In Hass-Liebe verbunden - Simon & Garfunkel

Aus unserer Reihe jüdische Singer-Songwriter (Teil 2)

2010 bei einem Auftritt in New Orleans© Rick Diamond / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Von Theodor Joseph

Es ist unstrittig, wie sehr die (amerikanische) Pop- und Rockmusik seit den 1950ern von Interpreten jüdischer Herkunft mitgestaltet wurde. Oft waren es Söhne und Töchter, Enkel und Enkelinnen von Einwanderern. Bob Dylan, Barbra Streisand, Billy Joel und so viele andere machten aber nicht „jüdische“ Musik, vielmehr brachen sie – mal mehr, mal weniger – aus der Tradition aus. Als Beispiel dafür stehen Paul Simon und Art Garfunkel, oder als Duo auch: Simon & Garfunkel.

Paul Simon, 1941 in Newark, New Jersey, geboren, wurde nach seinem Großvater väterlicherseits, Paul Simon, benannt, der 1888 in Galizien geboren wurde und vor Armut und Pogromen geflohen, 1903 im Alter von 15 Jahren in New York City gelandet war. Er bekam Arbeit als Schneider, heiratete, hatte Kinder einschließlich Paul Simons Vater Louis und zog mit seiner Familie nach Newark und sprach zu Hause weiterhin Jiddisch.

Mit seinem Gesangspartner Art Garfunkel (geb. 1941 in Forest Hills, New York City), der, ausgestattet mit einem glockenhellen Tenor, hatte Paul Simon Riesenerfolge. „Simon & Garfunkel“ schrieben Pop-Geschichte, und Paul Simon praktisch alle Songs. Der kommerzielle Durchbruch gelang ihnen 1965 mit dem Lied „The Sound of Silence“. Das war Simons Antwort auf „The Times They Are A-Changin“, Dylans Hymne für eine ganze Generation, zugleich ein Nachruf auf den Aufbruchsgeist, den John F. Kennedy mit in den Tod nahm. 1999 sang Paul Simon sogar „Sounds Of Silence“ mit Bob Dylan im Duett.

Gegen Ende der 1960er Jahre, als Simon & Garfunkel in Popularität und Umsatz mit den Beatles konkurrierten, sagte sein Vater zu Paul: „Ist das alles, was Du willst? Ein Rockstar sein? Lehren! Lernen! ... Das ist das einzig Wichtige“.

 

Der Schabbat als jüdische Innovation

Ruhe – ein elementar jüdisches Thema, das sich im Sabbat/Schabbat manifestiert! Dies hat ein gesellschaftliches Gleichgewicht im jüdischen Leben hergestellt. Eine der größten Innovationen im Judentum ist der Schabbat. Ein Tag von sieben, an dem der Markt geschlossen ist, keine Arbeit verrichtet wird, ein Limit für das ökonomische Streben gesetzt ist. Nachzulesen in der Genesis.

Neuerschaffung und Ruhe ist das Geheimnis des Überlebens. Und der Schabbat ist dessen großartigste zivilisatorische Verkörperung. Die Griechen in der Antike verstanden den Schabbat nicht. Sie dachten, dass die Juden an einem Tag in der Woche die Arbeit ruhen ließen, weil sie faul seien. Doch sie lagen völlig falsch. Denn der Schabbat ist die „Neuerschaffung“. Es ist eine Zeit, die man den Dingen widmet, die eine Markwirtschaft am Laufen halten, aber von ihr bedroht werden: Familie, Gemeinde, Feiern, Gebet, Studium und Reflexion.

Im Gegensatz zu seinen Kollegen Bob Dylan und Leonard Cohen hat Paul Simon in seinem Leben und seiner Karriere jedoch nie offen jüdische Schritte unternommen. Weder sind seine Lieder – mit wenigen Ausnahmen – mit Verweisen auf biblische Geschichten und Themen beladen, noch sind sie in der prophetischen Weise besetzt, die so viel von Dylans und Cohens Werken antreibt.

Paul Simon wollte ursprünglich Anwalt werden. Nur zwei Jahre nachdem er Bar-Mizwa geworden war, trat er in das Queens College ein und der Vater erwartete, dass er seinen Abschluss machen und die juristische Fakultät besuchen würde. Simon hatte bereits als die Hälfte des jugendlichen Gesangsduos „Tom und Jerry“ (er war „Jerry“) Pop-Ruhm gekostet und mit seinem Song „Hey, Schoolgirl“ einen Hit erzielt. „Tom“ war Art Garfunkel, sein bester Freund, der nur ein paar Blocks entfernt wohnte, und während Simon als Kapitelpräsident der jüdischen Bruderschaft Alpha Epsilon Pi ein großer Mann auf dem Campus wurde, studierte Garfunkel Mathematik (und Architektur) an der Columbia University.

Pop-Erfolg schon als Teenager

Die vollständigen Namen, die das Duo „Tom & Jerry“ in seinen Teenager-Jahren 1957 anfangs verwendete, lauteten: Tom Landis und Jerry Graph. Simon war gerade 13, als er seinen ersten Song „The Girl For Me“ komponierte.

Paul Simon erinnert sich: „Ich träumte von Baseball, und das tue ich immer noch. Aber für eine Karriere als Sportler war ich leider zu klein. So klein, dass die Mädchen einfach über mich hinwegschauten. Eines Tages sah ich in der Schule eine Band spielen. Die Jungs sahen nicht toll aus, aber alle Mädchen himmelten sie an. Ich wusste, dass ich das auch kann, also besorgte ich mir eine Gitarre. Kaum hatte ich die, bemerkten mich auch die Mädchen. Ich war 16, als ich mit Artie Garfunkel den Song Little Schoolgirl verfasste. Das war unsere erste Single und gleich ein Hit. Wir nannten uns ‚Tom & Jerry‘“.

Mit „Simon & Garfunkel“ begann eine neue Ära der Pop-Geschichte: Indes wurde ihre erste Zusammenarbeit rasch beendet. Die Wiedervereinigung kam dann 1964 mit ihrem ersten Album für Columbia Records. Dabei gab man ihnen den Rat, unter ihrem stark jüdisch konnotierten Geburtsnamen aufzutreten, obwohl der Antisemitismus in den 1960er Jahren stark ausgeprägt war. Das erwies sich als kluger Schachzug, obwohl weder Simon noch Garfunkel, dessen Vorfahren rumänische Juden waren, ihren jüdischen Glauben praktizierten. Art Garfunkel hielt sich für einen spirituellen Menschen, der aber keiner „organisierten“ Religion folgen wollte. Dem Londoner „Jewish Chronicle“ verriet er, er liebe Juden, und ergänzte: „Ich sehe keinen Grund, mich mit religiösen Abgrenzungen zu identifizieren“.

 

Trennung der guten Freunde

Nachdem sich das Duo Simon/Garfunkel, in einer Hass-Liebe-Verbindung aufeinander bezogen, im Jahr 1970 nach zahlreichen Hits und Alben aufgelöst hatte, verfolgte Garfunkel eine Schauspielerkarriere und brachte zudem einige Soloalben heraus. Simon hinderte es nicht daran, seine Solokarriere weiter erfolgreich zu gestalten. Trennung und Wiedervereinigung lösten sich bei Simon und Garfunkel mehrfach ab.

Die wohl erfolgreichste Wiedervereinigung feierten die beiden Sänger vor einem großen Publikum am 19. September 1981 im New Yorker Central Park. Bei ihrem Konzert waren über 500.000 Zuschauer anwesend, und da für diesen Abend das ursprünglich geplante Feuerwerk untersagt wurde, gab es zum Schlussstück „The Sound of Silence“ – und ein großes Meer aus brennenden Feuerzeugen. Der Mitschnitt wurde als Doppel-LP veröffentlicht. Es folgte eine kurze Welttournee, die das Duo 1982 auch für einige Auftritte nach Deutschland brachte. Kurze Zeit später begannen Simon & Garfunkel wieder mit der Produktion eines gemeinsamen Albums, gaben das Projekt jedoch recht schnell wieder auf. Die Songs verwendete Paul Simon auf seinem Album „Hearts and bones“, jedoch ohne Garfunkels Beiträge.

 

Arbeit in Südafrika

Trotz einiger kommerzieller Rückschläge Anfang der 1980er Jahre konnte sich Paul Simon bis heute als Publikumsmagnet behaupten, veröffentlichte überaus erfolgreich seine LPs, experimentierte mit verschiedenen Musik-Stilen, unterstützte Richtungen, die ansonsten in der Pop-Musik wenig zu hören sind und interessierte sich für südafrikanische Musik.

Höhepunkt in Paul Simons Schaffen war 1986 das Album „Graceland“, bei dem er afrikanische Musik mit westlicher Popmusik vereinte. Es war sein kommerziell erfolgreichstes Album, für das er auch zwei von insgesamt zwölf Grammy Awards bekam. Weltweit wurden über 14 Millionen Exemplare verkauft. Simon nahm das Album in Südafrika auf, was ihm Kritik einbrachte, da dort noch immer Apartheid herrschte und ein Bann für kulturelle Kontakte nach Südafrika bestand.

Die Beziehung zwischen Simon und Garfunkel war gekennzeichnet durch einen lebenslangen Kampf mit ihrer Hassliebe, die auf jeder Seite von Eifersucht und Ressentiments angeheizt wurde. Simons Unsicherheiten in Bezug auf seine Stimme, Größe, Haare und Aussehen wurden durch Garfunkels Erfolge verstärkt. Natürlich waren es Simons Fähigkeiten als Songwriter und sein beachtliches Talent als Musiker, Arrangeur, Produzent und musikalischer Allround-Visionär, die Simon zu einem der kommerziell erfolgreichsten Singer-Songwriter aller Zeiten machten.

Anders als Art Garfunkel ist Paul Simon zwar klein an Wuchs – er misst ganze 1,55 Meter –, doch musikalisch überragt er alle, jemand, der es auch ohne einen Gesangspartner als Solist zu großen Erfolgen brachte. Stimmlich mag Art Garfunkel seinem Gesangspartner überragt haben, künstlerisch war Paul Simon seinem Partner um Leuchtturmlänge voraus.

Nachdem sich das in den USA von dem Produzenten Tom Wilson für Columbia Records bzw. CBS (Columbia Broadcasting System) unter Vertrag genommene Duo im Jahr 1970 nach zahlreichen Hits und Alben wieder aufgelöst hatte, verfolgte Garfunkel wie gesagt eine Schauspielerkarriere und brachte zudem einige Solo-Alben heraus. Obwohl er nie wieder an die Erfolge von Simon and Garfunkel anknüpfen konnte, gelangen Garfunkel in den 1970er Jahren einige Top-10-Hits wie „I Only Have Eyes for You“, „Bright Eyes“ und „All I Know“ in Großbritannien und den Vereinigten Staaten.

1975 kam es wieder mal zu einer kleinen Zusammenarbeit mit Paul Simon. Für Simons Album „Still Crazy After All These Years“ nahmen das Duo gemeinsam den Song „My Little Town“ auf. Gleichzeitig erschien das Lied auch auf der Garfunkel-LP „Breakaway“ und als Single. „Bright Eyes“ wurde 1979 auch durch die Verwendung in dem Zeichentrickfilm „Watership Down“ zur Nummer-1-Single in Großbritannien. Der „Rolling Stone“ listete Garfunkel 2008 auf Rang 86 der 100 besten Sänger aller Zeiten. Ab dem Winter 2010 laborierte Garfunkel an Stimmbandproblemen, die ihm Auftritte nahezu unmöglich machen. Mehrere Comeback-Versuche mussten abgesagt werden, da die Stimme den Belastungen nicht standhielt.

 

Art Garfunkels Fußreise um die Welt

Seit den 1980er Jahren ist Art Garfunkel mit Unterbrechungen über weite Strecken zu Fuß unterwegs. Sein Projekt The Walk führte ihn bereits einmal quer über den nordamerikanischen Kontinent und seit 1996 quer durch Europa, von Irland bis in die Türkei. Dabei lässt er sich immer an dem Punkt absetzen, an dem er zuletzt seinen Marsch unterbrochen hat. In Japan wanderte er durch Reisfelder.

Simon & Garfunkel 1982 in London© AFPr

Am Rande eines Konzerts in Tel Aviv 2011 verriet Paul Simon einige Geheimnisse über sich selbst. Der in New York geborene jüdische Sänger erzählte, dass er ursprünglich „Pinhas“ geheißen habe. Die Inspiration zu seinem bekanntesten Lied, „The Sound of Silence“, sei ihm auf der Toilette gekommen. Er habe im Finsteren dem Rauschen des Wassers gelauscht.

Zu einem Reporter der israelischen Zeitung „Jedijot Achronot“ sagte er, dass die Welt ihn als Jude betrachte. Er selbst hält sich für einen „weltlichen Juden“. Und weiter: „In Deutschland wurde ich gefragt, ob ich mich unwohl fühle, dort aufzutreten. Ich habe mich dort niemals unwohl gefühlt. Die scheinen ihre eigenen Gefühle auf mich übertragen zu haben.“

„Ich persönlich bevorzuge Musik, für die man sich Zeit nehmen muss“, antwortete Paul Simon einmal dem „Spiegel“. Die Natur eines Popsongs aber sei, dass er schnell zugänglich sein muss, so der Musiker. „Das Handwerk des Pop besteht aus der Verbindung von einfachen Botschaften mit eingängigen Melodien. Ich weiß, wie schwierig es ist, simple Songs zu schreiben.“

 

Paul Simon und Marianne Rosenberg

Schon früh interessierte Paul Simon sich für die Dritte Welt und feilte nach der Trennung von Art Garfunkel an seinem eigenen Konzept einer „Weltmusik“, die damals bei weitem noch nicht so populär war wie heute. Simon war eine Art Forschungsreisender in Sachen Weltmusik. Zunächst richtete er seinen Blick auf Lateinamerika. Neu aber war die Hinwendung nach Afrika, der Paul Simon seinen größten Erfolg als Solo-Künstler verdankte. Das Verdienst von „Graceland“ war es, die autochthone Musik Südafrikas für westliche Ohren hörbar zu machen. Das schaffte vor ihm nur Miriam Makeba.

Indes konnte Paul Simon auch über das Ziel hinausschießen: Beim Festival Internacional da Cançao Popular, einem Schlagerwettbewerb, der im Oktober 1970 in Rio de Janeiro stattfand, erklärte Simon, der als Juror verpflichtet war, bereits vorab, dass er Deutschland keine Punkte geben werde – offensichtlich aus politischer Abneigung Deutschland gegenüber wegen dessen Holocaust-Geschichte. Die deutsche Vertreterin, die damals fünfzehnjährige Marianne Rosenberg, die zur Bewertung anstand, ist allerdings die Tochter eines Auschwitz-Überlebenden Sinto Otto Rosenberg.

„Ich sitze in einem Bahnhof. Habe die Fahrkarte für mein Ziel…“ So beginnt, übersetzt ohne die lyrische Leichtigkeit des Originals, eine der schönsten Hymnen über Sehnsucht, Heimweh und Einsamkeit, die jemals komponiert wurde. Paul Simon hat sie vor fast fünfzig Jahren im zugigen Widnes-Bahnhof in Merseyside/England geschrieben, als er auf den Morgenzug nach London wartete. „Homeward Bound“ war auch der Titel seiner letzten Tournee im Jahre 2018, die er im kanadischen Vancouver startete. Danach ging der trotz über 100 Millionen verkaufter Alben immer an sich zweifelnde Poet unter den amerikanischen Songwritern, der das Americana-Liederbuch mit Preziosen wie „The Boxer“, „Bridge over Troubled Water“, „Mrs. Robinson“ und all die anderen Erfolgsalben bereichert hat, in Rente. Paul Simon war immer der kluge und neugierige Soundtüftler. „Still Crazy After All These Years“, der Titel eines Jahrhundert-Songs aus seiner Feder, wird auch weiter das Lebensmotto des ewigen Zweiflers bleiben.

 

Mrs. Robinson und die Reifeprüfung

Der Song „Mrs. Robinson“ aus dem Film „The Graduate“ (deutsch: „Die Reifeprüfung“) ist ein Lied von Simon & Garfunkel. Im April 1968 als Single veröffentlicht, war es nach „The Sounds of Silence“ von 1965 der zweite Nummer-eins-Hit von Simon & Garfunkel in den USA. Die Filmmusik von Simon & Garfunkel wurde als Soundtrack-Album veröffentlicht und erreichte im April 1968 Platz eins der US-amerikanischen Albumcharts. Für die Entstehungszeit durchaus ungewöhnlich wurde Popmusik gezielt eingesetzt, um die Stimmung einer Szene zu transportieren. 2004 wählte das American Film Institute das Lied „Mrs. Robinson“ auf Platz 6 in ihre Liste der 100 besten US-amerikanischen Filmsongs.

Es fällt auf, dass jüdische Musiker und Komponisten der populären Musik für berühmte Filmsongs verantwortlich zeichnen. In diesem Zusammenhang sind u.a. zu nennen: Lalo Schifrin, Bob Dylan, Burt Bacharach, Randy Newman, Neil Diamond, Carole King – und eben Simon & Garfunkel. Rund 50 Prozent aller Oscar-Gewinner für Filmmusik, sei es für den Soundtrack oder den besten (Titel-)Song, sind jüdischer Herkunft.

Paul Simon, der in seinen Werken Einflüsse aus Jazz, Reggae, Salsa, Blues, Gospel und New-Orleans-Sound verarbeitet, gilt als einer der erfolgreichsten Song-Autoren seit den beiden „Beatles“ John Lennon und Paul McCartney. 1990 wurde er zusammen mit seinem ehemaligen Partner Art Garfunkel in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen, seit 2001 ist er dort auch als Solist aufgeführt.

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