In Israel genießt die Bildung der Jugend oberste Priorität

Israel gehört auch durch das große Engagement jüdischer Eltern zu einem der pädagogisch fortschrittlichsten Länder der Welt.

Schulklasse in Israel© JACK GUEZ / AFP

Von David Lazarus (Israel Heute)

Israel gehört zu den drei am besten ausbildenden Ländern. Nur Kanada und Japan verzeichnen prozentual mehr Hochschulabschlüsse als die jüdische Nation. Dennoch gehören die öffentlichen Investitionen pro Kind in Israel zu den niedrigsten in der Welt. Die Ausgaben für höhere Bildung rangieren am unteren Ende, knapp vor Ländern wie der Tschechischen Republik, Saudi-Arabien und Argentinien. Die niedrigen Investitionen pro Schüler in Israel sind teilweise eine Folge des hohen kindlichen Bevölkerungsanteils.

Aber mehr Kinder bedeuten auch überfüllte Klassenzimmer. Mehr als 30 Schüler sitzen im durchschnittlichen israelischen öffentlichen Grundschul-Klassenzimmer, oft sind es bis zu 40 (in Nicht-Corona-Zeit). Der Durchschnitt in den OECD-Ländern liegt bei 21, in Finnland sind es 19, in Griechenland 17 und in den USA 20 Kinder pro Klasse. In normalen Zeiten erhält das israelische Bildungsministerium täglich Beschwerden von Eltern wegen zu großer Klassen.

Mit den geringen Investitionen in die Bildung gehen niedrige Gehälter einher. Ein Lehrer in Israel verdient nur 70 Prozent des durchschnittlichen Gehalts eines Lehrers in anderen entwickelten OECD-Ländern. Die Lehrer streiken daher regelmäßig zu Beginn des Schuljahres.

Trotz aller Schwierigkeiten hat Israel eine sehr niedrige Abbrecherquote.

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