Unter linker Schirmherrschaft: Antiisraelische Polemik zum Nakba-Tag

Bei antiisraelischen Protesten werden auch Kinder für den Hass instrumentalisiert

Die BDS-Bewegung findet Zugang zu jungen Leuten über vermeintliche Kultur-, Sozialarbeit und sogenannte „dekoloniale“-Bewegungen, auch mit klarer Verbindung zum politischen Islam. In Berlin Neukölln trafen sich einschlägige linksausgerichtete Agitatoren zum anti-israelischen Auftritt mit einem sogenannten Nakba-„Zeitzeugen“. Dabei wurden unverhohlen und vollkommen unwidersprochen eindeutig Israel- und judenfeindliche Narrative bedient. (JR)

Von Paul Möllers

Phil von den "Left Internationals Berlin" hüpft aufgeregt auf und ab, er möchte „Freundinnen und Freunde“ aus der Community „herbeimobilisieren“ – das Verbot der geplanten „Nakba“-Demos müsse sich doch umgehen lassen, zur Not deklariere man die Demos als „Meinungsfreiheitsdemos“. Allerdings: Viele Flaggen und Keffiyehs, auch „Pali-Tücher“ genannt, müssten schon zu sehen sein.

Aber, warnt Sindyan Qasem, so wichtig es sei, die Community und die Flüchtlinge einzubeziehen, so wichtig wäre auch, "die palästinensische Jugend" erst weiterzubilden, "Demo-tauglich" zu machen. Denn es sei ja tatsächlich zu antisemitischen und rassistischen Aussagen gekommen, auch bereits bei den Demos im letzten Jahr.

Das sollte der einzige Moment sein, an dem so etwas wie Realitätssinn aufschien bei dieser Veranstaltung – das „Oyoun“, ein Ort für „dekoloniale und queer*feministische Perspektiven“, war gut besucht, versammelt die Berliner Prominenz der antiisraelischen BDS-Bewegung. Ramsis Kilani, Majed Abusalama und ein Aktivist names Qasem waren da, u.a. aktiv für „Palästina spricht“, Anmelder auch von Demos, auf denen es in den letzten Wochen zu antiisraelischen und antisemitischen Sprechchören gekommen war, sogar Journalisten als „Drecksjude“ beschimpft wurden. Außerdem war der bekannte „israelkritische“ Kern der Neuköllner LINKEN anwesend, der Anwalt Ahmed Abed, der schon BDS rechtlich vertrat, sowie Ferat Ali Kocak. Als Gast war Christine Buchholz gekommen, langjährige, nun ehemalige Bundestagsabgeordnete der LINKEN mit bekanntlich großem Herz für islamistische Akteure und „Narrative“ - gegen das Neutralitätsgesetz und für robuste „Israelkritik“.

Entsprechend vernahm man also kämpferisches Vokabular, unzählige Male wurden die „Repressionen“ beklagt und der "antipalästinensische Rassismus", unter dem die „Palästinenser“ in Deutschland litten.

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