korrektur.

Die amerikanischen Flugzeuge, die gemeinsam mit israelischen Jets operieren, markieren weit mehr als ein militärisches Manöver. Sie stehen für eine strategische Klarheit, die in Europa seit Jahren vermisst wird. Donald Trump hätte – wie so viele seiner Vorgänger – ein weiteres Teilabkommen akzeptieren können. Ein Papier. Eine Frist. Eine Illusion. Stattdessen wurde entschieden, dass permanente Bedrohung nicht verhandelt, sondern beendet wird.

Die Macht des iranischen Regimes speiste sich nie nur aus Teheran. Sie gründete sich auf ein Netzwerk aus Stellvertretern – von Hamas über Hisbollah bis zu den Houthis – flankiert von Raketenarsenalen und atomaren Ambitionen. Wer dieses Netz zerschlägt, verändert nicht nur die regionale Balance, sondern die globale Sicherheitsarchitektur.

Europa reagiert, wie so oft, mit Besorgnisrhetorik. Man spricht von „Eskalation“, als wäre die jahrzehntelange Finanzierung von Terror und die Drohung mit atomarer Vernichtung eine Form friedlicher Koexistenz gewesen. Geschichte aber kennt keine falsche Symmetrie. Zwischen einem Regime, das Vernichtung predigt, und einem Staat, der seine Existenz verteidigt, besteht kein moralisches Gleichgewicht. Seit Jahrzehnten antwortet der sogenannte Wertewesten mit Resolutionen, Dialogformaten, Appeasement und jener fatalen Mischung aus Selbsttäuschung und moralischer Eitelkeit, die schon in anderen Epochen verheerende Folgen hatte. Nun ist gehandelt worden.

Das iranische Volk selbst versteht diesen Unterschied am klarsten. Seit Jahren riskiert es Gefängnis, Folter und Tod, um gegen seine Unterdrücker aufzubegehren. Die Bilder jubelnder Menschen in Teheran nach dem Schlag gegen die Spitze des Regimes sprechen eine deutlichere Sprache als jede heuchlerische Pressekonferenz europäischer links-woker Zauder-Politiker.

Mit dem Tod von Ali Khamenei endet nicht automatisch die Ideologie, die das Land geknechtet hat. Doch ein Machtzentrum ist zerbrochen. Ein System der Einschüchterung ist ins Wanken geraten. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten steht die Möglichkeit eines Nahen Ostens im Raum, der nicht mehr von imperialer Drohpolitik aus Teheran dominiert wird.

Dieser Moment ist außergewöhnlich. Nicht, weil Nationen aus Eigennutz handeln – das tun sie immer. Sondern weil hier das strategische Eigeninteresse mit einer historischen Chance zusammenfällt: der Chance auf eine Region, in der Diplomatie nicht mehr unter der ständigen Erpressung durch iranische Raketen steht. Ein freierer Naher Osten ist noch kein Faktum. Aber er ist sichtbar geworden. Sirenen können Angst machen, ab in diesen Tagen bedeuten sie Hoffnung.

Dass dieser Schlag kurz vor dem jüdischen Purimfest erfolgt, ist mehr als eine historische Pointe.

 

Purim – Erinnerung an Rettung im alten Persien

Purim ist kein folkloristisches Maskenfest. Es feiert die Erkenntnis, dass jüdisches Leben immer wieder verteidigt werden musste – oft allein, oft gegen überwältigende Feinde. Es erinnert an die biblische Erzählung aus dem Buch Esther: Im alten Persien plante der Despot Haman die Vernichtung der Juden. Königin Esther und Mordechai vereitelten den Plan. Rettung folgte auf existenzielle Bedrohung.

Damals wie heute ging es um nichts weniger als das Überleben des jüdischen Volkes. Damals wie heute stand Persien im Zentrum der Geschichte. Nur dass sich das heutige Regime durch die obsessive Fixierung auf die Auslöschung Israels selbst in die Rolle Hamans gedrängt hat.

Während Juden weltweit Purim feiern, bereiten sich die Iraner auf Nowruz vor – das persische Neujahrsfest mit seinen zoroastrischen Wurzeln. In diesen Tagen könnte sich beides verbinden: die Erinnerung an Rettung und die Hoffnung auf Erneuerung.

Parallel dazu steht im Iran am 21. März das Nowruz-Fest bevor, das persische Neujahr, das auf vorislamische, zoroastrische Wurzeln zurückgeht. Es erinnert an ein anderes Persien – an ein Land der Dichter, Gelehrten und Kaufleute, an eine Hochkultur, die lange vor der islamistischen Usurpation existierte.

Das alte Persien war eine Hochkultur. Dichter, Philosophen, Wissenschaftler. Ein Reich, das lange vor der islamischen Revolution Größe kannte. Dieses Persien ist nicht verschwunden, es lebt fort – in den Herzen jener Iranerinnen und Iraner, die unter Lebensgefahr gegen Foltergefängnisse und Gottesstaat protestieren. Dieses Persien lebt fort – in den mutigen Frauen, die ihr Kopftuch ablegen, in den Studenten, die „Freiheit“ rufen, in den Familien, die sich nicht länger einschüchtern lassen. Es war nie identisch mit dem Regime der Revolutionsgarden.

Amerikaner, Israelis und freiheitsliebende Iraner schreiben in diesen Stunden möglicherweise Geschichte.

Natürlich birgt dieser Schritt Risiken. Natürlich drohen Vergeltung, Raketen, Terror. Doch wer Frieden will, darf sich nicht von denen erpressen lassen, die offen Vernichtung predigen. Abschreckung wirkt nur, wenn sie glaubwürdig ist. Und Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Resolutionen, sondern durch Handeln. Die Alternative wäre gewesen, weiterhin zuzusehen, wie ein fanatisches Regime seine Raketenarsenale füllt und seine Atomambitionen vorantreibt – in der Hoffnung, es werde sich irgendwann von selbst mäßigen.

Diese Hoffnung war naiv.

Donald Trump und Benjamin Netanjahu haben gehandelt.

Israels Sicherheit ist keine verhandelbare Größe. Sie ist keine moralische Fußnote europäischer Außenpolitik. Sie ist – nach allem, was dieses Land und dieses Volk im 20. Jahrhundert erlitten haben – eine zivilisatorische Verpflichtung.

Vielleicht erleben wir den Beginn vom Ende eines Regimes, das zu lange mit falscher Rücksichtnahme geschont wurde. Vielleicht wird aus dem jetzigen Schlag eine Entwicklung erwachsen, die dem Iran selbst die Chance auf einen Neubeginn eröffnet.

Was zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls schon feststeht: Ohne einen Präsidenten wie Donald Trump wäre dieser Einsatz in dieser Form nicht denkbar gewesen. Seine Entschlossenheit, sein Mut zur klaren Konfrontation und sein Gespür für den entscheidenden Moment in der Geschichte haben die strategischen Voraussetzungen geschaffen, unter denen eine solche Operation überhaupt möglich wurde. Während viele westliche Regierungen über Jahre auf Beschwichtigung setzten und damit das Unrechtregime in Teheran indirekt fütterten, stand Trump für eine Politik der Stärke, der Abschreckung und der unmissverständlichen Botschaft: Wer den freien Westen bedroht, muss mit Konsequenzen rechnen. In dieser Konsequenz liegt der historische Charakter seines Handelns.

 

Der entlarvende Schulterschluss von AfD, Linken und Baerbock

Krieg ist immer hässlich. Es gibt keinen Krieg light. Krieg ist immer hart, er ist brutal, er fordert Opfer. Doch im Unterschied zu anderen Kriegsakteuren gehen die USA und Israel mit chirurgischer Präzision vor, nehmen gezielt militärische Anlagen ins Visier und versuchen, so gut es eben geht, unschuldige Menschenleben zu schützen.

Und doch hat sich in Deutschland eine bemerkenswerte politische Konstellation herausgebildet: Die Alternative für Deutschland erklärte, sie beobachte die amerikanisch-israelischen Angriffe „mit großer Sorge“ und warnte vor einer Destabilisierung der Region. Die Linke sprach in ähnlichem Duktus von Eskalation und Leid für die Zivilbevölkerung, fast wortgleich äußerte sich auch die frühere grüne Außenministerin Annalena Baerbock.

Es sind drei politische Lager und nahezu identische Wortmeldungen. Ihre Gemeinsamkeit: Nicht das Mullah-Regime wird zum Kernproblem erklärt, sondern dessen militärische Schwächung. Nicht die jahrzehntelange Destabilisierung durch iranische Stellvertreterkriege steht im Zentrum der Kritik, sondern der Versuch, diese Strukturen zu zerschlagen.

Diese ideologische Schnittmenge ist äußerst bedenklich.

Die AfD beruft sich neuerdings demonstrativ auf das Völkerrecht und präsentiert sich als dessen entschiedene Verteidigerin. Dabei sucht sie demonstrativ die Nähe zu politischen Akteuren, die sie bislang als klare Gegner bezeichnet und entsprechend scharf kritisiert hat. Dieser bemerkenswerte Kurswechsel wirft Fragen nach strategischen Motiven, politischer Glaubwürdigkeit und langfristiger Zielsetzung auf.

Ausgerechnet die Partei, die sich als Bollwerk gegen unkontrollierte islamische Migration inszeniert, scheint zu übersehen, dass das iranische Mörder-Regime einer der zentralen Brandbeschleuniger der Migrationsströme war und ist. Wer Syrien mit Milizen überzieht, wer im Libanon und im Jemen Konflikte befeuert, wer Terrororganisationen finanziert, produziert Instabilität – und damit Flucht. Wer also ernsthaft irreguläre Migration begrenzen will, kann kein objektives Interesse daran haben, dass die Verbrecherbande der Mullahs ungehindert weitermachen kann.

Wenn AfD, Linke und prominente Vertreter der Grünen in entscheidenden außenpolitischen Fragen nahezu deckungsgleiche Stellungnahmen abgeben, dann sollte das die Wähler aufhorchen lassen. Wer die AfD wählt, wählt in dieser Frage faktisch Positionen, die sich kaum von denen der Linken und der Grünen unterscheiden.

Die AfD täte gut daran, eine ideologische Brandmauer gegenüber den Linken und Grünen zu ziehen.

 

Diplomatische Bankrotterklärung bei Münchner Sicherheitskonferenz

Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete die 62. Münchner Sicherheitskonferenz als erster Bundeskanzler mit einer Rede, die bewusst als Antwort auf die historische Rede von J.D. Vance 2025 und die Trump-Politik gedacht war. Der farblose Verwalter Merz wurde von US-Außenminister Marco Rubio überschattet, der in München zeigte, wie man Weltpolitik gestaltet. Friedrich Merz wollte ein Signal der Geschlossenheit senden – stattdessen offenbarte er die strategische Orientierungslosigkeit der Bundesregierung. Sein Auftritt wirkte nicht staatsmännisch, sondern provinziell und ohne tragfähige Konzepte für die sicherheitspolitischen Umwälzungen seit dem 7. Oktober 2023. Während die USA ihre Grenzen sichern, ihre Energiepolitik neu ausrichten und militärische Handlungsfähigkeit demonstrieren, blieb der Bundeskanzler jede substanzielle Antwort auf Migration, Deindustrialisierung und Verteidigungsfähigkeit schuldig. Besonders fatal war neben der inhaltlichen Differenz gegenüber Washington der diplomatische Bruch, der das transatlantische Vertrauensverhältnis öffentlich infrage stellte.

Die Münchner Sicherheitskonferenz war stets ein Seismograph der weltpolitischen Verschiebungen. Hier wurden transatlantische Bande gefestigt, hier wurden Differenzen diskret ausgeräumt, hier wurde – wenn nötig – Klartext gesprochen. Staatsmännisch, mit Weitblick, mit dem Bewusstsein für historische Verantwortung.

Doch was wir nun erlebten, war ein demonstratives Absetzen von Washington. Man kann Differenzen mit den Vereinigten Staaten haben. Aber man trägt sie nicht wie eine Monstranz vor sich her, wenn die Welt in Flammen steht.

Deutschland leidet unter Deindustrialisierung, unter einer Energiepolitik ohne langfristige Perspektive, unter einer Verteidigungsfähigkeit, die über Jahrzehnte vernachlässigt wurde. In dieser Lage wäre Demut angebracht gewesen und die Bereitschaft, das Bündnis mit den Vereinigten Staaten als strategische Lebensversicherung zu begreifen. Stattdessen inszenierte sich der Kanzler als europäischer Gegenpol. Das mag innenpolitisch bei seiner Wählerschaft Applaus bringen, außenpolitisch wirkt es allerdings provinziell.

Vor allem aber bleibt der wohl empfindlichste Punkt deutscher Gegenwartspolitik völlig unbeantwortet: die Migrationsfrage. Während andere Staaten wie Dänemark oder Ungarn längst begriffen haben, dass unkontrollierte Massenzuwanderung aus vornehmlich islamischen Ländern nicht Ausdruck humanitärer Größe, sondern ein sicherheits-, sozial- und gesellschaftspolitisches Risiko ersten Ranges ist, verliert sich Friedrich Merz in wolkigen Formeln von „europäischen Lösungen“ und „gemeinsamer Verantwortung“. Keine klare Grenzstrategie, kein belastbares Konzept für konsequente Rückführungen, kein ernsthafter Plan zur Beendigung des Pull-Faktors deutscher Sozialsysteme. Wer nicht einmal den Mut aufbringt, die offenkundigen Fehlanreize der vergangenen Jahre und die suizidale Einlasspolitik klar zu benennen, wird sie auch nicht korrigieren.

In einer Zeit, in der selbst Kommunen offen vor Überforderung warnen und die Sicherheitslage in vielen Städten vor allem für Juden spürbar erodiert, kann und darf es kein Weiter-so geben.

 

Sichtbare Islamisierung Deutschlands

Während in unseren Städten wieder jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen, während Polizisten vor Synagogen stehen und jüdische Kinder lernen, ihre Identität besser nicht allzu offen zu zeigen, erklärt uns die Politik nun mit staatsmännischem Ernst einen „Tag gegen Islamfeindlichkeit“. Ausgerechnet am 15. März – mitten im Ramadan.

Ein Gedenktag wird etabliert – nicht etwa für die Opfer islamischen Terrors in Europa, nicht für die Ermordeten von Nizza, Berlin oder Wien, nicht für die zahllosen verfolgten Christen und Juden in islamisch dominierten Ländern. Nein, ein Gedenktag gegen die angebliche Feindlichkeit gegenüber einer Religion, die in vielen Teilen der Welt selbst keine Andersgläubigen duldet.

Ein Gedenktag für Terroropfer ist mehr als überfällig. Stattdessen wird rund um den Ramadan seit Jahren ein staatlich orchestrierter Ausnahmezustand veranstaltet. Ministerpräsidenten posieren beim Iftar, Rathäuser werden illuminiert und Grußbotschaften über sämtliche Kanäle verbreitet.

Dabei wäre eine nüchterne Betrachtung angebracht. Der Ramadan ist nicht nur eine spirituelle Fastenzeit. Er ist historisch auch der Monat, in dem – nach islamischer Überlieferung – die ersten militärischen Siege Mohammeds stattfanden. Die Schlacht von Badr im Jahr 624, ein zentrales Ereignis islamischer Frühgeschichte, fiel in diesen Monat. Dass religiöse Selbstvergewisserung und politischer Machtanspruch im Islam nie sauber getrennt waren, ist keine „islamfeindliche“ Behauptung, sondern historische Realität.

Wer das ausblendet, betreibt Geschichtsklitterung.

Während hierzulande über „Islamophobie“ diskutiert wird, riskieren im Iran Frauen ihr Leben gegen den Kopftuchzwang. Während in Deutschland Beleuchtungsaktionen für den Ramadan organisiert werden, verschwinden in Teilen des Nahen Ostens die letzten christlichen Gemeinden. Während unsere Parlamente über Sensibilität sprechen, explodieren in europäischen Hauptstädten Bomben im Namen Allahs.

Es geht nicht um Muslime als Menschen. Es geht um eine Ideologie, die in ihrer politischen Ausprägung mit den Grundfesten einer freiheitlichen, säkularen Ordnung unvereinbar ist. Diese Unterscheidung wird systematisch verwischt.

Wer auf islamistische Gewalt hinweist, gilt als „islamfeindlich“.

Wer auf Integrationsdefizite aufmerksam macht, wird moralisch abgekanzelt.

Wer die Vereinbarkeit bestimmter religiöser Normen mit unserem Grundgesetz hinterfragt, wird in die Nähe von Extremisten gerückt.

Das Ergebnis ist eine Atmosphäre der Einschüchterung. Nicht Muslime werden pauschal diffamiert, sondern Kritiker wie auch die Jüdische Rundschau werden diszipliniert.

Es ist bezeichnend, dass wir keinen nationalen Gedenktag für die Opfer islamistischen Terrors haben. Kein staatlich begangenes Erinnern an die Ermordeten des Weihnachtsmarktes am Breitscheidplatz. Kein kollektives Innehalten für die Juden, die in Europa wieder unter Polizeischutz leben müssen. Stattdessen wird eine Debatte moralisch umgedreht.

Eine freie Gesellschaft muss Kritik aushalten – auch Religionskritik. Das Christentum hat sie über Jahrhunderte erfahren. Das Judentum kennt sie seit Jahrtausenden. Warum soll ausgerechnet der Islam davon ausgenommen sein?

Das ist das Gegenteil von Aufklärung.

Es ist Zeit, statt über „Islamfeindlichkeit“ über die Feindlichkeit des Islam gegenüber Freiheit, Frauenrechten, religiöser Pluralität und jüdischem Leben zu sprechen.

Geschichte belohnt nicht jene, die am lautesten relativieren, sondern jene, die im entscheidenden Moment Haltung zeigen. Israel hat gehandelt. Amerika hat gehandelt. Und Deutschland? Deutschland steht erneut an einer Wegscheide. Es kann weiter im Chor der Beschwichtigungsrhetorik mitsingen oder endlich zu jener klaren, wertegebundenen Politik zurückkehren, die einst das Fundament der westlichen Ordnung bildete.

Purim lehrt: Rettung kommt nicht durch Beschwichtigung des Bösen, sondern durch Mut. Möge dieser Mut tragen.

Unseren Lesern, dem Staat Israel und allen Freunden wünschen wir in diesen herausfordernden Zeiten Kraft und Zuversicht.

 

Am Israel Chai!

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

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