John Hagee und Nikki Haley auf Solidaritätsmission in Israel

Gerade in den schweren Zeiten des Regierungswechsels und der in ihren Konsequenzen noch nicht absehbaren Ablösung des langjährigen und verdienten Ministerpräsidenten Netanjahu zeigen Trumps ehemalige UNO- Botschafterin und der Chef der pro-israelischen Christen wie nur wenige andere Solidarität mit dem jüdischen Staat.

John Hagee, Chef einer der größten pro-israelischen Christen-Gruppen Amerikas© YEHUDA RAIZNER / AFP

Von Ryan Jones (Israel Heute)

Während Mike Evans, der selbsternannte „größte evangelikale Pastor der Welt”, damit beschäftigt war, Brücken zu Israels neuer Regierung zu schlagen, flog Mega-Kirchenpastor John Hagee kürzlich in den jüdischen Staat, um die Beziehungen zwischen seinen „Christians United for Israel“ (CUFI), und der „Regierung des Wandels” des jüdischen Staates zu festigen.

Der scheidende Premierminister Benjamin Netanjahu schätzte lange Zeit die Unterstützung evangelikaler Christen für Israel, besonders in den Vereinigten Staaten, und wusste diese effektiv zu nutzen. Im Laufe der Jahre knüpfte er enge persönliche Beziehungen zu einer Reihe von namhaften evangelikalen Leitern, darunter Evans und Hagee. Israelische Medienquellen nahmen zunächst an, dass Hagee zu Besuch war, um seinen Freund Netanjahu zu trösten, nachdem dieser sein Amt als Premierminister niederlegen musste.

Offiziell, nach CUFI’s Facebook-Seite, war Hagee auf einer Solidaritätsmission nach dem Gaza-Krieg im letzten Monat hier.

In Israel sollte er sich auch mit dem neuen Premierminister Naftali Bennett und anderen hochrangigen Mitgliedern der neuen Regierung treffen. CUFI präsentiert sich als Hauptvertreter der pro-israelischen evangelikalen Gemeinschaft in Amerika. Um diese Rolle zu erfüllen, braucht sie einen direkten Draht zur israelischen Regierung. Daher ist es wahrscheinlich, dass der in Texas lebende Pastor auch zu Besuch war, um mit Bennett und dem neuen Außenminister Yair Lapid (der in zwei Jahren das Amt des Premierministers übernehmen wird) die Art von persönlicher Verbindung herzustellen, die er lange mit Bibi genossen hat.

Das steht in scharfem Kontrast zu der Herangehensweise von Evans, der Naftali Bennett sehr öffentlich anprangerte und schwor, eine evangelikale Opposition gegen die neue Regierung im Namen von Netanjahu anzuführen.

Zusammen mit Hagee in Israel war die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, die sich selbst auch zu den evangelikalen christlichen Unterstützern Israels zählt. Aber es wird erwartet, dass Haleys letzter Besuch mehr mit ihrer möglichen US-Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 zu tun hat.

Nach dem Gaza-Krieg haben alle wichtigen potenziellen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Israel besucht – der ehemalige Außenminister Mike Pompeo, Senator Ted Cruz, Senator Lindsey Graham und nun Haley.

Angesichts der wachsenden Kluft innerhalb der Demokratischen Partei in Bezug auf die Unterstützung Israels, könnte der jüdische Staat eine noch größere Rolle spielen als bei vergangenen Wahlen, wenn die Amerikaner das nächste Mal den Präsidenten wählen. Top-Republikaner sind zweifellos sehr daran interessiert, ihre Pro-Israel-Bonität früh und oft zu demonstrieren.

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