Berlinale: Israel-Hass auf der Bühne

Bei der diesjährigen Berlinale missbrauchte der „palästinensisch“-syrische Regisseur Abdallah Alkhatib seine Dankesrede für israelfeindliche Propaganda, warf der Bundesregierung Mitschuld am angeblichen „Völkermord“ Israels vor und drohte: „wir werden uns an jeden erinnern, der gegen uns war“. Während Teile des Publikums schwiegen oder applaudierten, verließ Umweltminister Carsten Schneider protestierend den Saal. Dieser Skandal zeigt den abgrundtiefen Juden-Hass vieler grün-linker „Kunstschaffender“, die das entmenschte Massaker der Gazaner an unschuldigen israelischen Zivilisten schnell relativieren. Besonders widersprüchlich: Iris Berben, die sich zwar stets pro-israelisch positioniert, hat dennoch den Aufruf der Deutschen Filmakademie unterzeichnet. Dieser schützt mit dem Vorwand der „Kunstfreiheit“ solche israelfeindlichen Äußerungen und wehrt jedwede politische Intervention ab. Ihr wohlfeiles projüdisches Engagement passt nicht zu dieser schamlosen Heuchelei, die unter dem Mantel der “Kunstfreiheit” nichts anderes tut, als die tiefsitzende Judenfeindlichkeit in Berlins Kunst-Eliten pseudomoralisch zu legitimieren. Berben entlarvt sich selbst als Feigenblatt für woke-linke Antisemiten, die Juden in Deutschland und der Welt diffamieren und ausgrenzen. (JR)

Von Gerd Buurmann

Bei der diesjährigen Preisverleihung der Berlinale gab es den Moment, an dem sich aus meiner Sicht die Kunst selbst untergraben hat, weil ein politisches Statement auf der Bühne Vorrang vor dem Werk erhielt.

Der „palästinensisch“-syrische Filmemacher Abdallah Alkhatib wurde mit dem GWFF-Preis für das beste Spielfilmdebüt für seinen Film „Chronicles From the Siege“ ausgezeichnet. Während seiner Dankesrede nutzte er die Bühne, um ein politisches Statement abzugeben. Er sprach von deutscher Mitverantwortung am Kriegsgeschehen im Gazastreifen, verwendete den Begriff „Genozid“ und schloss seine Rede mit der Parole „Free Palestine“. Die Reaktionen im Saal fielen gemischt aus. Einige Gäste applaudierten, andere reagierten irritiert, und ein Vertreter der Bundesregierung verließ sogar während der Rede den Raum. Die öffentliche Diskussion über das Vorgehen Alkhatibs setzte noch am selben Abend ein: War das legitim? Mutig? Oder unangemessen?

Ich bin Künstler, Schauspieler, Autor, Regisseur, kurz: Ich bin ein Theatermensch. Als solcher möchte ich auf das blicken, was da in Berlin passiert ist. Ich halte es für gefährlich, wenn Kunst auf Politik reduziert wird, nicht, weil Politik unwichtig wäre, sondern weil sie zu klein ist. Politik ist das Tagesgeschäft des Menschlichen. Sie ordnet, bewertet, grenzt ab. Sie operiert mit Mehrheiten, Positionen, Interessen. Politik braucht Parolen. Sie braucht Klarheit. Sie braucht Entscheidung. Politik fragt: Worum geht es? Wer trägt Verantwortung? Wer hat recht? Kunst jedoch fragt anders. Kunst fragt: Worum geht es wirklich?

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