Antisemitische Angriffe auf die Achse des Guten

In einem Werbeboykott-Skandal gegen die „Achse des Guten“ versucht eine antisemitische Denunzianten-Gruppe anonymer Twitterer Henryk M. Broders regierungskritischen Blog wirtschaftlich und gesellschaftlich zu vernichten. Zu dem Boykottversuch sind inzwischen zwei Klagen anhängig. Bei einer geht es um die Frage, inwieweit staatliche Stellen einen Boykott gegen kritische Medien unterstützen dürfen. Auch der ausgerechnet einschlägig und nicht gerade pro-jüdisch auffällig gewordene Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume, hat seine Hände bei den Ränken gegen die Achse des Guten und Henryk M. Broder mit im Spiel. (JR)

Publizist und Buchautor Henryk M. Broder ist eine Institution des deutschen Journalismus© WIKIPEDIA

Von Simone Schermann und Wolfgang Kopf

Henryk Broder: „Wie soll ich es ohne Pathos, aber ganz konkret ausdrücken. Sagen wir es so, ich glaube ich schulde das meinen Eltern“

Der „Antisemitismusbeauftragte“ von Baden-Württemberg Michael Blume war Mitbetreiber der Twitter-Hetze judenfeindlicher Denunzianten gegen den deutsch-jüdischen Publizisten und Herausgeber von Achgut.

Mit dem klaren Verstoß gegen das staatliche Neutralitätsgebot soll der auf der Liste des Simone-Wiesenthal-Center auf Platz 7 der Antisemiten gelistete „Antisemitismusbeauftragte“ den Boykott von regierungskritischem Journalismus bejubelt haben, um der Achse des Guten die wirtschaftliche Basis zu entziehen.

Die Bekämpfung des Antisemitismus und das Gedenken sind zweierlei Seiten einer rostigen Medaille. Außer ein paar Wenigen, ihre Zahl liegt im Promillebereich, die es sicher gut meinen, ist es der Tummelplatz für Judenfeinde, Israelhasser, Iran- und Hamas-Versteher und handfesten Antisemiten. Gedenken und Antisemitismus-Bekämpfung sind die zwei Köpfe ein und derselben Hydra. Spätestens seit den Documenta-Judenfratzen aus dem Hause der judenfeindlichen Kulturstaatsministerin Claudia Roth und dem rigorosen Schweigen der Gedenkprofis in der Debatte um das Hass-Bild mit den Stürmer-Karikaturen auf der antisemitischen Kunst-Schau, lieferte das Business den allerletzten Beweis selbst dafür. Nicht einmal ein Zucken war in der Gedenkbranche zu verspüren. Nichts. Eiskaltes Desinteresse. Stille. So verhält es sich auch beim Antisemitismus gegen Juden wie ihn Henryk Broder gerade zu spüren bekommt. Von den am Staatstropf hängenden Antisemitismusbekämpfern gab es höchstens ein ängstliches raunen im Verborgenen.

Das Ende der Toleranz mit den Juden

Was die „Antisemiten-Documenta“ oder der Hass auf Henryk Broder und die „Achse“ in eindeutiger Gefährlichkeit zeigt: die BRD ist mal wieder am „Ende ihrer Toleranz mit den Juden“ angekommen.

Das Lessing’sche Toleranzdrama trug von Anbeginn sein Scheitern bereits in sich: „Der Jude wird verbrannt“ – ist der schauerliche Refrain im Stück und liest sich als Vorbote von Auschwitz, als Gleichnis der Vernichtungslager und der Barbarei der Nazis.

Der Theaterregisseur George Tabori demontierte daher zurecht die „Toleranzparabel“ Lessings, die für ihn nichts als die Wurzel für die vollständige Eliminierung jeglicher jüdischen Andersartigkeit war. Tabori zeigte die Absurdität der ab dem 18. Jahrhundert durch „Nathan der Weise“ propagierten „Menschenliebe“ und machte Nathan in seinem Theaterstück „Nathans Tod“ zum ersten Mal auf einer Bühne zu einem echten Juden. Nathan wird zum Helden der in Jahrhunderten durchlittenen Barbarei, als Tabori ihn jämmerlich sterben lässt, mit den Worten: „Bist nicht der Einzige, der krepieren muss. Auf allen Vieren, wie ein Tier.“

Unter Hitler waren die Juden wieder zurück ins Ghetto gekommen, die Aufklärung war hier gescheitert, die europäischen Juden erlitten das Schicksal von Nathans sieben Söhnen und das Märchen von der Toleranz wurde Wirklichkeit: „Tut nichts! Der Jude wird verbrannt“ – ruft der Tempelherr in Lessings dramatischem Gedicht. Der Humanismus war auf dem Sterbebett der Toleranz verbrannt worden und endete unerbittlich in den Krematorien der Nazis. Vorbei mit der Toleranz: der Duldung!

Die neuen Inquisitoren von heute wollen endlich den Zahltag für ihre „Erinnerungsanstrengungen“ sehen und ihre eigene „Wiedergutwerdung“ begehen. Komme was wolle. Der Jude ist da nur ein Störenfried.

Die Erinnerungsweltmeister, die bildungssatten Vergangenheitsverarbeiter, servilen Antisemitismusbekämpfer und Gesinnungsschnüffler wollen den Endsieg, bei dem sie unter dem größten Zivilisationsbruch endlich den Schlussstrich zu ziehen gedenken. Im Endspurt einer geschichtsvergessenen „Selbst“- Entnazifizierung inbegriffen, wollen diese Inquisitoren nun die längst überfällige Rechtsradikalisierung und „Nazifizierung“ der Juden und Israels erreichen. Unter geiferndem Juden- und Israelhass üben sie sich in neuersehnter Redlichkeit, selbstinszenierter, „toleranter“ Widerinstandsetzung einer staatlich-verlogenen Gesinnung, um nach dem vor 80 Jahren begangenen Horror still und leise zum Hohelied der „Toleranz“ zurückzukehren, das schon einmal gescheitert ist. Nach dem Motto: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Besser gesagt: Und wenn sie nicht vergast und verbrannt wurden, dann sollten sie Toleranz zeigen!

Staatlich subventionierte Judenfeine

Und täglich, wie in einem Zeitraffer, als drücke man auf eine Schnelllauftaste, wird der Ton in diesem Land gegenüber Juden stetig rauer, hasserfüllter und wird von staatlich subventionierten Judenfeinden und ihrem linksgrünen Twitter-Mob dominiert. „Antisemitismusbeauftragte“ und deren antisemitischen Twitter-Kumpane agieren wie staatliche Großinquisitoren.

Während Claudia Roth Steuergeld auf der Documenta zu Dreck verarbeitet hat, hält Lars Wienand, Redakteur von T-Online es „für nachvollziehbar,“ dass Menschen wie Benjamin Weinthal (Jerusalem Post) und Henryk Broder Schaden für die Antisemitismusbekämpfeng anrichten.“ Dass Juden wie Henryk Broder nun schuld am Antisemitismus sein sollen, ist nun wirklich nicht neu. Auch dass sie der „Bekämpfung“ schaden nicht.

Die Meinungsfreiheit ist längst auf dem Scheiterhaufen der Hexenverbrennung gelandet. Und der „Jude wird verbrannt!“ - in den sozialen Medien, wenn er nicht zu Kreuze kriecht, wenn er die Regierung kritisiert und die bigotte „gute Absicht“ der Antisemitismusbekämpfung hinter der Post-Auschwitz- Heuchelei und dem Nichts-Tun für die verbliebenen, noch nicht ausgewanderten Juden, anprangert. Wenn Journalisten von Achgut das Scheitern des Landes an der Wahrheit messen, wird aus der Toleranz ganz schnell wieder Intoleranz, aus der Utopie wird Realität, aus dem Toleranzgedanken wird zu guter Letzt einfach nur Hass und Hetze.

So versuchte ein linkes Netzwerk anonymer Denunzianten mit den Methoden einer Hexenjagd auf Twitter dem Blog „Achse des Guten“ wirtschaftlich und gesellschaftlich den Garaus zu machen, indem Werbeeinspielungen beendet werden sollten, um dem regierungskritischen Medium die finanzielle Grundlage zu kappen.

Die Aktion begann Anfang Juli, als ein anonymer Twitterer namens „Wahnsager“ die Firma Audi aufrief, nicht mehr auf Achgut.com zu werben, woraufhin sich ein Twitter-Mob formierte. Auf die persönliche Nachfrage des Herausgebers Henryk Broder berief sich eine Mitarbeiterin auf „Exklusionslisten“ des VW-Konzerns und dankte dem Denunzianten „Wahnsager“ für die „Hinweise.“ (achgut-artikel vom 29. 06.2022). Das Social-Media-Team stellte die Anzeigen mit der Begründung ein, man habe „Blacklists,“ auf denen über „Inklusion und Exklusion“ entschieden würde, so Henryk Broder auch in „Durchsicht: Eine Grundsatz-Frage vor Gericht“ vom 18.07. 2022 auf dem Blog der Achse.

Antisemitischer Domino-Effekt

Zehn größere Unternehmen, so erzählte Broder in der Weltwoche.ch, kündigten ihre Anzeigenschaltung. Audi versprach dem anonymen Denunzianten, seine „Exklusionslisten“ im Hinblick auf Achtgut zu „überarbeiten.“ Ein Verleumder schrieb: „wisst ihr nicht, dass Broder ein Antisemit und Verschwörungstheoretiker ist,“ was angesichts der jüdischen Herkunft von Henry Broder besonders perfide ist.

Die neue Qualität, so Mitherausgeber Fabian Nicolay, ist, dass die Boykottkampagne offen antisemitisch agiert. Wenn die Denunzianten mit dem Satz beginnen: „Der Jude Broder…“ oder dass „es gut sei, wenn man wisse, ob Juden hinter den Nachrichten steckten.“ Eine Twitter-Kollage zeigte Broder, beim Anrühren einer Giftsuppe, mit den Zutaten „Lüge,“ „Beleidigung,“ „Hass“ und „Hetze.“ Der Rührstab betitelte ihn als „Nazi.“ Ein Originalbild des Stürmers zeigt wiederum einen Juden mit Hakennase als einen der „Judenpresse“ angehörenden Giftmischer. Wesentliche Teile der Hassnachrichten enthielten offen antisemitische Ressentiments und wurden vom Landesbeauftragten für Antisemitismus Michael Blume geliked. Die massive Beteiligung des „Antisemitismusbeauftragten,“ der im Gleichschritt mit dem Twitter-Mob marschierte und deren Gift mitverspritzte, ist schockierend.

Die Zensur-Kampagne hatte einen deutschen Staatsbeamten als Zugpferd, dessen „Steckenpferd“ Verschwörungstheorien sind – vor allem diejenigen, die er selbst verbreitet.

Mit der sprachlichen Entgleisung „Exklusionslisten“ zu haben bediente sich Audi eines allzu bekannten Jargons, als wäre die Selektion wieder deutsche Alltäglichkeit. Die Anzeigenkunden wurden zu Selektionsvollstreckern einer antisemitischen, feigen und konzertiert agierenden Denunzianten-Truppe. Die Unternehmen gehen nicht nur vor einem erzwungenen Gesinnungsdruck in die Knie, sie sind Kollaborateure und Handlanger dabei, Kritiker auszugrenzen, beteiligen sich an der Zerstörung der freien Rede, angstachelt durch waschechte Antisemiten, denen sie auch noch danken.

Antisemitismusbeauftragter mit antisemitischen Anwandlungen

Der „Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg“ wurde bereits 2021 vom Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles unter die Top 10 der Antisemiten-Liste aufgenommen. Blume war wegen „antisemitischen und antiisraelischen Aktivitäten in sozialen Medien“ unangenehm aufgefallen, so die Achse und Jerusalem Post. In seinen Attacken auf die jüdische Konservative Malca Goldstein-Wolf brachte Blume die pro Israel- Aktivistin in Verbindung mit Verschwörungstheoretikern und Rassisten. Blume scheut vor Schoah-Verharmlosungen nicht zurück und verglich Frau Wolf mit Adolf Eichmann, während er selbst Facebook-Posts liked, „die Zionisten, Nazis und Radikale“ zusammen in einen Topf schmeißen. Goldstein-Wolf hatte ihn 2019 kritisiert, weil er Veranstaltungen mit der Gruppe „JUMA“ organisiert hatte, die von einem radikalen Imam begründet wurde.

Die Liste der antisemitischen Ausfälle Blumes ist lang. Auf Twitter verbreitete er die antisemitische Karikatur eines „Palästina-Portal“ über den israelischen Journalisten Benjamin Weinthal. Die antisemitische Bildsprache, die den Missbrauch der Israelflagge zeigte, retweetete Blume sogar. Man muss sich das einmal vorstellen, ein Antisemitismusbeauftragter beteiligt sich am Juden- und Israelhass eines antisemitischen Portals: „(…) Israel ein Staat ist, der ethnische Säuberungen betreibt.“ Zudem sind antisemitische Auswürfe und Verschwörungsmythen des Portals im Umlauf, die Broder, Weinthal „und die gesamte Israellobby“ als „bezahlte Manipulateuere der israelischen Regierung“ betitelten. (Achgut)

In einem Interview mit dem DLF spricht Blume, der offenbar keine Kritik erträgt, am 10. Februar 2022 von „rechtsextremen Menschen in den jüdischen Gemeinden.“ Dass ein Antisemitismusbeauftragter kritische Juden öffentlich „rechtsextrem“ nennt, ist ein Skandal.

Twitter-Analysen zeigen, dass Blume mit seinem offiziellen Konto @beauftragtgg und seinem Privatkonto @BlumeEvolution, also als Staatsbeamter und als öffentliche Person, im Zentrum der Kampagne agierte, wie Boris Reitschuster schreibt. Der Skandal-Landesbeauftragte liked mehrfach gemeinsam mit dem antisemitischen Meldemob Posts auf Twitter und verstieg sich dazu, die Absage von Friedrich Merz von seinem Twitter-Account als Landesbeauftragter, also als „staatlicher Inquisitor“ zu begrüßen. Der CDU-Vorsitzende Merz hatte seine Teilnahme bei einer Konferenz in Berlin kürzlich mit der „Begründung“ abgesagt, weil dort auch der Journalist Henryk Broder sprechen sollte.

In „Durchsicht“ vom 18.07 2022 auf Achgut.com sieht man wie Blume in seiner Funktion als Landesbeauftragter auf offiziellen Kanälen staatlicher Stellen „in verfassungswidriger Weise“ den Boykott gegen die Achse und den Entzug finanzieller Grundlagen begrüßt. Er schreibt auf dem Twitteraccount des Landes Baden-Württemberg über Achgut: „Viele Autoren vertreten rassistische und demokratiefeindliche Positionen. Die Finanzierung von Verschwörungsmythen durch die Wirtschaft muss dringend ein Ende haben.“

Hier diffamiert ein Staatsbeamter mit den Mitteln des Staates freie Medien in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat, sodass eine Klage der Achse nun klären soll, ob Blume mit einem Regierungsprofil auf Twitter in „elementare Grundrechte eingreifen darf und die freie Presse in ihrer Finanzierung boykottieren darf, weil ihm die Artikel dort nicht gefallen“, so Joachim Steinhöfel.

Mit jüdischer Literatur und Humor gegen den Hass

Der jüdische Bühnenautor, Feuilletonist, und Politiker Theodor Herzl und der jüdische Autor, Schriftsteller und Kritiker Henryk Broder haben so manche Gemeinsamkeiten. Sie sind mit der Begabung einer scharfzüngig-spitzen Feder beschenkt, mit der sie Missstände in Gesellschaft und Politik auf herausragende Art darstellen können. Es sind Juden, die ihre „jüdische Sensibilität“ – ihr jüdisches Selbstverständnis - in ihren literarischen Arbeiten fulminant zum Ausdruck bringen. Man könnte leise hinzufügen, sie sind Getriebene ihrer Zeit.

Vom furiosen Judenhass bedrängt, haben sie diesen niedergeschrieben und die Welt mit ihrer Literatur bereichert und geprägt. Das Aufschreiben der Bedrohungen, denen Juden ausgesetzt waren und sind, scheint eine konstante in ihrem Leben geworden zu sein, sodass die Literatur ihnen an und für sich zur Heimat geworden ist und ihre Publikationen mehr als nur Literatur sind. Es ist explizit jüdische Literatur. Der Humor und jüdische Scharfsinn eines Henryk Broder sind mit der ironisch-pointierten Schreibweise von Theodor Herzl durchaus vergleichbar und umgekehrt. Ihr Schrifttum ist so etwas wie ein Ort jüdischen Widerstands und Selbstverteidigung, der Opposition und Rebellion, eine Escape-Strategie aus dem alltäglichen Wahnsinn, eine Emigration ins geschriebene Wort, ein Akt des Überlebens, der Tragik und des Lachens, der Ironie und Satire. Jewish Survival durch jüdische Kreativität, ohne die unsere Welt eine Ärmere wäre. Beide Männer sind Outlaws und Ausgestoßene ihrer Zeit, sind wegen ihrer Jüdischkeit und Ehrlichkeit verhasst, weil sie den Finger in die Wunden ihrer Zeit legen.

In der Einleitung zu seiner Staatsschrift „Der Judenstaat“ schreibt Theodor Herzl über den Vorwurf, er würde den Antisemiten zu Hilfe kommen, wenn er die Juden „ein Volk nenne.“ Ein zionistischer Freund sagt über dessen Engagement im Zionismus im November 1895: „die Juden werden ihnen missmuthiger zuhören, als die Christen. Sie werden der Ehrenantisemit werden!“

Das nathansche Toleranzmärchen, das Lieblingsmärchen der Deutschen, ist schon in der Schoah zur Horrorstory geworden. Unter der Neuinszenierung selbstverliebter und korrumpierter „Antisemitismusbekämpfer“ die als Großinquisitoren des Staates auftreten, erleben wir heute eine beängstigende Fortsetzung. Gerade durch den Missbrauch vermeintlich „guter Intentionen“ endet Ideologie heute wieder in Übergriffigkeit, Demütigung und sprachlicher Gewalt. Wenn ein „Antisemitismusbeauftragter“ letztlich die Exklusion des Sohnes und Nachfahren von Holocaustüberlebenden einfordert und mit einem antisemitischen Mob kollaboriert, dann besitzen staatlicher Fanatismus und Machtkalkül wieder die Fähigkeit zur Barbarei und zu einer Herrschaft des Schreckens.

Andersdenkende sollen von staatlichen Großinquisitoren „im Kampf gegen Antisemitismus“ mundtot gemacht werden - die selbst toleranzlos und identitätslos sind – und davor nicht zurückschrecken, kritische Juden zu diffamieren und als Rassisten zu bezeichnen; angestachelt durch Macht- und Geldrausch.

Beim Anstieg des Antisemitismus macht sich der Staatsbedienstete Blume so zum geistigen und aktiven Mittäter, weil er sich mit einem antisemitischen Twitter-Mob solidarisierte, der im Netz Verschwörungstheorien verbreitete, um die Webseite des führenden jüdischen Intellektuellen Henryk Broder zu zerstören.

Besonders ekelerregend ist, dass er seine Parteilichkeit verwendet um seine blasierten Ideologien, bei denen er mit dem Leid von Juden seine Laufbahn befeuert, unter der obersten Priorität verfolgt, die Politik-Propaganda der Bundesregierung schonungslos zu vermarkten.

Unerwähnt lässt Blume die hasserfüllten Texte der Rapper des von ihm unterstützten Vereins JUMA, die mit hübsch verpackten Euphemismen die Vernichtung des Staates Israel besingen.

Scherbenhaufen der Meinungsfreiheit

Wenn er als deutscher Beamter die Forderung artikuliert, für bestimmte Gruppen oder Medien einen Werbeboykott zu fordern, stehen wir bereits vor dem Scherbenhaufen der Meinungsfreiheit. Offenbar hat man vor, kritischer Presse das Licht auszublasen. Welche Ideale waren wohl hier am Werk? Und wann sind nach Henryk Broder, Malca Goldstein-Wolf und Benjamin Weinthal die anderen Juden dran?

Wird man für Juden Regeln des Umgangs einfordern, wenn sie in den sozialen Medien zu Israel stehen? Oder wird sich Michael Blume gemeinsam mit JUMA und Twitter eine Vorgehensweise gegen freie Medien überlegen? Wessen Meinungsfreiheit geht es als nächstes an den Kragen?

Und warum will ein „Antisemitismusbeauftragter“ die Pressefreiheit auf dem Sterbebett der Intoleranz brennen sehen?

Auf die Frage, ob er seine Taten bereue, sagte Adolf Eichmann einst: „Mein Gewissen ist völlig rein“. Er habe niemanden getötet und „nur Anweisungen von oben befolgt“. Eichmann war ein deutscher Beamter par excellence, ein gewissenhafter Organisator und Massenmörder, der seinen Handlungsspielraum nutzte. So sagte er: „Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ein Trottel gewesen, sondern ich habe mitgedacht, ich war ein Idealist gewesen.“

Wo Menschen einst brannten, werden auch Bücher und Meinungen wieder brennen. Das Pogrom von heute ist die Hexenjagd auf Henryk Broder und die Achse des Guten, mitgetragen durch Michael Blume.

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