„Islam, Eine kritische Geschichte“: Buchpräsentation von Hamed Abdel-Samad über den Islam nur mit Personenschutz

Der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad hat in Berlin sein neues Buch vorgestellt. Sieben Personenschützer mussten die Lesung sichern, der Autor wurde dennoch von Islam-Befürwortern und fanatisierten Gegnern seiner klaren islamkritischen Positionen attackiert und bespuckt. Im Buch geht es um die Frage, ob der Islam Europa verändert – oder Europa den Islam? Genauso wie die Jüdische Rundschau sieht Hamed Abdel-Samad die Problematik darin, dass Muslime die ungerechtfertigte Opferrolle annehmen, die das woke-linke Establishment nur allzu gern anbietet, trotz erheblicher Rechtsstaatverachtung, Integrationsverweigerung und Gewaltproblematik. Nahezu jede Kritik an jungen Muslimen wird heute ausgeblendet und als ein Tabu dargestellt. Sehr zum Schaden unserer Gesellschaft gewährt die grünlinke Politik den Muslimen die Freiräume für die Begehung von Gewalttaten und Rechtsbrüchen. Ein gutes Beispiel hierfür ist unter anderem auch die letzte Silvesternacht in Berlin. (JR)

Von Mario Thurnes/Tichys Einblick

Hamed Abdel-Samad geht gerne dorthin, wo es wehtut. Das ist in dem Fall Berlin. In arabischen Ländern habe er viele Fans, sie würden einen Bedarf empfinden für seine kritische Sicht auf den Islam. Sie wollten über Reformen reden. Doch in Berlin müsse er mit sieben Personenschützern unterwegs sein. Trotzdem spuckten ihn junge Männer an und wollten ihn attackieren.

Abdel-Samad beschreibt in der Lesung diese Spanne genauer, die auseinandergehe: Zwischen den islamischen Ländern, in denen es ein Interesse an einer Reform des Islams gebe und den europäischen Ländern, in denen die bisherigen Strukturen der Religion und ihrer politischen Interpretation glorifiziert würden. Diese Spanne ist auch Teil seines neuen Buchs „Islam, Eine Kritische Geschichte“, in dem er nicht nur – wie der Name es sagt – die Geschichte der Religion darstellt. Sondern auch der Frage nachgeht, inwiefern deren Geschichte mit Europa verbunden ist. In der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

Im Buch geht es ebenso um die Frage, ob der Islam Europa verändert – oder Europa den Islam? Der Politikwissenschaftler denkt, es werde eher die Religion sein, die prägnant sein wird: „Vertreter des Islams glauben energischer an ihre Sache als Europäer an die Freiheit.“ Sie würden ein Umfeld schaffen, in dem es für junge Menschen attraktiv sei, sich selbst über die Religion zu definieren. Während in den islamischen Ländern selbst die jungen Menschen erkannten, welche hemmende Folgen der archaische Einfluss der Religion auf den Fortschritt habe, könnten junge Menschen in Europa den Islam verklären, ohne dafür die wirtschaftlichen Folgen tragen zu müssen.

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