Ein Gedenktag für Terroropfer, nicht für „Islamfeindlichkeit“

Kundgebung der Frauenheldinnen am 31. Dezember 2025 anlässlich des 10. Jahrestags der Kölner Silvesternacht.

Rund um den Ramadan wird seit Jahren ein politisch-medialer Ausnahmezustand inszeniert: Staatsvertreter überbieten sich mit Glückwünschen, Iftar-Einladungen werden quasi zu Pflichtterminen, und kritische Fragen an den Islam gelten rasch als „islamophob“. Während über Rücksichtnahme und Anpassung der Mehrheitsgesellschaft debattiert wird, bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung mit den theologischen und historischen Grundlagen dieser Fastenzeit auffällig blass. Mit dem nun erstmals offiziell begangenen „Tag gegen Islamfeindlichkeit“ am 15. März erhält dieser einseitige Diskurs eine staatliche Weihe. Zeit, statt über Islamfeindlichkeit mal über die Feindlichkeit des Islam zu sprechen. (JR)

Von Birgit Gärtner

Die Geschichte des Islam führt uns weit in die Weltgeschichte zurück; genau genommen in die Zeit um 570 nach Christus ins heutige saudi-arabische Mekka. Die berühmte Kabaa war seinerzeit Zentrum von Wallfahrten, dort wurden Heiligtümer, 360 an der Zahl, verschiedener Gottheiten aufbewahrt, zu denen Menschen jedweden Glaubens pilgerten. Davon lebten die Stämme der Quraisch.

Um das Jahr 570 n. Chr. wurde in Mekka ein Junge namens Mohammed geboren, der viel Pech im Leben hatte: Der Vater starb bereits vor seiner Geburt, die Mutter, als er sechs Jahre alt war. Er verdingte sich als Schafhirte, doch als er Anfang 20 war, bot ihm die selbständige, verwitwete Kauffrau Chadidscha einen Job und kurze Zeit später die Heirat an. Diese setzte sie gegen den Willen ihres Stammes, dem quraischitischen Geschlecht der Abd al-Uzzā, durch und Mitte 20 war der Waisen- und Hirtenjunge Mohammed ein gemachter Mann. Etwa 15 Jahre später soll Mohammed seine ersten Offenbarungserlebnisse gehabt haben: Der Erzengel Gabriel soll ihm erschienen sein und beauftragt haben, die göttliche Botschaft zu verbreiten. Daraus sollte später die dritte monotheistische abrahamitische Religion Islam entstehen.

Diesen Auftrag nahm Mohammed sehr ernst, zunächst versuchte er die Verbreitung seiner Botschaft auf friedlichem Wege und indem er einige jüdische Riten in den Islam übernahm. Als er zu missionieren begann und das auf Polytheismus basierende Geschäftsmodell der Mekkaner torpedierte, reagierten diese gelinde gesagt ungehalten. 622 n. Chr. musste Mohammed Mekka verlassen und wurde im etwa 350 km entfernt gelegenen Yathrib (Medina) aufgenommen. Die Auswanderung Mohammeds aus Mekka wird als Hidschra bezeichnet.

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