Israel hilft deutschen Flutopfern

Einer der freiwilligen israelischen Retter berichtet von der erfolgreichen Suche nach einem deutschen Opfer, das fünf Tage lang verschollen war (JR).

Zerstörungen in Bad Neuenahr im August 2021© Ina Fassbender / AFP

Von David Lazarus

Daniel Cohen, ein Fotograf, der für „Israel Heute“ gearbeitet hat, erzählte uns von seiner Arbeit in Belgien und Deutschland, um den Flutopfern zu helfen. Cohen arbeitet ehrenamtlich für „Retter ohne Grenzen“, eine israelische Initiative, die von Freiwilligen geleitet wird, die in Gebieten, die von Naturkatastrophen betroffen sind, Rettung und medizinische Hilfe leisten.

Hier ist Daniels Geschichte:

„Wir erhielten den Anruf am Freitagabend kurz vor dem Schabbat. Am Sonntag flog unser Team nach Deutschland und Belgien. Wir verteilten uns in den deutschen Dörfern entlang des Flusses, wo die Überschwemmungen am schlimmsten waren, und halfen den Menschen, in die örtlichen Krankenhäuser zu gelangen. Wir bargen auch viele Leichen und halfen dabei, sie zu ihren Familien und Freunden zu bringen, damit sie ein angemessenes Begräbnis erhalten und die Erinnerung an ihre Angehörigen bewahren konnten.

Wir blieben in Walporzheim, Ahrweiler und Bad Neuenahr, wo wir dabei halfen, Häuser zu säubern, Hunderte von Menschen, die nichts mehr hatten, mit Lebensmitteln und Wasser zu versorgen und bei vielen medizinischen Fragen zu helfen. Unsere Teams setzen sich aus Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern sowie Hilfskräften zusammen.

Uns wurde gesagt, dass eine Frau seit 5 Tagen vermisst wird. Niemand wusste, wo sie war, nicht einmal ihre Adresse, nur die Gegend, in der sie lebte. Als die Leute sahen, dass wir aus Israel kamen, sagten sie uns, sie wüssten, dass diese Frau eine Freundin aus Tel Aviv in Israel habe. Sie nannten ihren Namen, und wir konnten ihre Telefonnummer herausfinden. Wir riefen sie an und sie gab uns die Adresse ihrer deutschen Freundin.

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