Am Ende bleibt Bin Laden der Sieger: Unsere freiheitlich-westliche Art zu leben haben wir längst geändert

Der planlose Rückzug aus Afghanistan ist nur das sichtbarste Zeichen der Kapitulation des Westens. 20 Jahre nach 9/11 läuft die islamische Übernahme Westeuropas und Nordamerikas auf vollen Touren, linke Parteien paktieren mit Islamisten und Meinungsfreiheit wird mit dem Vorwurf der „Islamophobie“ eingeschränkt (JR).

Tot, aber dennoch erfolgreich: Osama bin Laden hat mehr erreicht als es sich der Westen eingestehen will.© AFP

Von Lukas Mihr

Vor 20 Jahren ereigneten sich die verheerenden Terroranschläge vom 11. September 2001. Knapp 3.000 Menschen starben beim Angriff auf das World Trade Center und das Pentagon. Der Westen war verwundet, aber gab sich trotzig. Wenige Wochen später begann der „Krieg gegen den Terror“ mit dem Einmarsch der US-Armee in Afghanistan. Erst im vergangenen Monat konnten die Taliban das Land zurückerobern, nachdem die Amerikaner ihre Truppen abgezogen hatten. Der Westen stand ähnlich blamiert da wie nach der Niederlage in Vietnam.

Beim Hören mancher Nachrichten stellt sich ein Déjà-vu ein. Die Nachbarländer Usbekistan und Tadschikistan fürchten eine Invasion der Taliban und versichern sich der Rückendeckung durch Moskau. Ganz ähnliche Schlagzeilen konnte man auch schon vor 20 Jahren vernehmen.

Fast ist es, als hätte die Geschichte eine Pause eingelegt, um nun an der gleichen Stelle ungehindert weiterzulaufen. Noch im Sommer 2001 war von einer Auseinandersetzung mit dem Islam nichts zu spüren. Im „Spiegel“ war damals zu lesen, dass ein Weltraumkrieg zwischen den USA und China drohe. Während der Westen für zwei Jahrzehnte seine Kräfte im islamischen Raum erschöpfte, nahm die Machtfülle des Reichs der Mitte unaufhaltsam zu. Gut möglich, dass bald der Pazifikraum mehr Schlagzeilen generiert als der Nahe Osten.

Osama bin Laden, der die Anschläge damals orchestriert hatte, ist mittlerweile schon seit 10 Jahren tot. Doch inzwischen steht er nicht als Verlierer, sondern als Sieger da. Dabei hatte der Westen sich doch kämpferisch gezeigt. Berühmt geworden sind die Worte des US-Präsidenten George W. Bush: „Entweder seid ihr auf unserer Seite, oder auf der Seite der Terroristen!“

Auch der „Spiegel“ hatte sich damals ungewöhnlich scharf gegen Terrorismus ausgesprochen:

„Wir werden unsere Art zu leben nicht ändern. Und erst recht nicht, wenn uns ein paar mittelalterliche Fundamentalisten, die ihre Frauen verschleiern und zu Hause einsperren, dazu zwingen wollen.“

Der Westen gibt auf

Mittlerweile zeigt sich aber: Wir haben unsere Art, zu leben, geändert. Der Westen unterwirft sich mehr und mehr dem Islam. Der Terror hat sein Ziel erreicht: die Bevölkerung zu verängstigen und ihr vorauseilenden Gehorsam aufzuerlegen.

Erst kürzlich wurde auf Befehl des neuen US-Präsidenten Joseph Biden der Taliban-Kommandant, der die Sprengung der berühmten afghanischen Buddha-Statuen angeordnet hatte, aus Guantanamo Bay entlassen. Er ist jung genug, um erneut Truppen in die Schlacht zu führen.

Schon vor vielen Jahren forderten SPD-Chef Kurt Beck und Jürgen Trittin eine Machtbeteiligung „moderater Taliban.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollte zwar den Mullahs im Iran zur islamischen Revolution gratulieren, aber nicht dem frischgewählten US-Präsidenten Donald Trump.

Beim „Spiegel“ ist der Kompass anscheinend vollends verrutscht. Nach dem Tod bin Ladens sah man das Ende des Terrorismus gekommen, was spätestens mit dem Aufstieg des Islamischen Staats ad absurdum geführt wurde. Gleichzeitig war aber auch zu lesen, dass eine militärische Zerschlagung des Kalifats zu einer Radikalisierung führen könne. Würde die Terrormiliz in den Untergrund gedrängt, könne sie umso stärker zurückkehren. Soll das also heißen, dass der Islamische Staat, der in seinem Herrschaftsbereich Steuern eintreiben und Öl fördern konnte, sein Territorium besser nie verloren hätte?

Der Islam gehört zu Deutschland

Auf die militärische Niederlage der USA im Irak und in Afghanistan folgt die politische Niederlage. Und diese spielt sich nicht tausende Kilometer entfernt, sondern direkt vor unserer Haustür ab.

2010 erklärte Bundespräsident Christian Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland!“ Fünf Jahre später schloss sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dieser Formel an. Ein Jahr darauf beruhigte sie Bürger, die Anschläge fürchteten. Man müsse eben zur Blockflöte greifen und Weihnachtslieder anstimmen, um die christlichen Werte zu bewahren. Einige Wochen später zeigte Anis Amri auf dem Berliner Breitscheidplatz, wie naiv derartige Vorstellungen sind. Aber für Merkel war klar: Terrorismus habe nichts mit Religion zu tun, sondern sei ganz im Gegenteil „Gotteslästerung“.

Österreichs Präsident Alexander van der Bellen schlug vor, dass alle Frauen Kopftuch tragen sollten, um ihre Solidarität mit diskriminierten Muslimas auszudrücken, und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern verschleierte sich auf einer Gedenkveranstaltung für einen rechtsgerichteten Mordanschlag auf eine Moscheegemeinde.

Verschleiernde Sprache

Auch weitere westliche Politiker vermeiden Klartext. US-Präsident Barack Obama erklärte, eben nicht vom „islamischen Terrorismus“ zu sprechen. Der Islamische Staat habe den Islam „pervertiert“ und er wolle ihm keine „Bestätigung“ geben. Zudem sollten die USA keine islamischen Verbündeten vor den Kopf stoßen. Umgekehrt wollten weder Obama, Hillary Clinton noch andere hochrangige Demokraten die Toten der Osteranschläge 2019 auf Sri Lanka als „Christen“ bezeichnen.

Der britische Premier David Cameron und der französische Präsident François Hollande verwendeten in ihren Reden das arabische Akronym „Daesh“ für den Islamischen Staat – eben um das Wort „islamisch“ nicht aussprechen zu müssen. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi verwehrte sich dagegen, den Islamischen Staat als „radikal-islamisch“ zu bezeichnen. Dies sei außerdem keine negative Bezeichnung, sondern könne ebenso wie „strenggläubig katholisch“ auch eine friedliche Glaubensauslegung bedeuten. Und Terrorfürst Abu Bakr al-Baghdadi, der dem IS vorgestanden hatte, wurde nach seinem Tod von der „Washington Post“ als „strenger Religionsgelehrter“ bezeichnet.

Die Sprachverrenkungen nehmen immer neue und zum Teil auch amüsante Formen an. So hieß es über Ausschreitungen in Stuttgart im vergangenen Jahr, die Täter entstammten der „Party- und Eventszene“. Ein Mob, der im Zuge der jüngsten Eskalation im Nahostkonflikt antisemitische Parolen verbreitete, bestand laut dem Berliner Innensenator Andreas Geisel aus „erlebnisorientierten Jugendlichen“. Aus welchem Kulturkreis die Corona-Patienten mit „Kommunikationsbarriere“ stammten, dürfte auch jedem aufmerksamen Bürger klar gewesen sein. Und ein Grünen-Politiker warnte erst im Juli, dass von „aufgepumpten Autoposern“ eine Gefahr für Homosexuelle ausgehe.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen: Von Mainz bis Rotherham

Erst kürzlich wurde berichtet, dass sich in Deutschland mittlerweile 700 Gruppenvergewaltigungen pro Jahr ereignen. Die Täter sind zur Hälfte Ausländer, darunter häufig Afghanen, Iraker und Syrer. Der tatsächliche Ausländeranteil dürfte noch höher liegen, da Araber mit deutscher Staatsangehörigkeit als Deutsche gelten. Eine solche Umdeklarierung erfolgt nicht nur durch staatliche Stellen, sondern auch durch Journalisten. Vor zwei Jahren berichteten die Medien, vier Deutsche hätten auf Mallorca eine Frau vergewaltigt. Die Vornamen der Tatverdächtigen: Serhat, Azad, Yakub und Baran.

Als großer Tiefpunkt des deutschen Journalismus wird wohl immer die Kölner Silvesternacht 2015 gelten. Damals hatten hunderte nordafrikanische Männer Frauen auf der Domplatte sexuell belästigt. Erst mit mehreren Tagen Verspätung griffen die Medien das Thema auf – und nur, weil sie durch wütende User in den sozialen Netzwerken und Berichterstattung durch die alternativen Medien unter Druck gesetzt worden waren. Anne Wizorek, die 2013 auf sexuelle Gewalt aufmerksam gemacht hatte, relativierte die Vorgänge. Köln werde für rassistische Hetze instrumentalisiert und auch auf dem Oktoberfest käme es zu Belästigungen durch weiße Männer. Der Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker fiel nur ein, Frauen sollten bei Massenveranstaltungen besser eine „Armlänge Abstand“ zu verdächtigen Personen halten.

Der AfD-Politiker Thomas Seitz, der der von einem Syrer vergewaltigten und ermordeten Jüdin Susanna Feldmann gedenken wollte, wurde von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth des Rednerpults verwiesen.

Und erst vor wenigen Wochen wollte ausgerechnet die Berliner Integrationsministerin Elke Breitenbach den Ehrenmord an einer Afghanin nicht als solchen anerkennen, sondern sprach von einem Integrationsproblem, das alle Männer betreffe.

Auch deutsche Gerichte zeigen zunehmend Verständnis für brutale Morde an Frauen. Da heißt es dann, dass der Täter sich „aufgrund seiner kulturellen und religiösen Herkunft in einer Zwangslage befunden“ habe.

Auch in England drücken die Behörden gern ein Auge zu. In der Stadt Rotherham wurden über Jahre hinweg etwa 1.400 junge Frauen von pakistanischen Gangs vergewaltigt oder zur Prostitution gezwungen. Doch die Polizei fürchtete Rassismusvorwürfe und ermittelte nur schleppend. Wie sich zeigte, spielten sich ähnliche Fälle auch in anderen Städten ab.

Feindliche Übernahme

Durch den gewachsenen islamischen Bevölkerungsanteil drängen immer mehr Migranten in die gesellschaftlichen Eliten. Dies könnte im Prinzip sogar etwas Positives sein – wenn es sich denn um gut integrierte Vorbilder handelte. Doch weit gefehlt!

Eine Integrationsstaatssekretärin wie Sawsan Chebli kann man noch belächeln. Weder richtet sie wirklichen Schaden an noch äußert sie sich radikal. Einzig und allein ihre missglückten Tweets sorgen regelmäßig für Schlagzeilen.

Doch mehrere Migranten unter den deutschen Politikern fallen oft durch eine Nähe zu den rechtsextremen türkischen Grauen Wölfen auf. So wie Serap Güler, Tülay Schmid, Cemile Giosouf und Belit Onay. Aydan Özoguz offenbarte ein seltsames Verständnis von Pressefreiheit, als sie darauf pochte, die Medien müssten positiver über den Islam berichten.

Der Linken-Politiker Bijan Tavasolli sorgte jüngst für Entsetzen, weil er sich über die Niederlage der „US-Imperialisten“ ähnlich der in Vietnam gefreut hatte. Ausdrücklich gratulierte er den Taliban auch für die Ausschaltung von Bundeswehrsoldaten.

Auch in den USA lässt sich eine ähnliche Entwicklung beobachten. Linda Sarsour, eine Aktivistin, die wegen ihres Engagements gegen den neugewählten US-Präsidenten Donald Trump von den Medien hochgejubelt wurde, war mit antisemitischen Statements aufgefallen und hatte sich abfällig über die Beschneidung der Islamkritikerin Ayan Hirsi Ali geäußert. Auch Ilhan Omar, die erste US-Abgeordnete mit Kopftuch, war mit antizionistischen Positionen aufgefallen. Und Sadiq Khan, der Londoner Bürgermeister, hatte in der Vergangenheit Kontakte zu radikalen Islamisten unterhalten.

Terrorverharmlosung

Es ist traurig genug, dass seit 20 Jahren ununterbrochen die Formel wiederholt wird, dass der Islam nichts mit Terrorismus zu tun habe. Doch manche Beobachter wollen eben nicht zwischen gutem Islam und schlechtem Terrorismus unterscheiden, sondern relativieren brutale Gewaltakte unverblümt.

Über den arabischen Offizier Nidal Malik Hassan, der auf einem US-Stützpunkt 13 Menschen erschoss, hieß es, seine Tat sei kein Anschlag gewesen, sondern auf „religiösen Stress“ zurückzuführen. Und als ein Afghane 2016 in einem Regionalzug bei Würzburg mit einer Axt auf Passagiere einschlug und von Polizisten getötet wurde, klagte Renate Künast, dass die Polizisten den Täter nicht „angriffsunfähig“ geschossen hatten.

Über den Anschlag von Nizza, bei dem ein Sympathisant des Islamischen Staats 2016 mit einem LKW 82 Menschen tötete, war beim „Spiegel“ zu lesen, dass dieser sich womöglich nur „eingebildet“ habe, ein Terrorist zu sein. Ganz ähnlich wollte man auch beim dreifachen Messermord durch einen Somali in Würzburg im Sommer kein religiöses Motiv, sondern nur eine psychische Erkrankung erkennen.

Und nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ 2015, das gegen die Zeichner der Mohammed-Karikaturen gerichtet war, fiel der CDU ernsthaft ein, eine Verschärfung des Blasphemie-Gesetzes zu fordern und die Beschimpfung religiöser Bekenntnisse unter Strafe zu stellen.

Bei der „Tagesschau“ glaubt man unterdessen, dass der Klimawandel und die daraus resultierenden Kämpfe um Ackerland schuld an den Anschlägen der Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria sind. Udo Lielischkies, immerhin mal Leiter des ARD-Büros Moskau, merkte anlässlich des Dreifachmords auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg 2018 an, dass durch „multiresistente Krankenhauskeime“ weit mehr Menschen ums Leben kämen.

2016 explodierten in Brüssel zwei Bomben. Die grüne Nachwuchspolitikerin Irina Studhalter aus der Schweiz twitterte: „Ich habe Angst. Nicht vor dem Islam, nicht vor Terror – sondern vor der rechtspopulistischen Hetze, die folgen wird.“ Ganz ähnlich kommentierten auch australische Linke eine Geiselnahme durch einen IS-Sympathisanten in Sydney. Sie boten an, Muslime künftig in ihrem Auto zur Arbeit mitzunehmen, da sie in öffentlichen Verkehrsmitteln Rassismus erführen. Sympathien für die tatsächlichen Todesopfer der Tat? Fehlanzeige!

SPD auf Seite der Islamisten

Vor allem die SPD hilft den Islamisten dabei, ihre Machtstellung in Deutschland zu festigen. Der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff hatte 2012 ernsthaft über die Einführung der Scharia in Deutschland sinniert. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel wollte ein Deradikalisierungsprogramm für IS-Aussteiger – allerdings mit dem deutschen Ableger der Muslimbruderschaft als Kooperationspartner. Und nur öffentliche Empörung verhinderte, dass Nurhan Soykan, stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, als Beraterin im Auswärtigen Amt von Heiko Maas angestellt wurde.

Aktuell macht sich der Hamburger Senat dafür stark, die Ditib, also den Ableger der staatlichen Religionsbehörde der Türkei, in den Rundfunkrat des NDR zu berufen. Und beim öffentlich-rechtlichen YouTube-Auftritt „funk“, treiben die „Datteltäter“ ihr Propaganda-Unwesen.

Zwar scheiterte in Berlin zu Beginn des Jahres eine Migrantenquote, doch versucht der Senat, diese mit „freiwilligen Selbstverpflichtungen“ durch die Hintertür eben doch einzuführen. Bestenfalls werden so viele unqualifizierte Beamte in den öffentlichen Dienst aufgenommen, im schlechtesten Fall sitzen schon bald Personen mit antiquiertem Weltbild an den Schaltstellen der Macht.

Islamisierung an den Schulen

Auch im Bildungssektor hat der Staat den Rückzug angetreten. Immer mehr Migranten an den Schulen sorgen für ein anderes Klima. 2019 zog Nordrhein-Westfalen einen Vorstoß zum Kopftuchverbot für unter 14-Jährige an Schulen zurück. Für einen kurzen Moment hatte es so ausgesehen, als würde der Staat sich wenigstens dieses eine Mal gegen den Islam positionieren. Doch schon im Jahr darauf urteilte das Bundesarbeitsgericht, dass das Kopftuchverbot für Lehrerinnen verfassungswidrig sei. Eine Entscheidung, die vom „Spiegel“ gelobt wurde.

Manche Lehrer geben an, aus Angst vor negativen Reaktionen den Nahostkonflikt und die Geschichte Israels nicht mehr zu thematisieren, und eine Studie fand heraus, dass viele muslimische Lehramtsstudenten die Evolutionslehre ablehnen. Ebenso wird an immer mehr Schulen Fleisch halal angeboten.

Clans im Staatsdienst

Der deutsche Staat hat außerdem zugelassen, dass kriminelle Großclans aus dem arabischen Raum ganze Straßenzüge prägen und eine Parallelwelt, vorbei an der Justiz, etablierten. Familien mit tausenden Mitgliedern dominieren Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Prostitution. Häufig kann die Polizei ihnen nicht Einhalt gebieten. Trotz ihres oft üppigen Einkommens beziehen Clan-Mitglieder oft Hartz IV, selbst wenn sie in einer Villa wohnen. Auch Luxuskarossen sind kein Hindernis, Staatsleistungen zu beziehen. Diese sind in der Regel auf ein anderes Familienmitglied mit geregeltem Einkommen zugelassen.

Mittlerweile drängt es mehrere Angehörige der Clans in den Staatsdienst. Als angehende Polizisten können sie Insidereinblicke erhalten und so zum Beispiel rechtzeitig vor einer geplanten Razzia warnen.

Zwar gibt es eine ungeschönte Berichterstattung über kriminelle Großfamilien, doch für die Zukunft des immer diverser besetzten Journalismus sieht es düster aus. So verliehen beispielsweise die „Neuen Deutschen Medienmacher*innen“ den Negativpreis „Goldene Kartoffel“, weil einzelne Journalisten Stereotype schürten. Und Georg Restle sah die Ursache für den rechtsextremen Massenmord in einer Hanauer Shishabar in Reportagen über Lokalitäten, die einzig und allein der Geldwäsche dienen.

Funktionale Analphabeten

Alle Probleme, denen sich Deutschland ohnehin schon ausgesetzt sah, verschärften sich ab 2015 noch durch die Flüchtlingskrise. Der islamische Bevölkerungsanteil stieg um weitere zwei Millionen. Immer wieder hieß es, die Flüchtlinge seien keine Terroristen, sondern flöhen vor dem Terror. 19 Tote und mehrere verhinderte Anschläge widerlegen diese naive Auffassung. Auch der „Spiegel“ beschwichtigte erst, meinte aber, dass nur ein genereller Aufnahmestopp künftige Anschläge verhindern würde – und das könne doch niemand ernsthaft wollen.

Allzu oft heißt es nach einem Vorfall, die Täter seien „polizeibekannt“ gewesen, was zeigt, dass die meisten Taten zu verhindern gewesen wären, so denn der politische Wille bestünde. Doch Deutschland tut sich schwer im Abschieben selbst krimineller Ausländer. Die Berliner Linkenchefin Katina Schubert will nicht einmal Terroristen ausweisen – weil die auch in ihrem Heimatland Anschläge verüben könnten. Der absolute Tiefpunkt: Indirekt finanzierte Deutschland den Aufbau des Islamischen Staats. Mehrere deutsche Ausreisende bezogen auch in Syrien und dem Irak weiterhin Sozialleistungen. Das BKA versuchte, den Finanzstrom zu stoppen, doch die Initiative versandete im bürokratischen Wirrwarr.

Immer wieder zeigten die Medien Bilder, die suggerierten, dass vor allem Frauen und Kinder die Grenze überschritten. Doch tatsächlich waren die meisten Flüchtlinge junge Männer. Als sich dann nach einiger Zeit bestätigte, dass durch die Flüchtlingskrise ein Anstieg der Gewalt zu beobachten war, wollten die Medien dies mit eben dem demographischen Faktor wegdiskutieren, den sie zuvor noch unter den Teppich zu kehren versuchten. Noch dazu ist das Argument falsch. Selbst unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht sind Flüchtlinge immer noch häufiger kriminell.

Auch, dass viele Ärzte und Ingenieure ins Land strömten, konnte man damals nicht wirklich glauben. Tatsächlich dürften aber selbst viele Pessimisten überrascht gewesen sein. Die meisten Flüchtlinge gelten als funktionale Analphabeten, was heißt, dass sie nur einfache Texte erfassen können.

Andere Schlagzeilen, die ebenso fassungslos machten: Auch ein mutmaßlicher Leibwächter bin Ladens dürfte in Deutschland Sozialleistungen beziehen. Manche Flüchtlinge reisten zum Urlaub nach Syrien. Und der deutsche Staat war bereit, selbst Kinderehen anzuerkennen.

Um das Desaster noch zu krönen: Langsam sollen auch die Deutschen aus dem Sprachgebrauch verschwinden und unsichtbar werden. Kanzlerin Merkel sprach von den „schon länger hier Lebenden“.

Deutschland schafft sich ab

Was Thilo Sarrazin 2010 angesprochen hatte, nämlich, dass der islamische Bevölkerungsanteil in Deutschland beständig wächst, wurde damals noch als Rassismus oder Verschwörungstheorie abgetan. Mittlerweile wurde jedoch ein anderer Kurs eingeschlagen. Steigende Ausländerzahlen werden nicht nur anerkannt, sondern geradezu bejubelt – denn sie dienen als Faustpfand in Verhandlungen. Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, wollte so seiner Forderung nach der doppelten Staatsbürgerschaft Ausdruck verleihen. Journalistin Ferda Ataman und Diplomatin Tijai Sio fordern mehr gesellschaftliche Teilhabe, sprich: Quoten für Migranten.

Noch in den 2000er Jahren durfte man vorsichtig optimistisch sein. Gruppierungen wie der Zentralrat der Ex-Muslime prangerten die Zustände in ihren Heimatländern an – und waren wegen ihrer Abstammung vor Rassismusvorwürfen sicher.

Doch im zurückliegenden Jahrzehnt schwand diese Hoffnung. Mit dem Aufkommen der „Critical Race Theory“, sprich: Rassismus gegen Weiße, rückt eine solche Allianz in weite Ferne. Selbst atheistische Migranten sehen den Islam im Kampf gegen Rassismus, sprich: Weiße, als das geringere Übel an. Eine Hengameh Yaghoobifarah dürfte aufgrund ihrer sexuellen Orientierung im Iran kein leichtes Leben haben – aber möchte gleichzeitig, dass Deutschland wie der Iran wird.

Mohamed Amjahid, der für die „Zeit“ schreibt, sah nach dem Mord am islamkritischen Lehrer Samuel Paty die französische Kolonialherrschaft als den eigentlichen Schuldigen – und das, obwohl der Täter Tschetschene war.

Islamisierung gegen rechts

Jede Hoffnung, dass das linke Spektrum endlich zu seiner ursprünglichen religionskritischen Haltung zurückkehren würde, musste sich spätestens mit den Wahlerfolgen der AfD zerschlagen. Denn mittlerweile sind Migranten die wichtigste Waffe im Kampf gegen rechts.

Das fängt an mit der Aussage der Grünen Fraktionsvorsitzenden Katrin-Göring Eckardt nach der Grenzöffnung 2015: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“ Was genau damit gemeint war, führte ihre Hamburger Parteifreundin Stefanie von Berg aus: „Unsere Stadt wird sich radikal verändern, ich bin der Auffassung, dass wir in 20, 30 Jahren gar keine ethnischen Mehrheiten mehr haben in unserer Stadt. […] Und ich sage Ihnen auch ganz deutlich, gerade in Richtung rechts: das ist gut so!“

Auch Anetta Kahane, die als Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung den „Kampf gegen rechts“ vorantreibt, sieht in mehr Migration die Lösung: „Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind.“ Es sei eine „Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“, dass bis heute „ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb.“

Die „Zeit“-Autoren Fabian Goldmann und Christian Bangel fordern: „Wer den Rechtsruck bekämpfen will, muss die Grenzen öffnen. Islamisierung gegen rechts. Ausländer rein gegen die AfD.“ Auch im Osten müssten mehr Ausländer angesiedelt werden, um den „weißen Hoheitsfantasien“ der AfD entgegenzutreten. Nasir Ahmad will eine „Islamisierung“: „Je präsenter Muslime sind, desto mehr Platz nehmen sie Nazis weg.“ Auch der Linken-Abgeordnete Mirko Schultze äußerte sich dahingehend.

Hasnain Kazim twitterte, an die Adresse Alexander Gaulands gerichtet: „Gewöhn dich dran, Alter! Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns. Ob du willst oder nicht.“ Und bei Mohamed Amhajid klang es ganz ähnlich: „Sie haben einfach Angst, dass wir bald übernehmen (was wiederum stimmt.)“ Sawsan Chebli zeigte sich über die vielen Ausländer in einem Kindergarten erfreut, weil dies zukünftige Wahlerfolge der AfD verhindern würde.

CDU-Landesminister Martin Gillo hatte 2012 prophezeit, dass die „Zukunftsdeutschen“ bis zum Jahr 2035 zahlreicher als die „Herkunftsdeutschen“ sein würden. Wer dann als Deutscher keine Diskriminierung erfahren wolle, müsste im Umkehrschluss bereits jetzt aufhören, selbst zu diskriminieren.

Lukas Mihr, Jahrgang 1985, ist Historiker und Journalist.

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