Hamburger Moschee feiert an Silvester die „Eroberung Mekkas“

Die Vahdet Moschee in Hamburg.© BIRGIT GÄRTNER
Zu Beginn des Jahres 2026 geriet Hamburg in die öffentliche Debatte, nachdem der ehemalige SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Kazım Abacı auf eine Silvesterveranstaltung der Vahdet-Moschee im Stadtteil St. Georg aufmerksam gemacht hatte. Gefeiert wurde „die Eroberung Mekkas“; auf Bildern war eine Gruppe kleiner verschleierter Mädchen zu sehen, die auf einer Bühne stehen – vor einem augenscheinlich rein männlichen Publikum. Das Motto „Eroberung Mekkas“ ist kein friedliches Glaubensereignis, sondern die gewaltsame Einnahme einer Stadt, die Zerstörung der dort herrschenden religiösen Vielfalt und die Durchsetzung einer neuen Ordnung durch Unterwerfung. Wer dieses Ereignis heute feiert, ruft bewusst ein Gründungsnarrativ des Islam auf, in dem Gewalt, Machtanspruch und Konformität zentrale Rollen spielen. In einem europäischen Kontext ist eine solche Symbolik kein Ausdruck religiöser Frömmigkeit, sondern ein demonstratives Bekenntnis zu einer Ideologie, die nicht um Integration bemüht ist, sondern einen absoluten und menschenverachtenden Herrschaftsanspruch erhebt. (JR)
„Das hier ist weder Afghanistan, noch Syrien oder Saudi-Arabien. Es handelt sich um Europa – genauer gesagt Hamburg, die zweitgrößte Stadt Deutschlands“, kommentierte Kazım Abacı die Bilder. „Auf der Bühne sind kleine Mädchen mit Kopftuch zu sehen. Frauen sind überhaupt nicht sichtbar, und die Veranstaltung findet in einer komplett männlich geprägten Umgebung statt. Dies wirft ernsthafte Fragen in Bezug auf Kinderrechte, Gleichberechtigung und demokratische Werte in Deutschland auf.“
Die Veranstaltung, die seiner Einschätzung nach dazu dienen sollte, „Muslime von der Silvesterfeier auszuschließen“ und somit von der Mehrheitsgesellschaft zu separieren, bezeichnete er als „besorgniserregend und rückständig“. Besonders, weil schon Kinder in diesem Sinne indoktriniert werden.
Besorgniserregend fand er auch, dass sein Fraktionskollege, der ebenfalls türkisch-stämmige Ali Kazancı, auf den Bildern als Teilnehmer zu sehen war. „Dies wirft erhebliche Fragen zur Verantwortung gegenüber demokratischen Werten auf“, so Kazım Abacı.
Ali Kazancı wies diese Vorwürfe von sich und gab der Welt zufolge an, nicht während der gesamten Feier, die in einen angemieteten Festsaal in einem Hotel in Hamburg-Wilhelmsburg stattfand, zugegen gewesen zu sein und während seiner Anwesenheit „keine problematischen Inhalte“ bemerkt zu haben.
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