Jared Kushners Buch – „Breaking History: A White House Memoir“

Die beste Personalentscheidung Trumps war ganz sicher, seinen Schwiegersohn zu seinem politischen Chefberater zu machen: Es war vor allem Jared Kushner, der das historische Abraham-Abkommen zwischen Israel und zahlreichen arabischen Staaten auf den Weg gebracht hat. In seinem Buch schreibt Kushner über seine Erfahrungen in der Zeit in Washington DC. Neben Insider-Informationen aus der Politik erfährt der Leser auch bewegende persönliche Details aus dem Leben der Trumps.

Von Orit Arfa

Als Kushner Trump um die Hand seiner Tochter bat, fragte der Businessmogul: „Warum muss sie konvertieren? Warum kannst nicht du konvertieren?“

Kushner antwortete, das sei eine berechtigte Frage, aber Ivanka hätte die Entscheidung selbst getroffen. Da ließ Trump ihn wissen: „Also Tom Brady [ein amerikanischer Footballstar] ist ein guter Freund von mir und hat auch versucht, bei Ivanka zu landen...“. „Wenn ich Ivanka wäre, würde ich Tom Brady nehmen,“ gab Kushner scherzend zurück. Trump wurde ernst und seufzte: „Ja, genau.“

Laut Kushners Memoiren, dem Bestseller „Breaking History“, sah Trump das zehn Jahre später anders.

„Jared ist ein Genie“, sagte Trump nach der Bekanntmachung der bahnbrechenden Abraham-Abkommen, die für Frieden zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain sorgten. „Die Leute beklagen sich über Vetternwirtschaft – was ich hier habe, das ist Begabung.“

Kushner erwiderte knapp: „Vielleicht werden in Zukunft mehr Präsidenten ihre Schwiegersöhne mit unlösbaren Problemen schikanieren.“

Dieses Gespräch hebt ein Kernthema des Buches hervor: Manchmal ist es gut, die eigene Familie anzuheuern oder wenigstens die angeheiratete Verwandtschaft. Trumps Realityshow, „The Apprentice“, machte ihn bekannt dafür, nur die Besten und die Begabtesten zu wollen. Die beste Personalentscheidung seiner Karriere war aber vielleicht, dass Trump seinen Schwiegersohn zum Chefberater machte.

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