Schädliche Kooperation: Linker jüdischer Koscherstempel für die Moslembrüderschaft in Deutschland

Die Ideologie der Moslembrüderschaft gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Einfluss. Ihr nahestehende Organisationen werden nicht nur staatlich gefördert, sondern finden sogar jüdische Kooperationspartner wie z.B. das jüdische Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk.

Wie nahe stehen das Avicenna-Studienwerk und Kübra Gümüsay der Moslembrüderschaft?© WIKIPEDIA

Von Rebecca Klein

Abdel-Hakim Ourghi, Abteilungsleiter der islamischen Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, ist sich sicher: Wegen seiner liberalen Ansichten werde ihm die islamische Lehrbefugnis verweigert. Das Gremium, das über seine Lehrbefugnis entscheiden soll, ist die Schiedskommission der Stiftung „Sunnitischer Schulrat“. Diese Stiftung wurde vom Land Baden-Württemberg ins Leben gerufen, um zukünftig den staatlich organisierten Islamunterricht im Land zu regeln. Der „Sunnitische Schulrat“ hat den Ruf, von muslimisch-konservativen Kräften dominiert zu sein. Ein Blick auf die Schiedskommission, die den Fall Ourghi nun entscheiden wird, ist aufschlussreich. Mitglieder sind Dr. Tarek Badawia und Dr. Bülent Uçar, auch sie sind Religionspädagogen: Uçar leitet das islamische Theologieinstitut an der Universität Osnabrück und ist Vorsitzender von „Avicenna“, einem Begabtenförderungswerk für muslimische Studenten, Badawia ist Professor für islamische Religionslehre/-pädagogik in Erlangen und im wissenschaftlichen Beirat von Avicenna.

Sie sind beide auch über das erste staatliche „Islamkolleg Deutschland“ an der Ausbildung von Imamen und muslimischen Seelsorgern in Deutschland beteiligt.

Von einer konservativen Ausrichtung zu sprechen, führt allerdings in die Irre, denn auffällig sind bei den Akteuren die Verbindungen zu der Ideologie der Muslimbruderschaft nahestehenden Organisationen sowie ein besonderes „antizionistisches“ Engagement – keine Empfehlung, um die Ausbildung von Lehrern und Imamen in Deutschland im öffentlichen Auftrag zu leiten, sollte man meinen.

Haben die Verantwortlichen in Baden-Württemberg sich nicht mit Uçars und Badawias Texten und Verlautbarungen, auch in den Sozialen Medien, befasst? Ist ihnen nicht aufgefallen, wie viele der beteiligten Akteure an verschiedenen Stellen in Verbindung zur „Muslimischen Jugend in Deutschland“ standen und auch noch stehen? Die MJD ist nach Einschätzung von Verfassungsschutzämtern eine Kaderschmiede des von der Muslimbruderschaft beeinflussten politischen Islam. Der Geschäftsführer des Avicenna-Studienwerks, Hakan Tosuner, war dort lange Jahre aktiv. Bülent Uçar selbst war 2016 auf dem Jahrestreffen der MJD zu Gast. Ouassima Laabich ist Vorstand der MJD, Avicenna-Stipendiatin und Teil von „CLAIM“, einem „Bündnis gegen Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus“. An „CLAIM“-Projekten ist auch Farid Hafez beteiligt, gegen den österreichische Sicherheitsbehörden zur Zeit wegen des Verdachts der Zugehörigkeit zur Muslimbruderschaft ermitteln. Einen Treueeid auf die Muslimbrüder geschworen zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Graz anführt (Florian Markl berichtete), bestreitet Hafez, ebenso wie eine Verbindung der von ihm mit gegründeten „Muslimischen Jugend in Österreich“ (MJÖ) zur Muslimbruderschaft.

Ouassima Laabich tritt auch auf bei Ferda Atamans „neue deutsche organisationen“. Ataman selbst teilte schon einen Tweet von Khallad Swaid, einem der Mitgründer der MJD und Funktionär der „Deutsche Muslimische Gemeinschaft“, DMG. Sanaa Laabich, die Schwester von Ouassima, hält Vorträge im „Islamischen Kulturverein Mainz“ (IKV Mainz), wo auch Tarek Badawia regelmäßig zu hören ist. Moussa Abuayoub vom IKV Mainz postet bei Facebook die sogenannte Rabia-Hand, ein Symbol, das zu lesen ist als Zeichen der Solidarität mit Mursi und auch als Erkennungszeichen der Muslimbruderschaft, sowie Holocaust-relativierende Illustrationen, die israelische Soldaten mit Nazis gleichsetzen.

 

Kaderschmiede „Muslimische Jugend in Deutschland“

Eine weitere Akteurin, die mit MJD, MJÖ, „CLAIM“ und Avicenna in Verbindung steht, ist Soufeina Hamed. Unter dem Namen „Tufx“ zeichnet sie propagandistische Illustrationen zu „antimuslimischem Rassismus“ und angeblichem „Kopftuchverbot“, damit wird angespielt auf das Neutralitätsgesetz, das z.B. in Berlin für Lehrer und Richter den Verzicht auf das Tragen religiöser Symbole und Kleidung im Dienst vorsieht, laut islamistischer Akteure ein „Berufsverbot für muslimische Frauen“. Interessanterweise liegt der Frauenanteil bei der Ausbildung im Islamkolleg bei 20 %. Werbeposter und Webauftritt des Islamkollegs zeigen prominent Frauen mit Hijab.

Soufeina Hamed ist auch Vorstand bei „Zahnräder“, einem Verein, der gegründet wurde von Ali Aslan Gümüşay, dem Ehemann von Kübra Gümüşay. Hameds Zeichnungen, darunter auch Zitate von Tariq Ramadan, findet man ebenfalls bei Publikationen, an denen Riem Spielhaus beteiligt ist.

Die Islamwissenschaftlerin ist im Beirat des Islamkollegs und außerdem am Georg-Eckert-Institut mit der Analyse „palästinensischer“ Schulbücher befasst. Diese letzte, „Skandalstudie“ genannte Analyse, „übersah“ Terrorverherrlichung und zum Hass aufstachelnde Darstellungen in den Schulbüchern, Tagesspiegel und BILD berichteten. Das Georg-Eckert-Institut ist nun übrigens auch mit der Analyse von Schulbüchern in NRW beauftragt.

 

Islamischer Kindergarten mit „wissenschaftlichem Beirat“

Eine weitere mit den Muslimbrüdern in Verbindung stehende Organisation, „Qatar Charity“, spielt auch eine Rolle beim Penzberger Imam Benjamin Idriz. Der als liberal geltende Imam verhandelte für die Finanzierung des Projekts „Münchner Forum für Islam“ (MFI) mehrfach mit „Qatar Charity“, wie Friedmann Eißler von der „Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“ berichtete.

Idriz ist wie Badawia im wissenschaftlichen Beirat des Islamkollegs. Tarek Badawia selbst hatte auch indirekt mit „Qatar Charity“ zu tun: Als Mitglied im wissenschaftlichen Beirat eines Mainzer Kindergartens, dessen Vereinsvorsitzende dort ebenfalls Fördergelder beantragten. Der Al-Nur-Kindergarten wurde später wegen islamistischer und salafistischer Beeinflussung geschlossen.

Es ist schwer vorstellbar, dass diese Umtriebe von den Förderern des Islamkollegs und des Studienwerks Avicenna, jeweils mit Fördergeldern in Millionenhöhe bedacht, sowie von den für die Einrichtung des „Sunnitischen Schulrats“ Verantwortlichen übersehen wurden.

Nicht nachzuvollziehen ist auch die Entscheidung des jüdischen Studienwerks ELES, mit Avicenna zu kooperieren. Bei der Auftaktveranstaltung zu dieser Kooperation, das Thema war „Vielfalt, multiple und fluide Identitäten und Diversität“, „mit Adorno gesprochen ‚ohne Angst verschieden‘“ sein, wurde die Rednerin Kübra Gümüşay auffällig überschwänglich von Jo Frank (ELES) und Hakan Tosuner gefeiert, gewöhnungsbedürftig für jeden nicht direkt beteiligten Zuschauer. Auch eine

Veranstaltung von ELES mit Karim Fereidooni überrascht, über Fereidooni und seine Verbindung zu Hafez berichtete die Jüdische Rundschau im Dezember 2020.

 

Mit den Gümüşays im Grünen Salon

Eine weitere Besonderheit ist die Beteiligung von und auch Vermittlung durch grüne und sozialdemokratische Politiker: So ist mit Lamya Kaddor eine Frau im Beirat des Islamkollegs, die als liberal gilt, es sich dabei aber nicht nehmen ließ, die religionskritische Frauenrechtlerin Necla Kelek jahrelang zu verleumden. Kaddor scheiterte schließlich vor Gericht. Sie trat erst kürzlich bei den Grünen ein und kandidiert nun für den Bundestag. Eine weitere Grüne, Filiz Polat, MdB, nahm teil an „CLAIM“-Kampagnen „gegen antimuslimischen Rassismus“ und lobt das Islamkolleg. Das Thema (Kinder-)Kopftuch verbindet Polat mit „Mehrfachdiskriminierung von Muslim*innen“, sie sprach sich aus gegen ein von der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ angeregtes Verbot des Kinderkopftuchs an Schulen. Auch Tarek Badawia hat sich positioniert als Erstunterzeichner einer

„migrationspädagogischen Stellungnahme“ gegen ein Kopftuchverbot für Minderjährige, initiiert vom „Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg“, beteiligt dabei die „Bildungsstätte Anne Frank“, unter den Unterzeichnern auch Lamya Kaddor, Fereshta Ludin, Karim Fereidooni und Atamans Freundin Meltem Kulacatan.

Das bei Avicenna aktive Ehepaar Gümüşay pflegt ebenfalls ein enges Verhältnis zu den Grünen, so plante Habeck einen Aufritt mit Kübra Gümüşay, lobte Renate Künast ihr Buch, trat Gümüşay im Grünen Salon von Katharina Fegebank auf. Sie ist gern gesehener Gast der Böll-Stiftung, ihre Initiative „Eeden“, „Kreativ Gesellschaft gestalten“, erhält in Hamburg von der rot-grünen Regierung 102.000 Euro Förderung. Ihr Mann Ali Aslan Gümüşay „begleitet wissenschaftlich“ die „AG Vielfalt“, als grünes Parteireformprojekt für mehr „Vielfalt, Teilhabe und Inklusion“ gedacht.

 

Reichsbürger of Color bei den Berliner Grünen – ohne Berührungsängste vor dem politischen Islam

Jeff Kwasi Klein, Kreisvorstand bei den Berliner Grünen, trat auch kürzlich bei der MJD auf, ausgerechnet an dem Wochenende, an dem auch der Todestag des Milli-Görüş-Gründers Necmettin Erbakan gefeiert wurde. Die Nichte Erbakans ist verheiratet mit Ibrahim el-Zayat, der als führender Kopf der Muslimbruderschaft in Deutschland gilt, seit er 2004 auf einer Yusuf al- Qaradawi zugeordneten Webseite als Vertreter der Muslimbrüder in Deutschland bezeichnet wurde. Jeff Kwasi Klein traf sich auch nach dieser Tagung zu Gesprächen mit Ouassima Laabich, der oben schon erwähnten Funktionärin der MJD.

Klein fiel im letzten Jahr auf, als er auf einer „Black Lives Matter“-Kundgebung schwarze „robuste Communities“ mit schwarzen Geschäften forderte und „Riots und Plünderungen“ als „organisierten Widerstand“ bezeichnete. Auch sonst gebärdete sich der Sprecher der „LAG Bunt- Grün“ eher wie ein schwarzer Reichsbürger: Den Nachfahren von „europäischen Barbar:innen“, die vor 500 Jahren in aller Welt eingefallen seien, deutete er die Güte dieses „Widerstands“ an: „selbst wenn dabei ein paar Dinge kaputt gehen: ihre Fenster, ihre Selbstgefälligkeit [...]und ihr Gefühl von Sicherheit“. Sicher nicht zufällig wurde die Rede vor einer Wand mit „Free Palestine“-Graffiti gefilmt.

Klein ist aktiv im Migrationsrat und bei EOTO e.V., ein Verein befasst mit „strukturellem Rassismus“ und „Empowerment“. Der Verein erhielt in den Jahren 2020 und 2021 jeweils eine knappe halbe Million an Fördergeldern. (Über EOTO e.V. und die Kooperation zwischen Böll-Stiftung und „Center for Intersectional Justice“ berichtete die JR ebenfalls in der Dezemberausgabe 2020.)

Ein weiteres Bindeglied zwischen der MJD und den Grünen sind Fereshta Ludin, die „Kopftuchaktivistin“ und Lehrerin, langjährig aktiv bei der MJD, und ihr Partner Bernd Seemann von den Berliner Grünen. Ludin besuchte 2019 mit ihrer Freundin Nahla Osman das Jahrestreffen der MJD. Osman ist Anwältin für Migrationsrecht und vertritt Syrer in Asylfragen. Über Ludin und Partner berichtete die JR schon 2019 in „Der politische Islam zu Gast in der Jüdischen Gemeinde Berlin“. Zu ergänzen ist nun der Ausgang des Gerichtsverfahrens, das Ludin angestrengt hatte gegen den Zwischenrufer, der sie bei der Diskussionsveranstaltung als Islamistin bezeichnet hatte: Fereshta Ludin verlor den Prozess.

 

„Frau Högl ist in der muslimischen Community in Berlin-Mitte ein gern und oft gesehener Gast.Eine gute Wahl!“

Helge Lindh, Abgeordneter von der SPD, war auch schon zu Gast bei der MJD. Er ist bereits bekannt für wenig Berührungsängste vor islamistischen Strukturen, er trat z.B. schon auf mit einem Vertreter der Milli Görüş und gab dem türkischen Sender TRT Auskunft über den angeblich starken „antimuslimischen Rassismus“ in Deutschland. Lindhs Mitarbeiterin wirbt ebenfalls für die MJD und auch für das islamische Hilfswerk „Islamic Relief“, laut Bundesinnenministerium habe „Islamic Relief Deutschland“ personelle Verbindungen zu den Muslimbrüdern nahestehenden Organisationen. Sie verehrt Mohammed Mursi und Ahed Tamimi, den Spross aus der „palästinensischen“ Familie Tamimi, für Terroraufrufe und auch Anschläge auf Israelis berüchtigt. Sie teilt auch entsprechende Beiträge von Jürgen Todenhöfer.

Eva Högl von der SPD stattete dem Islamkolleg Deutschland e.V. einen Besuch ab, sehr zur Freude von Bülent Uçar. Ein Kommentar unter dem entsprechenden Facebook-Beitrag lautete: „Frau Högl ist in der muslimischen Community in Berlin-Mitte ein gern und oft gesehener Gast. Für eine Kooperation eine gute Wahl!“ Der Kommentator ist selbst gut eingebunden, hat Kontakt zu Riem Spielhaus (siehe oben) und Pinar Cetin (siehe weiter unten) und dem „Satire-Kollektiv“ „Datteltäter“, das schon mal bei der Ebert-Stiftung aufritt, aber hauptsächlich bei FUN, dem Kooperationsprojekt von ARD/ZDF, für Framing in Sachen „antimuslimischer Rassismus“ zuständig ist. Eva Högl ist auch im Stiftungsrat der Leo Baeck Foundation, deren Projekt das oben erwähnte jüdische Studienwerk ELES ist – das mit Avicenna kooperiert. Dem Stiftungsrat gehören auch u.a. Volker Beck, Annalena Baerbock, Armin Laschet, Micha Brumlik, Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm an. Im Kuratorium von Avicenna sitzen Aydan Özoguz und Cem Özdemir.

 

Von „Israelischem Staatsterror“ und „Werteorientierter Scharia“

Mit Tarek Badawia und Bülent Uçar finden sich damit zwei Avicenna-Funktionäre sowohl im „Islamkolleg Deutschland“ als auch im „Sunnitischen Schulrat“ und haben so maßgeblichen Einfluss auf die Ausbildung von Imamen und Lehrern für islamische Religionslehre in Deutschland.

Gleichzeitig ziehen sie über das muslimische Studienwerk den akademischen Nachwuchs heran. Schaut man sich neben ihrer Vernetzung auch ihre Beiträge und Veröffentlichungen an, beschleichen einen Zweifel, ob ihr Einfluss ein geeigneter sein kann für angehende Religionslehrer und Wissenschaftler in einer säkularen Gesellschaft. Da geht es um Religiöses, Koransuren oder historische Persönlichkeiten, naheliegend, was aber oft zum Anlass dient, über die Nachteile der Säkularisierung zu sinnen, auch über die Türkei, in der „Deisten und Atheisten“ zunehmen würden, oder um anti-westliches Ressentiment zu transportieren oder gegen Constantin Schreiber zu sticheln. Es geht auch um Themen wie Antisemitismus: Mit den Worten „Bleiben wir mal bei den Fakten zum sog. ‚islamischen Antisemitismus‘, schreckliche Wortkonstruktion…“ serviert Uçar die verzerrten Statistiken zu antisemitischen Straftaten. Einwände in den Kommentaren wischt er mit dem Hinweis auf Rechtsextremismus vom Tisch: Muslimischen Antisemitismus gebe es, ja, der sei aber in erster Linie hausgemacht und gehe auf Rechtsextremisten zurück. Wie sehr muss Uçar da ein Artikel von Abdel-Hakim Ourghi in der NZZ irritieren? Ourghi schreibt unter der Überschrift „Wie ich als Muslim zum Antisemiten erzogen wurde“ über den importierten Antisemitismus, von dem nach judenfeindlichen Ausschreitungen die Rede sei, „Zu Recht, wie ich als in Algerien sozialisierter Muslim weiß“, heißt es bei Ourghi weiter. Bülent Uçar ist übrigens in den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung „Haus der Geschichte der der Bundesrepublik Deutschland“ berufen worden.

Badawia hat in der Vergangenheit schon Akteure mit Verbindungen zu Muslimbruderschaft und Islamic Relief wie Scheich Al-Ghazali, Khaled Hanafy, Issam El-Attar, Mohamed Zeraya, Ferid Heider oder den „European Council of Imams“ auf Facebook oder Twitter zustimmend geteilt. Da geht es

mal um einen Boykottaufruf wegen Macrons angekündigten Kampfes gegen den politischen Islam – als dessen Ziel sich Badawia offenbar sieht –, oder um einen geteilten Aufruf von Khaled Hanafy zur „Aufnahme von Flüchtlingskindern in muslimische Familien“, dem der Hinweis zugefügt ist, dass laut des Europäischen Fatwa-Rates in Anbetracht der Notlage kein Unterschied gemacht werden muss zwischen Jungen und Mädchen, zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen.

Da geht es um die „Nakba“ der „Palästinenser“, dazu sieht man irreführende Kartenserien, die suggerieren sollen, „Palästinensern“ sei beinahe ihr gesamtes Territorium genommen wurden, oder um den „Betrug“, der, mit einem Seitenhieb auf arabische Staaten wie die VAE, in der „Normalisation“ der Beziehungen zu Israel angeblich liege.

Mehrfach ist der von ihm so genannte „israelische Staatsterror“ Thema, hier formuliert Badawia es so:

„Nur der systematische Staatsterror erzwingt die Bildung von Antiterror-Gruppen. Seit über 60 Jahren systematische Enteignung und psychische Zerstörungen. Nun ist es Zeit, NEIN zu sagen. koste es was es wolle.“

Bei diesem Eintrag handelt es sich um die Ankündigung eines Vortrags von Badawia im IKV Mainz e.V. im Jahr 2014, veranstaltet von der „Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland“ (PGD), dazu ein Bild eines weinenden Mädchens. Die PGD wird von verschiedenen Seiten als Hamas-nah eingeordnet.

„Gaza blutet still, weil die Welt nicht sehen will...“

„Ein Vortrag in deutscher Sprache über den Zionistischen Krieg gegen Gaza und das Volk“

Angeblich von Israel getötete Kinder deutet auch das von Badawia geteilte Foto einer antiisraelischen Kundgebung 2014 in Berlin an, es zeigt große und kleine Särge vor dem Brandenburger Tor aufgestellt, dazu ein Transparent: „Stop the Massacre in Gaza“. Zustimmend geteilt wird dieses Foto auch von Muhammad Sameer Murtaza. Er tritt an Badawias Osnabrücker Institut zu Vorträgen auf, ist tätig für die von Steinmeier unterstützte „Stiftung Weltethos“ und schreibt über „werteorientierte Scharia“.

Badawia teilte auch einen Beitrag von Mohamed Zeraya, der sich u.a. für Islamic Relief engagiert:

„Für alle, die auf ‚Islam ist Terror‘ aus sind! Hier ein kurzer Einblick in den staatlich geschützten israelischen Terror im palästinensischen Land…

Aber bitte das verwöhnte Kind des Westens bloß nicht stören.“

Außerdem einen Beitrag von Zaher Birawi, einem „palästinensischen“ Aktivisten, von dem es heißt, er habe Verbindungen zu Hamas und Muslimbruderschaft und der die „Gaza Flotillas“ organisierte, für die auch Kübra Gümüsay in London demonstrierte, die entsprechenden Tweets löschte sie später.

 

„Das Dilemma der Mohammed-Karikaturen“ – Meinungsfreiheit und religiöse Gefühle

Badawia und Uçar beschäftigen sich beide auch mit dem Thema Karikaturen, etwa den Karikaturen von Charlie Hebdo. Ihr Verhältnis zur Meinungsfreiheit scheint dabei ambivalent zu sein: Meinungsfreiheit sei „kein Fetisch“, sagt Uçar.

„Wie jede Freiheit hat auch diese ihre Grenzen, wo Rechte Dritter tangiert werden. Entwürdigung, Diffamie und Beleidigungen dürfen auch nicht im Gewand der Pressefreiheit legitimiert werden. Ich wünsche mir einen viel sensibleren und verantwortungsvolleren Umgang allgemein mit religiösen Gefühlen Dritter auch in unserer säkularisierten Gesellschaft.“

Nach dem islamistischen Mord an dem Lehrer Samuel Paty schreibt Uçar diesen Beitrag:

„Durch die Herabwürdigung religiöser Gefühle oder anderer Minderheiten wird nicht die Fahne der Aufklärung hochgehalten, sondern lediglich die Polarisierung vorangetrieben und dem Populismus Vorschub geleistet.“ Er wendete sich dann noch gegen jede Form von Gewalt, die sei „nicht nur strikt abzulehnen und zu verurteilen, sondern auch schlicht kontraproduktiv“: Badawia formuliert in einer von ihm initiierten Petition mit dem Titel „Das Dilemma der Mohammed-Karikaturen – ein Pflichtthema an deutschen Schulen“ auch doppeldeutig.

Es wird gefordert, „in großer Sorge um die wechselseitige Achtung von Meinungs- und Religionsfreiheit“, „die sogenannten Mohammed-Karikaturen an allen deutschen Schulen pluralitäts- und religionssensibel zu thematisieren“, die Betrachtung der Karikaturen soll dabei optional sein. Der Punkt „Kritik ist ein Grundrecht, Pietät eine Tugend“ rangiert dabei noch vor Punkt 4: „Einschüchterung, Drohung und Gewalt sind aufs Schärfste zu verurteilen“.

 

Ein besonderer Absolvent des Islamkollegs

Ender Cetin wird zu den ersten Absolventen des Islamkollegs gehören. Ehemals mit seiner Frau für eine Berliner DITIB-Moschee aktiv, gründete er mit ihr die „Deutsche Islam-Akademie“. Zu einer Veranstaltung, die sie als Partnerin der Berliner Landeszentrale ausrichten durfte, lud Pinar Cetin ausgerechnet Farid Hafez ein. Sie agitierte auch schon gegen türkischstämmige Abgeordnete, die den Genozid an den Armeniern anerkannten. An ihrer „Islam-Akademie“ ist auch Ertan Öztürk beteiligt, ein islamischer Theologe, der online türkische Anti-Israel-Propaganda und den Rabia- Gruß teilt und nun Jura studiert. Ender Cetin ist schon als Laien-Imam in Berliner Gefängnissen tätig, der grüne Justizsenator Behrendt, der sich auch von Fereshta Ludin beraten lässt, macht es möglich, Pinar Cetin sitzt im Kuratorium zum Wiederaufbau der Berliner Synagoge am Fraenkelufer…

Sollte das also die Zukunft sein? Was bis jetzt als Fortschritt gefeiert wird, nämlich die Ausbildung von Imamen in Deutschland, um unabhängig zu werden von Imamen, denen Sprache und Kultur fremd sind, die vom Ausland entsendet und u.U. auch gesteuert werden, könnte sich unter diesen Voraussetzungen als ein Rückschritt entpuppen – für die Mehrheitsgesellschaft.

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