Der Judenhass auf Deutschlands Straßen kam doch nicht über Nacht!

Es wird von Politik und Medien weitestgehend ausgeblendet, dass die politische Linke Deutschlands seit Jahrzehnten Juden unter dem Deckmantel der Israel-Kritik anfeindet und antisemitische Zuwanderung massiv fördert.

Als es im Mai 2021 zu anti-israelischen Demos in Westeuropa (in Osteuropa so gut wie gar nicht) kam, hatten die hiesigen Politiker die anti-israelischen Demos von 2014 offenbar schon wieder vergessen. © AFP

Von Michal Kornblum (Tichys Einblick)

Die Synagoge in Gelsenkirchen ist für mich ein ganz besonderer Ort. Dort hatte ich im Oktober 2008 meine Bat Mizwa – in der jüdischen Tradition ist dies die Feier zur religiösen Mündigkeit, die Mädchen mit zwölf Jahren erreichen. Ich erinnere mich gut an diesen Tag und an meine Aufregung: Das Outfit war seit Wochen geplant, es waren sehr Viele aus der Gemeinde gekommen, ich habe einige Gebete gesprochen und eine kleine Rede vor der Gemeinde gehalten. Es war ein sehr schöner, sehr freudiger Tag, an dem ich zur „Tochter des Gebots“ und damit in den Kreis der im religiösen Sinne Erwachsenen aufgenommen wurde. Umso trauriger war ich kürzlich, die Aufnahmen des Hassmobs aus Gelsenkirchen zu sehen.

Deutschland wird aktuell von einer Welle des Antisemitismus – durch mehrheitlich junge Muslime und deutsche Linke – überrollt. Was ich als Jüdin dazu denke? Dadurch, dass mein Vater über zehn Jahre in Gelsenkirchen als Rabbiner gearbeitet hat, kenne ich viele Juden aus der Gemeinde in Gelsenkirchen und wir sind als Familie mit einigen Familien dort befreundet. Ich war sehr besorgt um sie und erschüttert – aber überrascht war ich nicht. Solche Gewaltexzesse, wie wir sie zur Zeit auf deutschen Straßen in Gelsenkirchen, Berlin, Köln, Bochum und vielen weiteren Städten erleben, sind selbstredend abscheulich, beschämend, aber sie kommen nicht überraschend. Wer glaubt, diese aggressiven Horden seien plötzlich vom Himmel gefallen, hat die Entwicklungen der letzten Jahre verschlafen. Bereits 2014 hatten wir während der Gaza-Operation Eskalationen auf deutschen Straßen. Auch in Gelsenkirchen, wo damals ein Gullydeckel in einer Fensterscheibe der Synagoge landete und Sprechchöre „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ schrien.

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