Danke, Herr Ministerpräsident Benjamin Netanjahu!

Benjamin Netanjahu wurde nach 12 Jahren als Premierminister durch eine unheilige Allianz nicht zusammenpassender Koalitionsparteien mit Unterstützung der Moslembrüderschaft in Israel aus dem Amt gedrängt. Kaum ein Kommentar wird seinen Verdiensten als Soldat, Politiker und Staatsführer auch nur annährend gerecht. Sein Ausscheiden aus dem Amt hinterlässt in Israel eine kaum zu füllende politische Lücke.

Von Danny Danon

 

Während meiner Tätigkeit bei den Vereinten Nationen als Israels Botschafter erlebte ich Netanjahus Entschlossenheit und Tatkraft. Seine Rolle als Außenminister und auch als Premierminister bedeutete, dass unsere Zusammenarbeit enger war als je zuvor und ich erlebte kontinuierlich seine außergewöhnliche Arbeitsethik. Er gab niemals auf. Das bedeutete sogar, mich mitten in der Nacht anzurufen oder meinen Sicherheitsdienst zu bitten, mich zu wecken, was ich zunächst nicht sonderlich schätzte, was ich aber zu schätzen lernte.

Eine meiner wichtigsten Erfolge während meiner Rolle als Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen und eine der letzten weltweit gefeierten diplomatischen Verdienste Netanjahus, war das Zustandekommen des Abraham-Abkommens, das viele für unmöglich hielten. Ich durfte hinter den Kulissen intensiv daran mitarbeiten, die vertraulichen Beziehungen zu arabischen Ländern in öffentliche Freundschaften umzuwandeln, wobei es viele spannende Besuche in diesen Staaten gab. Die Welt hat hier Netanjahus Diplomatie von ihrer besten Seite erlebt und dieses Lob ist durchaus verdient. Israel und gemäßigte arabische Länder schlossen zum ersten Mal seit über einem Vierteljahrhundert einen Friedensvertrag ab. Es war ein Schritt in Richtung eines starken und stabilen Nahen Ostens, und die Menschen unserer Länder freuten sich über die warme Freundschaft, welche die bisherige Feindschaft ersetzte.

 

Diplomatische Erfolge

Netanjahus diplomatische Erfolge betrafen nicht nur die gemäßigten arabischen Länder. Er stärkte Israels Beziehungen zu China, Indien, Japan und Russland und machte bedeutende Fortschritte in Osteuropa, Südamerika und Afrika. Er verwandelte Israel in einen bedeutenden und hoch angesehenen Akteur auf der Weltbühne. Ich habe den Respekt gesehen, der ihm in den Hallen der Generalversammlung entgegengebracht wurde und die höflichen, aber – was noch wichtiger ist – fruchtbaren Gespräche, die zu echten Veränderungen führten – wie die Verlegung der US-Botschaft und der guatemaltekischen Botschaft nach Jerusalem. Besonders stolz bin ich darauf, dass mein guter Freund, Präsident Hernández von Honduras, sein Versprechen an uns einhalten und sehr bald auch die honduranische Botschaft in Israels Hauptstadt eröffnen wird. Dies alles ist zusätzlich zu den derzeit noch nicht kommunizierten Errungenschaften, die erst in der Zukunft realisiert werden und deren Früchte die neue Regierung genießen darf.

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