TAZ-Autorin träumt von der Deindustrialisierung Deutschlands

TAZ-Autorin Ulrike Herrmann hat dem Kapitalismus den Kampf angesagt
© Screenshot YouTube

Anfang des Jahres richtete die TAZ-Autorin Ulrike Herrmann im Rahmen der Aktionstage „Ökozid“ ganz im Sinne der grünen Politik klare Worte an die Öko-Wunderland-Gläubigen. Sie fordert nichts weniger als die Vernichtung der industriellen Basis Deutschlands und das Ende des klimaunfreundlichen Kapitalismus. Wenn es nach Herrmann ginge, fänden wir uns in vorindustrieller Zeit wieder. Während sich Israel vom Agrarstaat zur High-Tech Nation entwickelt hat, katapultiert sich Europa durch verantwortungslosen grünen politischen Irrsinn zurück ins Mittelalter und blickt wahrlich dunklen und kalten Zeiten entgegen. (JR)

Von Roger Letsch/unbesorgt.de

Ein Schnipsel eines Videos aus dem Januar 2022, das im Schauspielhaus Stuttgart entstanden ist, sorgt gerade für Schnappatmung auf Twitter und Facebook. Als Gastrednerin an einem von 20 Aufführungstagen des Stücks „Ökozid“ fällt die TAZ-Autorin Ulrike Herrmann ein vernichtendes Urteil über der Idee des „grünen Wachstums“. Ich will mich hier gar nicht über das Konzept von „Ökozid“ auslassen, weil das Theater dem gleichnamigen ARD-Propagandastreifen von 2020 nichts mehr hinzufügt. Herrmanns Laudatio ragt jedoch aus dem Ensemble der „üblichen Verdächtigen“ heraus, die bei derlei Themen stets am Rednerpult stehen wie etwa Luisa Neubauer und Jürgen Resch. Und das auf schreckliche und ehrliche Weise. Klimaschutz, darum geht es natürlich immer!

Und wie die gesamte Weltretterblase stellt Herrmann den Sinn und das Endziel der Retterei nicht in Frage. Das müsse halt alles geschehen und Punkt. Anders als die Schlangenölverkäufer des „Green Deal“ ist sie jedoch um eine ehrliche Beschreibung des Endzustandes, den sie anstrebt, bemüht. Die Idee einer grünen Wohlstandsgesellschaft in einer nicht allzu fernen Zukunft wird in Herrmanns fünfzehn Minuten langen Vortrag zur Kenntlichkeit entstellt. Kein Stein, so Herrmann, werde auf dem anderen bleiben auf dem Weg von „hier“ (Hand nach oben, Kapitalismus) nach „da“ (Hand nach unten, anämisch-kreislaufwirtschaftliches Nullemmissionsökowunderland). In der Beschreibung dessen, was uns am Ende dieses Weges erwartet, stimme ich mit Herrmann fast vollständig überein. Nur bin ich im Gegensatz zu ihr nicht überzeugt davon, dass wir über diese Brücke gehen sollten. Ich empfehle, statt der kurzen Zusammenschnitte gleich die Langfassung des Vortrags anzusehen, schon damit die Chronologie der Aussagen stimmt.

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