Antisemitismus-Bekämpfung in Baden-Württemberg: Keine Erfolgsgeschichte (Teil II)

Der britische Generalmajor Orde Wingate wird in Israel als Held verehrt. 
© Screenshot Twitter

Die Skandale um den Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume reißen nicht ab. Blume hat den hoch dekorierten Offizier der britischen Armee und Vater der IDF Orde Wingate wahrheitswidrig als „Kriegsverbrecher“ und „britischen Mörder“ diffamiert und verunglimpft. Internationale Militärexperten und Historiker werfen Blume Geschichtsrevisionismus sowie Antisemitismus vor und fordern seinen Rücktritt. Aus der grünen baden-württembergischen Regierung sind, wie nicht anders erwartet, bislang keinerlei Konsequenzen gegenüber Blume erfolgt. (JR)

Von Benjamin Weinthal

Die NZZ stellt die folgende Frage bezüglich Michael Blume: “Kann ein Antisemitismusbeauftragter ein Antisemit sein?” Natürlich kann ein Beamter, dessen Aufgabe es ist, gegen Antisemitismus vorzugehen, ein Antisemit sein. Henryk Broder brachte es wie folgt auf den Punkt: „Ich will nur sagen, es gibt homosexuelle Schwulenfeinde, es gibt Frauen hassende Frauen, Feminismus hassende Frauen, also warum nicht auch jüdische Antisemiten.”

Gerd Buurmann, Autor der 'Achse des Guten', schrieb auf Twitter: „Wir brauchen einen Antisemitismusbeauftragten für den Antisemitismusbeauftragten von Baden-Württemberg.”

Blume umgibt sich mit ein paar „Alibi-Juden“, die er nutzt, um den Anschein zu erregen, er sei von Antisemitismus-Vorwürfen und anti-israelischen Vorwürfen absolviert. Ein abgestandener Trick, der schon lange von deutschen Antisemiten und anti-israelischen Aktivisten verwendet wird.

Einer dieser „Alibi-Juden“ heißt „Gaby Spronz“, der eine obskure Facebook-Seite namens 'Aktionforum Israel' betreibt, die sich als pro-Israel versteht. Es ist unklar, ob Gaby Spronz sein richtiger Name ist. Spronz ließ eine Presseanfrage seitens der JR unbeantwortet und zeigte fortwährend keine Reaktion auf Fragen - einschließlich der Frage, ob Blume die Beendigung der Partnerschaft zwischen dem iranischen Regime in Isfahan und der Stadt Freiburg fordern soll. Im Oktober 2021 berichtete die JR darüber: „Die skandalöse Städtepartnerschaft Freiburgs mit der Hinrichtungs-Metropole Isfahan.”

Merkwürdig ist, dass der Bürokrat Blume, dessen Aufgabe die Bekämpfung des Vernichtungsantisemitismus gegen Juden und Israel ist, scheinbar kein Problem damit hat, dass Freiburg eine Partnerschaft mit dem Regime in Isfahan pflegt. Das Mullah-Regime, welches jedes Jahr in Isfahan die Vernichtung Israels fordert und außerdem an der Weiterentwicklung des Nuklearwaffenprogramms des Iran arbeitet.

 

Scharfe Kritik von der Achse

Henryk Broder hat Blumes Versagen als Antisemitismusbeauftragter in seiner gewohnt klugen Art auf der Blog-Seite „Die Achse des Guten“ offengelegt: „Man kann dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg so manches vorwerfen, nur nicht eines: dass er erfolgreich agiert.“ Wie alle lokalen Medien Anfang März berichteten, habe es im Jahre 2021 in BW „eine Zunahme antisemitisch motivierter Straftaten von 228 (2020) auf 337 Fälle – ein Zuwachs von fast 50 Prozent” gegeben.

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