Ron Prosor tritt sein Amt als Israels Botschafter in Berlin an

Der frühere UN-Botschafter Ron Prosor übergab am 22. August sein Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dabei sprach der 63-jährige Prosor in fließendem Deutsch, denn er hat deutsche Wurzeln: Sein Vater Uri wurde 1927 in Berlin geboren und floh mit sechs Jahren mit dessen Eltern vor dem Holocaust nach Palästina. Nahost-Korrespondent Ulrich W. Sahm hatte Ron Prosor kurz nach seiner Berufung zum Botschafter zum Interview in Jerusalem getroffen. Es ist wohl selten ein Diplomat nach Deutschland gekommen, der so viel über sein Gastland weiß. (JR)

Ron Prosor ist der neue Botschafter Israels in Deutschland© Ronny Hartmann / AFP

Von Ulrich W. Sahm /Elisabeth Lahusen

Zu dem ersten Interview nach seiner Berufung zum nächsten Botschafter in Deutschland durch Außenminister Yair Lapid erschien Ron Prosor in einem maßgeschneiderten dunkelblauen Anzug. Er entschuldigte sich dafür, denn normalerweise tritt er eher „hemdsärmelig“ auf. An dem Morgen vor dem Treffen hatte er vor EU-Abgeordneten einen Vortrag gehalten. Zu dem Zweck habe er sich „anständig“ kleiden müssen.

Das Gespräch fand in einem Straßencafé mit kleinen runden Tischen auf dem Bürgersteig statt. Warum dort? „Weil meine Mutter gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite wohnt.“ Sie stammt aus Odessa und ist „sehr sprachbegabt“, erzählt Prosor. Nach ihrer Einwanderung nach Israel habe sie sich in Haifa in einem „rein deutschen Viertel“ niedergelassen. Unter diesen aus Deutschland eingewanderten Juden habe sie viele Sprachen erlernt. Nur Hebräisch, die Landessprache Israels, habe sie jedoch nie richtig beherrscht. Auch das ist sehr typisch für die Enklaven der deutschen Juden im Lande. In Haifa habe sie dann auch ihren Mann kennengelernt. Prosor bezeichnete seinen in Berlin geborenen Vater als einen „echten Preußen“.

Prosor selbst ist 1958 in Kfar Saba bei Tel Aviv geboren. Bereits als Jugendlicher träumte er davon, die Welt zu sehen. Deshalb habe er eine Karriere im israelischen Außenministerium eingeschlagen. So könne man in der Welt herumkommen, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Während seines Militärdienstes bei der Artillerie stieg er zum Bataillonskommandeur im Rang eines Majors auf. Danach studierte er Politologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem und machte den Abschluss mit Summa cum laude.

Anschließend ging er in den diplomatischen Dienst. Dort entwickelte er sich zum Meister im Umgang mit dem gesprochenen Wort. Nach so vielen Jahrzehnten als Diplomat ist er sich sicher, dass die „effektivste diplomatische Waffe“ Humor sei. Er erinnert sich an einen Vorfall in der UNO, wo er von 2011 bis 2015 der israelische Repräsentant war. Ein Delegierter hielt dort eine Rede mit gehässiger Kritik an Israel. Gewiss hätte man darauf eine scharfe Erwiderung geben können. Prosor meldete sich zu Wort und stellte ein paar humoristische Fragen. Der ganze Saal brüllte vor Lachen. Danach habe jener Delegierte nichts mehr ausrichten können, weil ihm niemand mehr zuhörte.

Vorgeschichte einer Freundschaft

Das unkomplizierte direkte Gespräch in dem Jerusalemer Straßencafé hatte eine Vorgeschichte. Schon in den 1980iger Jahren hat Prosor in Bonn als Sprecher der Botschaft gedient. Damals hatten wir uns schon kennengelernt. Zu dieser Zeit gab es noch die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland. Während der junge Prosor noch zur Schule ging Militärkarriere machte und studierte, war ich durch Zufall vom Hebräischstudium zur Journalistik gekommen. Persönliche Freundschaften mit Israelis aus meiner Schulzeit in Paris begründeten eine lebenslange Verbindung zu Israel. Der unverstellte Blick auf beide Länder offenbarte allerdings auch manche bis heute aktuelle deutsche Lebenslüge. Die vielleicht tragischste unter ihnen ist die Geschichte des deutschen Pazifismus nach dem 2. Weltkrieg und seine Unfähigkeit, für die Verteidigung einer freiheitlichen Demokratie einzustehen.

Zum ersten Mal wurde mir das 1973 deutlich. Nach dem Angriff Ägyptens und Syriens am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, war Israel in einer verzweifelten Lage. Der kleine jüdische Staat kämpfte um das Überleben und war dringend auf militärischen Nachschub angewiesen. Ausgerechnet in dieser Situation verfügte Willy Brandt, der damalige SPD – Kanzler, ein deutsches Waffenembargo gegen Israel. Den Amerikanern wurde verboten, Waffen nach Israel zu bringen und Deutschland zwecks Auftankens als Zwischenstation zu benutzen. Ich hielt mich zu einem Forschungsprojekt in Deutschland auf, als es plötzlich hieß, dass man nicht mehr nach Israel fliegen könnte. Der junge Uli Sahm wollte in dieser Situation aber unbedingt wieder nach Hause. Und zuhause war nicht Bonn, wo ich geboren bin, sondern Jerusalem. Dank der guten persönlichen Kontakte zur israelischen Botschaft in Bonn gelang es mir, eine Genehmigung für den Rückflug nach Israel zu erhalten. Die EL AL Maschine parkte auf dem Frankfurter Flughafen nahe Ramstein. Dabei wurde ich Zeuge einer bemerkenswerten Schmuggel-Aktion. Starke Männer erschienen mit länglichen Kisten in den Armen und legten sie auf die leeren Sitze hinten im Flugzeug. Nach der Ankunft in Tel Aviv konnten wir die Aufschriften entziffern. Es stellte sich heraus, dass die Amerikaner mit unserer Passagiermaschine Raketen und Panzergranaten nach Israel geschafft hatten. Parallelen zur heutigen Diskussion in Deutschland, wenn es um den Überlebenskampf der Ukraine geht, sind kein Zufall.

Prosors Weg nach Deutschland

Schon 2006 war Ron Prosor wegen seiner fließenden Deutschkenntnisse im Gespräch, Schimon Stein als Botschafter in Deutschland abzulösen, doch Prosor war noch Generaldirektor des Außenministeriums und wurde von dort zunächst nach New York zur UNO und nach London versetzt.

Später, nach der Wende, war Prosor an der Botschaft in Berlin. Stets hat sich durch Interviews in den Medien einen Namen gemacht. Allein die Liste der prominenten Posten zeigt, dass Prosor als einer der fähigsten Diplomaten Israels gilt. Ihm kommt dabei neben seinem ungeheuren Fleiß, seiner Integrität und seiner Klugheit auch der freundschaftliche Umgangston und die unkomplizierte Art seiner Begegnungen mit anderen Menschen zugute. Da er Deutschland auch aus der Zeit der Teilung kennt, ist ihm auch bewusst, wie sehr dieser große mitteleuropäische Staat sich über die einzelnen Bundesländer definiert.

Von Berlin aus hat er als erster israelischer Diplomat nach der Wende intensiv Ostdeutschland bereist und „sehr gute Kontakte“ geknüpft. Das war für israelische Diplomaten damals völliges Neuland. Die DDR war unter der sowjetischen Herrschaft extrem israel-feindlich. Sie rüstete Israels Erzfeind Syrien mit Waffen auf und beherbergte Terroristen. Offene Zuneigung zu Israel war in der ehemaligen DDR auch ein Zeichen des Widerstandes gegen das verhasste kommunistische Regime. Wer in dieser Zeit „Israelfreund“ wurde, hatte mit Repressalien zu rechnen. Besonders in Sachsen und Thüringen blieb man aber trotzdem dabei. Mehrere Vereine, die Beziehungen mit Israel vertiefen, sind daraus entstanden. Die bekanntesten sind vielleicht die Sächsischen Israelfreunde.

Angesichts der besonderen Struktur Deutschlands betonte Prosor in unserem Gespräch die Bedeutung der Bundesländer. Vor allem in der Bildungspolitik seien die Bundesländer autonom. Über die Länder könne der aus seiner Sicht sehr wichtige Jugendaustausch eher verstärkt werden als auf Bundesebene. Besonders wichtig sind ihm auch die Kontakte zwischen israelischen Startups und deutschen Unternehmen. Es ist wohl selten ein Diplomat nach Deutschland gekommen, der so viel über sein Gastland weiß.

Immer wieder tauchten während des Gesprächs Bekannte und Freunde auf, die Prosor begrüßten. Am Ende kam noch Rabbiner Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Center dazu. An dieser Stelle endete das Interview, da beide noch andere Dinge zu besprechen hatten. Vielleicht trifft man sich ja beim nächsten Mal in Dresden.

Ulrich W. Sahm, Sohn eines deutschen Diplomaten, belegte nach erfolgtem Hochschulabschluss in ev. Theologie, Judaistik und Linguistik in Deutschland noch ein Studium der Hebräischen Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1975 ist Ulrich Sahm Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien und berichtet direkt aus Jerusalem. Elisabeth Lahusen ist Heilpädagogin und Journalistin.

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Scholz‘ Schweigen und das jüdische Selbstbewusstsein

Scholz‘ Schweigen und das jüdische Selbstbewusstsein

Bundeskanzler Scholz schwieg lautstark, als sein Gast, Israel-Hasser und Judenmord-Finanzierer Abbas, den Holocaust relativierte – und wird von offizieller jüdischer Seite in Deutschland mit halbherziger und lauwarmer Kritik auffallend geschont. Dabei müssen gerade die Juden angesichts ihrer Geschichte und den jüngsten Entwicklungen dieses Landes weder diplomatisch sein noch zurückhaltend, wenn die linke Politik die Gedenktage ritualisiert, aber keinerlei Rücksicht auf die hier lebenden Juden nimmt. (JR)

Die Terror-Olympiade von 1972 – München feiert

Die Terror-Olympiade von 1972 – München feiert

Die Stadt München feierte das 50. Jubiläum der Olympischen Spiele 1972 mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Während der ersten, nach 1936 und dem Holocaust auf deutschem Boden abgehaltenen Olympiade, ermordeten „palästinensische“ Terroristen ausgerechnet in Deutschland elf Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft bestialisch.

Physische Gewalt gegen jüdische Schüler an deutschen Schulen geht mehrheitlich von ihren muslimischen Mitschülern aus

Physische Gewalt gegen jüdische Schüler an deutschen Schulen geht mehrheitlich von ihren muslimischen Mitschülern aus

Die Soziologin Julia Bernstein prangert die Bagatellisierung von antisemitischen Vorfällen an deutschen Schulen an und spricht von einer unzulässigen „pädagogischen Toleranz“, die eindeutig dazu führe, dass die Täter bewusst nicht bestraft und die Opfer vorsätzlich mit verantwortlich gemacht würden. Bezeichnend ist auch die weitgehende Untätigkeit der Schulbehörden und der bei anderen Anlässen lautstark agierenden Elternvertretungen. Hinzu kommt, dass die meisten öffentlich-rechtlichen Medien, in Übereinstimmung mit unserer links-grünen Politik, verschweigen, dass die größte antisemitische Gefahr der Gegenwart aus dem islamischen Milieu und von den hier bereitwilligst aufgenommenen islamischen Einwanderern kommt. (JR)

50 Jahre Olympia-Attentat: Muslimischer Wachmann zeigt israelischer Sport-Delegation den Hitlergruß

50 Jahre Olympia-Attentat: Muslimischer Wachmann zeigt israelischer Sport-Delegation den Hitlergruß

Am 5. September 1972 drangen arabische Terroristen des „Schwarzen September“ ins Quartier der israelischen Olympiamannschaft, nahmen die jüdischen Sportler als Geisel und töteten bis zum Ende der blutigen Befreiungsaktion alle. Die Gründe für das eklatante Versagen des deutschen Staates und der Polizeibehörden und die Ablehnung israelischer Mithilfe zur Befreiung der Geiseln werden wohl erst nach 2041 detailliert dargelegt werden können. So lange sollen die Akten, nach dem Wunsche der deutschen Regierung, unter Verschluss bleiben. 50 Jahre nach dem Attentat begrüßte unterdessen ein arabisch-stämmiger „Security-Mann“ israelische Besucher der Gedenkstätte des Mordgeschehens mit dem Hitlergruß. (JR)

Rolf Eden im Alter von 92 Jahren gestorben

Rolf Eden im Alter von 92 Jahren gestorben

Er fuhr Rolls-Royce, hatte sieben Kinder mit sieben Frauen, war ein Lebemann und Playboy und hat mit seinen Clubs das Nachtleben Berlins neu erschaffen: Rolf Shimon Eden. Mit 92 Jahren ist der jüdische Tausendsassa nun verstorben. Er hinterlässt eine bewegte Lebensgeschichte: Vor seiner Party-Zeit hat Eden 1948 als Soldat im arabisch-israelischen Krieg in der Einheit von Izchak Rabin gekämpft. (JR)

Die talentierte Frau Ataman: Eine Karriere zwischen Bundesregierung, Open Society und Muslimbruderschaft

Die talentierte Frau Ataman: Eine Karriere zwischen Bundesregierung, Open Society und Muslimbruderschaft

Die Karriere der neuen Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes Ferda Ataman, die Juden als „people of colour“ und Deutsche als „Kartoffeln“ bezeichnet, weist enge Verbindungen zu den linksradikalen No-Borders-NGOs des Israel-feindlichen Soros‘schen Open Society Netzwerks und der Muslimbruderschaft auf. (JR)

Judenhass bei Regenbogen-Parade in Berlin

Judenhass bei Regenbogen-Parade in Berlin

Auf der "Internationalistischen Queer Pride" in Berlin marschierten auch eindeutige Antisemiten und Israel-Hasser. Die Veranstaltung wurde u.a. von BDS-nahen Gruppen wie „Migrantifa Berlin“ und „Palestine Speaks“ mitorganisiert. Israelfeindliche Demonstranten skandierten lautstark "From the River to the Sea, Palestine will be free", was nichts anderes als die Auslöschung des jüdischen Staates bedeutet. (JR)

Antisemitische Angriffe auf die Achse des Guten

Antisemitische Angriffe auf die Achse des Guten

In einem Werbeboykott-Skandal gegen die „Achse des Guten“ versucht eine antisemitische Denunzianten-Gruppe anonymer Twitterer Henryk M. Broders regierungskritischen Blog wirtschaftlich und gesellschaftlich zu vernichten. Zu dem Boykottversuch sind inzwischen zwei Klagen anhängig. Bei einer geht es um die Frage, inwieweit staatliche Stellen einen Boykott gegen kritische Medien unterstützen dürfen. Auch der ausgerechnet einschlägig und nicht gerade pro-jüdisch auffällig gewordene Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume, hat seine Hände bei den Ränken gegen die Achse des Guten und Henryk M. Broder mit im Spiel. (JR)

Antisemitische Attacken auf den jüdischen Maler Cyrus Overbeck

Antisemitische Attacken auf den jüdischen Maler Cyrus Overbeck

Es ist ein Skandal für sich, dass bis jetzt kaum bekannt geworden ist, dass der Stadtrat der nordfriesischen Kleinstadt Esens erst 2011 Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft entzogen hat. Bei der Reichstagswahl vom 5. März 1933 hatte die NSDAP 56,8 % der Stimmen erzielt. Nachdem der deutsch-persisch-jüdische Künstler Cyrus Overbeck dort ein neonazistisches Netzwerk aufgedeckt hatte, bekam er den real-existierenden Rechtsextremismus hautnah zu spüren: Hassmails mit Gewaltdrohungen, das Fenster an seinem Atelier mit „Judensau“ beschmiert, tätliche Angriffe und gefährliche Manipulationen an seinem Auto bis zu Morddrohungen waren bis zu seinem derart erzwungenen Wegzug seine alltäglichen Begleiter. (JR)

Deutsch-Israelische-Gesellschaft: Von gecancelten Juden und dem Boykott unliebsamer Meinungen

Deutsch-Israelische-Gesellschaft: Von gecancelten Juden und dem Boykott unliebsamer Meinungen

Das neue Präsidium der DIG hat den Antrag mehrerer Gliederungen ihres Verbandes und des Jungen Forums (JuFo) abgelehnt und damit die Israel-freundlichen Vorträge des früheren Gesandten der Jewish Agency Yonatan Shay verhindert. Die Angelegenheit wirft viele Fragen auf die Struktur von Entscheidungsprozessen und Transparenz innerhalb der DIG. Überaus bedenklich sind die Auswahl von Referenten und die Rolle des Auswärtigen Amts als Geldgeber der Gesellschaft. Eine mehr als fragwürdige Rolle spielt dabei auch der gegenwärtige DIG-Präsident Volker Beck. (JR)

Kika-Moderator demonstriert mit Israel-Feinden

Kika-Moderator demonstriert mit Israel-Feinden

Hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon in der Vergangenheit erhebliche Probleme mit Israel-feindlicher bis antisemitischer Berichterstattung, mehren sich nun die Fälle um Mitarbeiter mit derartigen Einstellungen. Im August nahm beispielsweise der KiKa-Moderator Matondo Castlo an einer Israel-feindlichen Demonstration im Rahmen des sogenannten „Farkha-Festivals“ teil, das sich ganz besonders gegen Siedlungen im Westjordanland richtet. Dabei handelt es sich schon lange nicht mehr um Einzelfälle. (JR)

Vom Massenmord zur Massenware

Vom Massenmord zur Massenware

Die Inflation hat perfider Weise nun auch den Holocaust erreicht. Ohne Holocaust findet man heutzutage als Opfer einfach nicht mehr statt. Wer auch als Judenfeind was auf sich hält, klebt sich einen gelben Stern auf die Brust. So kann jeder seinen ganz privaten Holocaust beklagen. Mittlerweile geht der Trend sogar zum Zweitholocaust. Autor und Comedian Gerd Buurmann hat eine Liste mit den perfidesten Holocaust-Vergleichen erstellt. (JR)

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden