Prävention per App: Der hilflose Kampf gegen islamische Radikalisierung

Kann eine App die islamische Radikalisierung stoppen?
© JONATHAN RAA_NURPHOTO_NURPHOTO VIA AFP

Nordrhein-Westfalen ist seit Jahren ein Schwerpunkt islamischer Radikalisierung und darf darauf nicht länger mit symbolischen Maßnahmen reagieren. Das Präventionsprojekt „Wer ist Bilal?“ setzt auf ein interaktives Spiel, in dem Jugendliche durch Chatverläufe, Social-Media-Situationen und digitale Gruppenprozesse geführt werden und typische Strategien islamischer Akteure kennenlernen. Schritt für Schritt werden Mechanismen wie emotionale Ansprache, Opferinszenierung, religiöse Überhöhung und die gezielte Abgrenzung von der Mehrheitsgesellschaft sichtbar gemacht. Doch ein pädagogisch aufbereitetes Smartphone-Spiel kann die über Jahre gewachsenen strukturellen Fehlentwicklungen nicht ausgleichen. Wo staatliche Politik versagt, bleibt ein solcher Ansatz ein nachgelagerter Versuch, Symptome zu verwalten, statt entschlossen die Ursachen zu bekämpfen und die illegale Massenmigration aus vornehmlich islamischen Ländern zu stoppen. (JR)

Von Julian M. Plutz

Nordrhein-Westfalen gilt als das Land der unbegrenztesten Möglichkeiten. Zumindest für den radikalen Islam. Dieser kann wie in kaum einem anderen Bundesland so wachsen und gedeihen, rechts wie links vom Rhein. Dabei ist NRW das bevölkerungsreichste, das urbanste, das migrationsgeprägteste – und damit ein Seismograph für Entwicklungen, die sich später im gesamten Bundesgebiet zeigen. Wer verstehen will, wie sich islamischer Extremismus, importierter Judenhass und gescheiterte Integration konkret ausprägen, kommt an Nordrhein-Westfalen nicht vorbei.

Die Zahlen der Sicherheitsbehörden sind seit Jahren eindeutig: Ein erheblicher Teil der islamischen Szene in Deutschland konzentriert sich hier, insbesondere im Ruhrgebiet und in den großen Städten entlang der Rheinschiene. Radikalisierung ist dabei kein Randphänomen mehr, sondern ein denknotwendiger Prozess, der mitten in der Gesellschaft stattfindet. Ob in Schulen oder Universitäten, in Moscheen oder Moslem-Vereinen oder in digitalen Räumen. Der radikale Islam ist in Nordrhein-Westfalen so allgegenwärtig wie die Floskeln hilfloser bzw. hilfsunwilliger, ignoranter Politiker gegen ihn, die von der gepanzerten Limousine gut reden haben, während die Bevölkerung die katastrophale Performance der Apparatschiks ausbaden muss.

Diese toxische Entwicklung hat auch eine sichtbare, architektonische Dimension. Ein besonders prägnantes Beispiel ist die Zentralmoschee Köln im Stadtteil Ehrenfeld. Der Bau, getragen von der DITIB, wurde bei seiner Fertigstellung als Symbol für Offenheit und Dialog präsentiert, was damals schon absurd war, wurden weder der Architekt noch die Oberbürgermeisterin, geschweige denn der Erzbischof zur Eröffnungsfeier eingeladen. Tatsächlich wirkt die Moschee in ihrer monumentalen, futuristischen Form wie ein gelandetes Ufo, leider ohne den Charme von Alf. Das Gotteshaus ist daher in einem gewachsenen Stadtbild ein architektonisches Signal der abgewandten Abgrenzung, also das Gegenteil von Integration. Gerade in einem Viertel wie Ehrenfeld, das lange für kulturelle Vielfalt und urbane Freiheit stand, wird dieser Bau als Ausdruck einer gemörtelten Parallelität gelesen, die dem Status quo einer völlig gescheiterten Migrationspolitik ein monumentales Bauwerk gibt, an das sich Generationen noch erinnern werden.

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