Die Lucia Moholy – Die jüdische Bauhaus-Fotografin

Lucia Moholy. © Bauhaus-Archiv, Berlin.
Lucia Moholy (1894–1989), in Prag geboren und als moderne, emanzipierte Frau in Berlin aktiv, etablierte sich als Fotografin am Bauhaus, wo sie bedeutsame Aufnahmen von Architektur und Design schuf. Obwohl sie maßgeblich zum künstlerischen Erfolg ihres Mannes László Moholy-Nagy beitrug, geriet sie selbst lange in Vergessenheit. Als Jüdin musste sie 1933 aus Deutschland fliehen und ließ ihre Negative schweren Herzens zurück, die später ohne ihre Namensnennung veröffentlicht wurden. Die Arte-Dokumentation „Lucia Moholy – Die Bauhaus-Fotografin“ würdigt ihr künstlerisches Schaffen und ist noch bis zum 10. Mai in der Mediathek abrufbar. (JR)
Lucia Moholy (1894-1989) muss eine Frohnatur gewesen sein, lauscht man den Erinnerungen der Freundin Angela Thomas in der Arte-Dokumentation „Lucia Moholy – Die Bauhaus-Fotografin”. Thomas zeigt ein Foto von Moholy im hohen Alter mit einem offenen Lächeln. Eine außergewöhnliche Frau wird sichtbar, die der Film in die Gegenwart holt. Bisher sind nur einzelne Facetten von ihr wieder ins Scheinwerferlicht gerückt worden. Das Bröhan Museum in Berlin bspw. richtete mit der Ausstellung „Lucia Moholy – Das Bild der Moderne“ 2022 den Blick auf ihre historisch-bedeutsamen Fotografien des Bauhauses – und den erschütternden Rechtsstreit mit Walter Gropius bzgl. ihrer Negative, die ihr im Exil eine wichtige Einkommensgrundlage hätten sein können. Die Ausstellung war ein wichtiger Beitrag, ein heutiges Publikum auf sie aufmerksam zu machen.
Der Film hat nun über Archivmaterial und Gesprächen mit ehemaligen Weggefährten die Möglichkeit, ein lebendiges Portrait zu schaffen, das ihre Persönlichkeit sowie die vielen Wendungen in ihrem Leben und ihrer Karriere nahe bringt. Die Erschütterungen des 20. Jahrhunderts durchgestanden zu haben und 95 Jahre zu werden, bedarf innerer Stärke und Zuversicht.
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