KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHER

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
In diesem Monat begehen wir das einwöchige Pessach-Fest, einen der wichtigsten Feiertage im jüdischen Kalender. Es erinnert die Juden an das Ende der pharaonischen Unterdrückung in Ägypten und den Exodus des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft. Die Geschichte erzählt, wie Moses das jüdische Volk aus Ägypten geführt hat, das nach 40 Jahren Wanderschaft im gelobten Land angekommen ist und somit die jüdische Eigenstaatlichkeit eingeleitet hat.
Das vor 78 Jahren auf altem, dem jüdischen Volk durch diverse Fremdherrschaften nahezu zwei Jahrtausende lang geraubten Gebiet wiederbegründete, demokratische Israel mit seiner ungeteilten Hauptstadt Jerusalem ist somit – allen anderslautenden Behauptungen und Ansprüchen seiner Feinde zum Trotz – einer der am längsten auf seinem Territorium legitimierten Staaten der Welt.
Neben der Gestalt des im Königreich Judäa geborenen Juden Jesus und sehr vielen anderen Bezügen zu seiner jüdischen Heimat hat auch das am Vorabend des Pessachfestes mit der Verlesung der Geschichte des jüdischen Auszugs aus Ägypten seit alter Zeit jährlich zelebrierte Seder-Mahl, dem auch der Religionsstifter des Christentums Jesus beigewohnt hat, als heiliges Abendmahl Eingang in die christliche Lehre gefunden.
Die nach dem Exodus der Juden aus Ägypten im weiteren Verlauf des Pessach-Geschehens entstandenen Zehn Gebote bilden eine erste frühe Formulierung der Menschenrechte und stellen einen unverzichtbaren, bis heute allgemeingültigen ethischen Verhaltenskodex dar. Als großes jüdisches Erbe haben die Zehn Gebote in kaum zu überschätzender Weise in wachsendem Maße bis in die Gegenwart ein Unrechtsbewusstsein für die Verletzung zwischenmenschlicher Normen geschaffen. Obwohl von der Menschheit nie wirklich erreicht, haben sie maßgeblich nicht nur die Rechtsgrundlagen und die Verhaltensethik des jüdisch-christlichen Abendlandes geprägt, sondern ausgehend von dort die zivilisatorische Entwicklung der gesamten Menschheit im Sinne einer gelebten Humanität beeinflusst.
Unschätzbar sind die Verdienste, die sich das zahlenmäßig kleine jüdische Volk im Laufe seiner häufig und besonders im letzten Jahrhundert von unendlichem Leid begleiteten Geschichte um Humanität, Ethik und die Zivilisation unseres Planeten erworben hat. Unschätzbar ist auch der überproportionale kulturelle, wissenschaftliche und technologische Beitrag jüdischer Menschen und des winzigen Staates Israel auf dem Gebiet der Medizin, der Naturwissenschaft, der Technologie, der heutigen digitalen Revolution und nahezu allen anderen Bereichen des menschlichen Lebens.
Und es sind auch heute wieder Juden, die beim Kampf der zivilisierten und wertebasierten Welt gegen die islamo-faschistische Barbarei an vorderster Front stehen.
Schicksalskrieg für die gesamte freie Welt
Der Krieg gegen die iranischen Mullah-Faschisten ist ein Prüfstein – politisch, moralisch, zivilisatorisch. Er zwingt zur Entscheidung, auf welcher Seite der Geschichte man stehen will, und er entlarvt nicht nur die Feinde der Freiheit schonungslos, sondern auch jene, die sich allzu gern zu ihren Verteidigern zählen, solange es nichts kostet.
Denn während Israel und die Vereinigten Staaten mit Präsident Donald Trump präzise, entschlossen und unter Inkaufnahme erheblicher Risiken handeln, verharrt Europa in einer Mischung aus Selbstlähmung, moralischer Überheblichkeit und strategischer Infantilität. In Deutschland spricht man vom „Völkerrecht“, als handele es sich um eine Art magischen Schutzschild gegen Raketen, Drohnen und nukleare Ambitionen. Man erklärt den Krieg für „nicht unseren Krieg“, als ließe sich die Bedrohung durch die Mörder-Mullahs geografisch eingrenzen. Und man demonstriert damit vor allem eines: eine erschütternde Realitätsverweigerung.
Die fatale Forderung eines Großteils der Parteien, darunter ausgerechnet auch der Alternative für Deutschland (AfD), nach einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland ist an Ignoranz und historischer Undankbarkeit kaum zu überbieten. Die USA war, ist und bleibt die größte Schutzmacht von Freiheit und demokratischer Grundordnung.
Die Vereinigten Staaten waren nicht nur militärischer Sieger über das nationalsozialistische Deutschland, sondern vor allem Architekt und Garant einer Ordnung, die diesem Land überhaupt erst wieder eine Zukunft in Freiheit und Recht eröffnete.
Nach 1945 lag Deutschland politisch, wirtschaftlich und moralisch am Boden. Es waren maßgeblich die USA, die mit dem Marshallplan den wirtschaftlichen Wiederaufbau ermöglichten. Milliardeninvestitionen, technologische Unterstützung und die Öffnung von Märkten schufen die Grundlage für das sogenannte Wirtschaftswunder. Doch die amerikanische Rolle ging weit über ökonomische Hilfe hinaus: Sie bestand auf der Einführung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, auf Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und individuellen Freiheitsrechten – Prinzipien, die im Grundgesetz bis heute fortleben.
Deutschland und West-Europa stehen zudem vor einem anderen, nicht minder gravierenden Problem: dem Verlust seiner strategischen Substanz. Jahrzehntelange Vernachlässigung der eigenen Verteidigungsfähigkeit, kombiniert mit einer politischen Kultur, die Konflikte primär als kommunikative Herausforderungen begreift, haben einen Zustand hervorgebracht, in dem man zwar moralisch urteilt, aber nicht mehr aktiv handelt. Man verlässt sich auf die Vereinigten Staaten, während man sich gleichzeitig moralisch von ihnen distanziert. Das ist nicht nur inkonsequent – es ist parasitär!
Der Iran ist seit der Machtübernahme der verbrecherischen Mullahs und der Ausrufung der Islamischen Republik Iran das Zentrum eines global agierenden Terrornetzwerks, das seit Jahrzehnten systematisch Gewalt exportiert, Staaten destabilisiert und offen die Vernichtung Israels propagiert.
In diesem Krieg geht es nicht um Erdöl, Territorium oder Einflusszonen, sondern um die Frage, ob der Westen noch an sich glaubt und ob er noch die Kraft besitzt, seine freiheitlich-demokratischen Prinzipien zu verteidigen. Oder ob er sich in einer Mischung aus Selbstzweifel, Bequemlichkeit, Wokeismus und Islam-Appeasement einrichtet, während Islam-Faschisten die Spielregeln bestimmen.
Umso bemerkenswerter ist die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen militärischen Entwicklung und ihrer medialen Darstellung. Während ein Großteil der iranischen Offensivkapazitäten gezielt ausgeschaltet wird, während Raketen- und Drohnenangriffe signifikant zurückgehen und zentrale militärische Infrastrukturen zerstört werden, dominieren in vielen westlichen Medien apokalyptische Szenarien und Narrative des Scheiterns. Es ist eine Verzerrung, die weniger mit nüchterner Analyse als mit grün-linker und vor allem judenfeindlicher Haltung zu tun hat.
Deutschlands heuchlerische Staatsräson
Der Krieg gegen den Iran legt all dies offen. Er zeigt, dass die Frage nach Zivilisation und Barbarei keine abstrakte ist, sondern eine höchst konkrete. Sie entscheidet sich nicht in heuchlerischen Sonntagsreden und verlogenen Lippenbekenntnissen, sondern in der konkreten Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – dies ist die Nagelprobe für Deutschlands viel beschworene „Staatsräson“ gegenüber dem jüdischen Staat und seinen Menschen.
Doch anstatt den historisch und ethisch gebotenen Schulterschluss mit dem einzigen jüdischen Staat zu vollziehen, positioniert sich die deutsche Regierung auf der Seite der Täter. Bundespräsident und Mullah-Gratulant Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg Israels und der USA gegen die islamischen Terroristen in Teheran pauschal als „völkerrechtswidrig“ und „politisch verhängnisvollen Fehler“ bezeichnet. Damit übernahm er exakt jene Deutung, die das iranische Regime seit Beginn des Konflikts propagiert. Für die Führung in Teheran ist eine solche Einordnung politisch hochwillkommen. Sie verfolgt seit Jahren die Strategie, sich selbst als Opfer westlicher Aggression darzustellen und die eigene Rolle als treibende Kraft von Terror, Aufrüstung und Destabilisierung auszublenden.
Wenn nun ausgerechnet das deutsche Staatsoberhaupt diese Lesart öffentlich bestätigt, wird die mörderische Obsession der Mullahs gegen Israel weiter befeuert – und dies durch einen Mann, dessen politische Biografie selbst eine bemerkenswerte Schlagseite offenbart: Steinmeier, der in seiner Jugend vom Verfassungsschutz beobachtet wurde, der es nicht versäumte, dem Regime in Teheran zum 40. Jahrestag der sogenannten „Islamischen Revolution“ – vier Jahrzehnte Unterdrückung, Hinrichtungen und systematischer Menschenrechtsverletzungen – zu gratulieren; der sich ehrerbietig vor dem Grab des Terroristen und Judenhassers Yasser Arafat verneigte, während er sich zugleich weigerte, Donald Trump zu dessen Wahl zu gratulieren; der keinen Tag auslässt, Israel und die Vereinigten Staaten politisch zu belehren und zu diffamieren – und der heute das höchste Staatsamt eines Landes bekleidet, dessen Wiedervereinigung er einst entschieden ablehnte.
In das gleiche Horn bläst auch der Bundeskanzler.
In der demonstrativen Ablehnung des militärischen Vorgehens der USA und Israels gegen das iranische Mullah-Regime bückt sich Friedrich Merz dort weg, wo aufrichtige Solidarität und Bündnistreue geboten wären. Merz inszeniert sich als vermeintlich besonnener Staatsmann, tatsächlich jedoch verweigert er sich jeder ernsthaften Verantwortung und kaschiert außenpolitische Konzeptlosigkeit mit wohlklingenden Floskeln. Während Teheran unverhohlen die Vernichtung Israels propagiert, beschränkt sich der deutsche Kanzler auf moralische Distanzgesten und nachträgliche Hilfsangebote, die erst greifen sollen, wenn andere die eigentliche Arbeit bereits erledigt haben.
Auch Außenminister Wadephul ist trotz seines CDU-Parteibuchs im negativen Sinne ein würdiger Nachfolger der grünen Fehlbesetzung im selben Amt, Annalena Baerbock. Er steht beispielhaft für jene deutsche Außenpolitik, die sich seit Jahren in moralischer Selbstüberhebung verliert und dabei weder den Blick für historische Zusammenhänge noch für die realen Bedrohungen gegen Israel bewahrt. Während die sogenannten „Palästinenser“ weiterhin jede Gelegenheit nutzen, um ihre entmenschte Gewaltverherrlichung zu kultivieren, belehrt der deutsche Außenminister aus der europäischen Komfortzone heraus den jüdischen Staat über Menschlichkeit.
Dass ausgerechnet ein deutscher Politiker, der gegenüber radikal-islamischen Akteuren und Judenschlächter in Syrien und Ramallah ideologische Verblendung und auffällige Nachsicht zeigt, in Jerusalem den moralischen Oberlehrer gibt, ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die täglich um ihr Überleben kämpfen. Dieser Außenminister reiht sich ein in eine Tradition übergriffiger deutscher Einmischung, um sich selbst als „Freund“ zu inszenieren – ein Freund, dessen Unterstützung immer dann endet, wenn es um die existenziellen Sicherheitsinteressen des jüdischen Staates geht, was bei Wadephul nicht groß verwundert, da er in der Vergangenheit im Beirat der israelfeindlichen „Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft“ saß.
Gerade in dieser Situation kommt der Stimme des israelischen Botschafters Ron Prosors besondere Bedeutung zu. Während sich die deutsche Politik in Floskeln, Relativierungen und falsch verstandener Ausgewogenheit verliert, benennt er die Dinge mit einer Klarheit, die in der diplomatischen Arena selten geworden ist. Er legt offen, dass die Argumentationslinie aus Berlin – insbesondere die pauschale Infragestellung militärischer Selbstverteidigung – letztlich das legitime Recht Israels untergräbt und damit, ob beabsichtigt oder nicht, genau jene Narrative stärkt, auf die das Regime in Teheran angewiesen ist.
Prosor gelingt dabei ein Balanceakt, der im diplomatischen Betrieb keineswegs selbstverständlich ist: Er wahrt die Form, ohne den Inhalt zu verwässern. Gerade darin liegt der Wert seiner Arbeit. Wo andere hinter wohlklingenden Formeln Zuflucht suchen, spricht er aus, was politisch auf dem Spiel steht.
Damit wird er zu einer der wenigen Stimmen, die in der Lage sind, die deutsche Debatte aus ihrer selbstzufriedenen Erstarrung herauszufordern.
Seine Interventionen sind deshalb nicht nur ein Beitrag zur Klarstellung, sondern ein notwendiges Korrektiv in einer Debatte, die in Deutschland zunehmend von moralischer Selbstberuhigung statt von strategischer Vernunft geprägt ist.

Die vielbeschworene deutsche Staatsräson erweist sich in der aktuellen Iran-Debatte als bloße Leerformel. Ausgerechnet in dem Moment, in dem die Sicherheit Israels konkret auf dem Spiel steht, verweigert Bundeskanzler Friedrich Merz jede ernsthafte Unterstützung und flüchtet sich in demonstrative Distanz. Das Bekenntnis zur historischen Verantwortung bleibt folgenlos, sobald es politisch etwas kosten könnte. Quer durch den Bundestag war zu hören, der Kampf gegen das Mörder-Regime im Iran sei „nicht unser Krieg“.
Es ist diese eklatante moralische Asymmetrie, die den Kern des Problems offenlegt: Nachsicht gegenüber den Feinden Israels und demonstrative Distanz gegenüber dessen Verbündeten – das ist Antisemitismus pur!
Judenfeindlichkeit als Parteiprogramm
81 Jahre nach Auschwitz ist Deutschland wieder kein sicherer Ort für Juden. Neben dem importierten islamischen Juden-Hass ist auch bei SPD und Linken jede Hemmung gefallen.
Die Linke in Niedersachsen hat mit einem offen antizionistischen Beschluss erneut gezeigt, wie fließend in weiten Teilen der SED-Nachfolgepartei der Übergang von vermeintlicher „Israelkritik“ zur Infragestellung des Existenzrechts des jüdischen Staates geworden ist. Wer den Zionismus pauschal verdammt, bekämpft nicht irgendeine politische Strömung, sondern das Recht des jüdischen Volkes auf nationale Selbstbestimmung im eigenen Staat. Dass ausgerechnet ein Antisemitismusbeauftragter der Partei nun die Reißleine zieht, ist ein aufschlussreiches Signal. Der Skandal liegt nicht nur im Beschluss selbst, sondern in der moralischen Verwahrlosung einer Partei, die Juden-Hass unter ideologischem Vorzeichen immer häufiger verharmlost.
Auch in Teilen der SPD wird die moralische Enthemmung gegenüber dem jüdischen Staat und jüdischen Menschen nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand praktiziert.
Ausgerechnet bei der Partei, die sich gern auf ihre ruhmreiche Vergangenheit – auf Männer wie Otto Wels, der 1933 im Reichstag mutig gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz aufstand – beruft, vollzieht sich der moralische Absturz im Zeitraffer. Dieser moralische Anspruch von einst wirkt heute wie ein fernes Echo. Immer wieder fallen Sozialdemokraten durch israel- und judenfeindliche Narrative auf – von grotesken Verschwörungsmythen bis zur pauschalen Dämonisierung des Zionismus. Der Kontrast zwischen historischem Selbstbild und politischer Gegenwart könnte kaum größer sein: Während man sich auf den antifaschistischen Widerstand beruft, toleriert man in den eigenen Reihen eine Rhetorik, die antisemitische Denkmuster bedient. Jüngst verbreitete eine türkischstämmige Lokalpolitikerin aus Mannheim auf Facebook antisemitische Verschwörungsfantasien, die an die dunkelsten Kapitel europäischer Judenfeindschaft erinnern. In grotesken Posts fabuliert Melek Hirvali Cizer über angebliche israelische Angriffspläne gegen die Türkei, „babysfressende“ Juden und ein weltweites Netzwerk kindesentführender Agenten – Motive, die direkt aus dem Arsenal mittelalterlicher Ritualmordlegenden stammen.
Vielleicht sind solche Entgleisungen ja auch kein Zufall. Schließlich erntet man mit solch ekelhaften Aussagen und Positionen Beifall unter vielen israelfeindlichen Muslimen. Die suizidale Einlasspolitik der vergangenen zehn Jahre hat demographische Fakten geschaffen, wodurch die muslimische Wählerschaft in Zukunft für Parteien wie SPD, Linke und Grünen überlebenswichtig wird.
So luden die Grünen im Ramadan zum islamischen Fastenbrechen in den Bundestag ein – dem Symbol für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Zudem legten sie einen 24-Punkte-Plan zur institutionellen Gleichstellung und umfassenden staatlichen Finanzierung muslimischer Organisationen vor. Dieser wurde zwar zurückgezogen, angeblich, um die Debatte nicht im Ramadan führen zu müssen, doch der Verdacht liegt nahe, dass man mit dem umstrittenen Programm die Wahlen in Rheinland-Pfalz nicht torpedieren wollte. Unter dem Titel „Vielfältiges muslimisches Leben in Deutschland fördern“ streben die Grünen u. a. an, flächendeckend islamischen Religionsunterricht einzuführen, das Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst zu kippen und die Feiertagsregelung für Muslime abzusichern. Zudem wird ein verschärftes Diskriminierungsverbot gefordert, was gerechtfertigte Islamkritik de facto delegitimiert. Damit würden zentrale Pfeiler der freiheitlich-demokratischen Grundordnung – Gleichheit vor dem Gesetz, weltanschauliche Neutralität und individuelle Freiheitsrechte – unter erheblichen Druck geraten.
Scharia statt Grundgesetz
Weshalb Linke und Grüne so vehement für die Islamisierung kämpfen, erklärt das Phänomen des „Islamogauchisme“, eine Vorstellung, die sich eklektisch aus linker Verachtung der eigenen Nation, aus Antizionismus, Juden-Hass sowie aus kulturellen Zerfallserscheinungen unter dem Oberbegriff Postmodernismus – zu denen Poststrukturalismus, Dekonstruktivismus, Critical Race Theory, Antirassismus, queere Ideologie und Postkolonialismus gehören – zusammensetzt.
Ein erheblicher Teil junger Muslime in Deutschland zeigt Sympathien für Positionen, die man mit gutem Grund als islamo-faschistisch bezeichnen muss.
Dazu passt auch der Empfang des Terroristen im Amt des syrischen Präsidenten Al-Golani, der bei seinem Besuch in Berlin von hunderten Anhängern mit frenetischen „Allahu-Akbar“-Rufen gefeiert worden ist. Deutlicher kann die Islamisierung Deutschlands nicht zum Ausdruck gebracht werden.
Die Ergebnisse einer neuen Extremismus-Studie für das Bundeskriminalamt belegen ebenfalls, wovor die Jüdische Rundschau und ich seit über einem Jahrzehnt warnen: Fast jeder zweite Muslim unter 40 Jahren in Deutschland weist laut Untersuchung eine Nähe zu radikal-islamischen Positionen auf. Millionen Menschen leben damit in einem ideologischen Spannungsverhältnis zur freiheitlichen Ordnung des Grundgesetzes – doch Politik und grün-linke Medien reagieren bislang vor allem mit fahrlässiger Beschwichtigung. Während auf deutschen Straßen gegen Israel und Juden mobilisiert wird, wächst zugleich der Einfluss eines faschistoiden Islam, der seine religiösen Normen und die Gesetze der Scharia über staatliches Recht stellen will und immer mehr Raum für sich einfordert.
Diese Entwicklung bedeutet eine Verunmöglichung offenen jüdischen Lebens, ohne eine demütigende Identitäts-Mimikry.
Allzu lange wurde der radikale Islam als bloßes Sozialproblem verharmlost – als Produkt von Armut, Bildungsdefiziten oder misslungener Integration. Diese Deutung war bequem, weil sie die eigentliche Zumutung ausblendete: den ideologischen Kern. Denn es geht nicht um soziale Schieflagen, sondern um einen religiös-politischen Herrschaftsanspruch – um den Versuch, die Scharia zur verbindlichen Ordnung von Staat und Gesellschaft zu erheben. Die säkulare Rechtsordnung wird dabei nicht als endgültiger Rahmen anerkannt, sondern allenfalls als taktische Übergangsphase. Das Ziel ist eine religiös definierte Gesellschaft, bestenfalls ohne Juden.
Solange Politik und grün-linke Medien dieses Problem nicht offen benennen und dagegen steuern, sind die salbungsvollen Reden zu Gedenktagen nur hohle Lippenbekenntnisse.
Dem Staat Israel, dem gesamten jüdischen Volk, allen unseren Lesern und uns allen wünschen wir ein gesundes und koscheres Chag Pessach Sameach!
Für unsere christlichen Leser, frohe und gesegnete Ostern!
Am Israel Chai!
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