Nicht die Klagemauer, sondern der gesamte Tempelberg ist die heiligste Stätte des Judentums

Über 50 Jahre nach der Befreiung des Tempelbergs und der Befreiung des jüdischen Viertels von Jerusalem fragen sich viele Israelis, warum Juden noch immer nicht auf ihrem wichtigsten Heiligtum beten dürfen (JR).

Die moderne muslimische Erzählung leugnet die jüdische Verbindung zum Tempelberg, und Israel scheint sich damit abgefunden zu haben. © AFP

Von Ryan Jones (Israel Heute)

Der ehemalige langjährige Medienkommentator und Fernsehmoderator Nadav Perry löste in den sozialen Medien eine Debatte aus, als er beklagte, dass israelischen jüdischen Schulkindern als Teil des offiziellen Lehrplans beigebracht wird, dass die Klagemauer und nicht der Tempelberg die heiligste Stätte des Judentums sei.

„Im staatlichen Religionsunterricht, den ich erhielt (in Israel gibt es sowohl säkulare als auch national-religiöse öffentliche Schulen), wurde über die Klagemauer gesprochen, nicht über den Tempelberg. In erster Linie bekamen wir die Klagemauer. Das Bild in der Klasse war von den Fallschirmjägern an der Klagemauer“, schrieb Perry auf Twitter und bezog sich dabei auf das ikonische Foto von Fallschirmjägern der israelischen Armee, die nach der Befreiung der Jerusalemer Altstadt im Jahr 1967 vor der Klagemauer stehen.

„Wer auch immer von der Klagemauer als unserem heiligen Ort spricht, tut dies, weil wir so erzogen wurden. Sogar in religiösen Schulen“, so Perry.

 

Kniefall vor dem moslemischen Narrativ?

Viele sehen darin eine Kapitulation vor dem modernen muslimischen Narrativ, dass die Juden keine Geschichte auf dem Tempelberg haben, mit anderen Worten, dass die jüdischen Tempel, die in der biblischen Erzählung so zentral sind, nie existiert haben.

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