Zunehmende linke Ideologisierung gefährdet den Fortbestand der jüdischen Identität des Staates Israel

Die demographische Entwicklung spricht für eine stabile jüdische Bevölkerungsmehrheit in Israel. Doch eine jüdische Mehrheit allein scheint heute keinesfalls mehr auszureichen, um den Fortbestand des jüdischen Staates Israel zu gewährleisten. (JR)

Wie lange wird Israel seine jüdische Identität halten können?© AFP

Von Caroline Glick/Israel Hayom

Nachdem ihr Anspruch, das Friedenslager zu sein, nach hundert Selbstmordattentaten in eine Million Stücke auseinandergebrochen war, erfand sich Israels Linke als zionistisches Lager neu. Ihr Plan, Judäa und Samaria zu verlassen und Jerusalem zu teilen, blieb unverändert bestehen. Doch das wurde nicht als Friedensplan umgelabelt, sondern als Mittel zum Schutz der jüdischen Identität Israels angesichts der tödlichen Bedrohung durch den palästinensischen Schoß.

Innerhalb von ein, zwei Jahren oder ein, zwei Jahrzehnten, so warnte die Linke, würden die Juden ihre zahlenmäßige Mehrheit gegenüber den Arabern verlieren, wenn Israel seine Kontrolle über seine strategische Tiefe, seine vereinte Hauptstadt und sein historisches Kernland behalten würde. Und an diesem Punkt stünde Israel vor der Wahl, ein nichtjüdischer oder ein nichtdemokratischer Staat zu werden. Aus diesem Grund ist jeder, der fordert, israelisches Recht auf das Gesamte oder auf Teile von Judäa und Samaria anzuwenden und Jerusalem als ungeteilte Stadt zu erhalten, ein Antizionist, ein Faschist oder beides.

Glücklicherweise entpuppte sich die demografische Zeitbombe ebenso als Blindgänger, wie sich der Friedensprozess als Bombe erwies. Wie die Ende 2021 vom zentralen Amt für Statistik veröffentlichten Bevölkerungsdaten zeigen, ist Israels jüdische Mehrheit massiv und wachsend.

In Israel leben 6,98 Millionen Juden. Sie machen 73,9 % der israelischen Bürger aus. Mit Nichtjuden, die soziologisch mit der jüdischen Mehrheit verbunden sind (russische Einwanderer, die nach jüdischem Recht keine Juden sind, und andere Minderheitengruppen), sind 80 % der israelischen Bürger Juden.

Jüdische israelische Frauen haben im Durchschnitt mehr Kinder als muslimische israelische Frauen und muslimische palästinensische Frauen in Judäa und Samaria. Die Aliyah-Raten nach Israel bleiben hoch und übertreffen die Auswanderungsraten bei weitem. Diese Daten zeigen, dass Israels jüdische Mehrheit nicht nur stabil ist, sondern wächst. Wie der Demograf und ehemalige Botschafter Yoram Ettinger durch wiederholte Analysen palästinensischer Geburts-, Todes- und Auswanderungsdaten im letzten Jahrzehnt bewiesen hat, würde die jüdische Mehrheit natürlich reduziert, wenn die palästinensischen Araber in Judäa und Samaria in die Bevölkerungszahl Israels aufgenommen werden. Aber sie wäre nicht gefährdet. Unter diesem Szenario würden Juden 63 % der israelischen Bürger ausmachen. Weit davon entfernt, eine Bedrohung für Israels jüdische Identität zu sein, ist die Demographie ein Schutz für Israels jüdischen Charakter.

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