CDU-Kultusminister Alexander Lorz: Keine Islamkritik an hessischen Schulen

Nachdem es zu Übergriffen auf Lehrkräfte gekommen ist, die Mohammed-Karikaturen gezeigt haben oder sonstige Islam-Kritik im Unterricht geäußert haben, kapituliert das hessische Kultusministerium und zieht nun eine erschreckende und skandalöse Konsequenz: Statt wehrhaft gegen islamische Extremisten vorzugehen, rät man den Lehrern im ganzen Bundesland zur Zurückhaltung und Selbstzensur.

CDU-Kultusminister Alexander Lorz© WIKIPEDIA, Martin Rulsch

Von Simone Schermann

Ein Rabbiner kommt in eine nicht-koschere Metzgerei, zeigt auf einen Schinken und sagt: „Ich möchte etwas von diesem Fisch.“ Darauf antwortet die Dame hinter der Theke: „Aber das ist doch ein Schinken.“ Entgegnet der Rabbiner: „Habe ich Sie gefragt, wie der Fisch heißt?“

Jüdischer Humor ist hintersinnig, bissig und macht gerade vor der eigenen Religion keinen Halt. Jüdische Witze kennen keine Selbstzensur. Da Juden über Jahrhunderte in der antisemitischen Atmosphäre der Diaspora lebten, machten sie umso schärfere Witze über Antisemiten und Rabbiner, über Gott und die eigene Religion, über Speisegesetze und andere religiöse Tabus. Vor allem aber über sich selbst.

Was dem Islam offenkundig fehlt, sind zwei Dinge: Er ist nicht dazu imstande, friedlich in der Diaspora zu leben, da er überall die herrschende Macht sein will. Und der Islam ist völlig humorfrei, daher mangelt es ihm auch an Selbstkritik. Im jüdischen Humor hingegen ist eines ganz essenziell: die Bereitschaft, die Enge der eigenen Handlungsspielräume gerade in der eigenen Religion zu karikieren und diese der Lächerlichkeit und Komik preiszugeben, um die eigene gelebte Wunderlichkeit lachend zu bestaunen. Erzählte Witze müssen Vorläufer der heutigen Karikaturen gewesen sein. Ich kenne liberale Rabbiner, die nach dem Schabbat-Gottesdienst die deftigsten und schlüpfrigsten jüdischen Witze erzählen konnten. Diese thematisierten Jahrhunderte jüdischen Lebens.

Im Europa des 21. Jahrhunderts dagegen herrscht die blanke Angst. An Hessens Schulen kam zur Angst die reale Furcht vor Gewalttaten hinzu, sodass die Selbstzensur vom Dienstherrn des hessischen Kultusministeriums zur Maßgabe wurde.

„Die Angst ist da“, sagt auch die Präsidentin des bayerischen Lehrerverbandes Simone Fleischmann in Bezug auf die drohenden Konsequenzen für Lehrer, wenn sie im Unterricht Mohammed-Karikaturen zeigen, so „Tichys Einblick“ vom 19. April 2021.

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