Notfall-Wi-Fi-Hotspots im Nirgendwo: Lebensrettung für Wanderer in Israel

Nach einem tragischen Wanderunglück treibt die Bildungs-NGO Bein Hashitin die Entwicklung von solarbetriebenen Connectivity-Systemen auf den abgelegenen Wanderwegen Israels voran.

Von Redaktion Audiatur

Wanderer, die Hilfe oder Rettung benötigen, befinden sich häufig in Gebieten ohne Handyempfang. In Israel können sie nun nach einem roten Schild Ausschau halten, das einen SOS-WiFi-Notfall-Hotspot entlang des Wanderweges anzeigt.

Das einzigartige neue Netzwerk hat bereits Leben gerettet, sagt Shachar Katzir, Manager des SOS-WiFi-Projekts von Bein Hashitin, der gemeinnützigen Organisation, die die Technologie entwickelt hat und die Hotspots in Zusammenarbeit mit der israelischen Natur- und Parkbehörde installiert.

„Bei einem Vorfall im letzten Jahr wurde ein Teenager auf einer Wanderung in den Golanhöhen von einer Schlange gebissen und musste schnell ins Krankenhaus gebracht werden, und dank unseres Systems wurde er rechtzeitig mit dem Hubschrauber evakuiert und gerettet“, meldete Katzir gegenüber der Nachrichtenagentur ISRAEL21c.

Bei einem anderen Vorfall im Norden stieß ein Ranger der Natur- und Parkbehörde auf einen Wanderer in medizinischer Notlage und nutzte den Hotspot, um einen Videoanruf zu tätigen, so konnte er Anweisungen zur Behandlung des Verunglückten umsetzen.

Bein Hashitin ist keine Rettungsorganisation. Das 12 Jahre alte Bildungsunternehmen führt diverse Programme durch – darunter Schulungen zur Vorbereitung auf die Armee, einen Modell-Bauernhof sowie die „Bauer für einen Tag“-Erlebnistour – um Israelis und Touristen das Arava-Tal näher zu bringen.

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