Die nahezu einzigen, wirklichen freien Araber leben in Israel

Positive Kontakte und gleichberechtigt-friedliche Koexistenz prägen im Gegensatz zu wiederholten Apartheids-Vorwürfen den Alltag in der einzigen Demokratie des Nahen Ostens. Ganz im Gegensatz zu den arabischen Nachbarstaaten, wo Juden nahezu ausnahmslos ausgegrenzt oder vertrieben werden.

Von Michael Selutin (Israel Heute)

Wenn Israelis mit Deutschen sprechen, die unsere Webseite und das Magazin nicht lesen, merken wir sehr schnell, dass sie überhaupt keine Ahnung haben, wie es hier in Israel aussieht. Ihre Vorstellungen von Israel stammen aus verschiedenen teilweise absichtlich falschen Beschreibungen in den Medien und sozialen Netzwerken.

Zum Beispiel die Frage, „Hast du Kontakt zu Arabern?“ impliziert zumeist in meiner Erfahrung, dass ein Jude in Israel vielleicht nicht die menschliche Seite des „Feindes“ kennt und ihn möglicherweise nur als Feind sieht, weil er von seinen Politikern wie Netanjahu dazu erzogen wurde. Diese Frage verdeutlicht jedoch, dass der Fragende nichts über Israel weiß, aber sich trotzdem eine Meinung gebildet hat, denn Araber sind überall!

Die arabische Bevölkerung Israels betrug Ende 2020 nach Angaben des statistischen Bundesamts 1.956.000 Bürger (21,1 % der Gesamtbevölkerung). Natürlich hat man also mit Arabern Kontakt. Es gibt gemischte Städte wie Jerusalem und Lod, aber die meisten Orte sind getrennt. Doch auch wenn es normalerweise keine engen Freundschaften zwischen Juden und Arabern gibt, kennt man sich zumindest oberflächlich.

 

Apotheken haben oft arabisches Personal

In meinem jüdisch-orthodoxen Stadtteil wird viel gebaut und so gut wie alle Bauarbeiter sind Araber. Wenn sie beim Bäcker neben mir in der Schlange stehen, verhalten sie sich höflich und werden auch höflich behandelt. Ähnlich ist es in Apotheken, die aus einem mir unverständlichen Grund komplett in arabischer Hand sind. Egal in welcher Stadt, wenn man einen Araber sucht, findet man ihn hinter der Theke einer Apotheke. Die Araber in den Apotheken sind sehr freundlich, eine willkommene Abwechslung zum berüchtigten Service vieler jüdischer Verkäufer.

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