Die Geschichte der Susita

Viele kennen die Susita, eine israelische KFZ-Eigenproduktion der 50er und 60er Jahre, heute nur noch als Sammlerautos auf einer der seltenen Automobilausstellungen in Israel. Obwohl sich der Wagen nicht durchsetzen konnte, ist seine Geschichte ein Zeugnis jüdischen Pioniergeistes.

Eine Szene aus dem Dokumentarfilm „Susita”
© WIKIPEDIA

Von Hannah Brown (Jerusalem Post)

Die bewegte Geschichte der Susita, des kurzlebigen, in Israel hergestellten Autos, spiegelt den Konflikt zwischen Israels Anziehungskraft für westliche Technik und der Korruption im Nahen Osten wider, die hier häufig Fortschritte zunichtemacht. Der Dokumentarfilm „Susita“ (auf Englisch auch als „Desert Tested“ bekannt), der am 14. April um 21 Uhr auf Yes Docu gezeigt und auf Yes VOD verfügbar sein wird, ist eine faszinierende, einstündige Dokumentation unter der Regie von Avi Weissblei, die tatsächlich länger hätte dauern können und manchmal etwas atemlos durch eine komplexe Geschichte von Chuzpe, Vision, Ehrgeiz, zionistischem Stolz und Korruption eilt.

 

12 Jahre nach Staatsgründung

Viele kennen die Susita heute einfach als Namen oder haben eines der wenigen Sammlerautos auf einer der seltenen Automobilausstellungen in Israel gesehen. Aber es gab eine echt israelische Autoindustrie, die nur 12 Jahre nach der Gründung des Staates in Gang kam und kurzzeitig florierte, obwohl diese Industrie, wie der Dokumentarfilm erklärt, niemals lebensfähig war und metaphorisch auf Sand gebaut wurde.

In den späten 1950ern und frühen 1960ern wurden parallel zwei Autounternehmen gegründet, die beide nicht überleben konnten. Eines, von Efraim Ilin gegründet, erweiterte im Wesentlichen einen Vertrag über die Montage dreirädriger Lieferfahrzeuge. Aber Ilins Unternehmen wurde von einem Unternehmen überholt, das von dem dreisten, in Polen geborenen Geschäftsmann Yitzhak Shubinsky gegründet wurde, der von einem großartigen Geschäft redete und staatliche Unterstützung für die Entwicklung der Susita hereinholen konnte.

Ein Großteil des Films besteht aus Gesprächen mit Shubinskys Söhnen und anderen Familienmitgliedern, sowie einem Geschäftspartner von ihm, die sich an die turbulente Geschichte der Susita erinnern, während sie auf dem Rücksitz eines solchen Fahrzeugs sitzen. Einer seiner Zwillingssöhne bemerkt: „Er war nicht immer in Kontakt mit der Realität.“ Und doch wurde ein Großteil Israels von eben solchen Menschen gebaut, die nicht immer ganz mit der Realität auf Tuchfühlung waren, und eine Zeit lang florierte die Susita als Geschäftsunternehmen, wenn nicht sogar als Auto. Das Äußere dieses Autos bestand aus Glasfasern.

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