SPD-Schwesterorganisation Fatah feiert unverhohlen das Jubiläum ihres ersten Terroranschlags

Die Fatah (die aufs Herzlichste neu bestätigte Partnerorganisation der deutschen SPD-Jusos) verübte 1965 ihren ersten – glücklicherweise fehlgeschlagenen – Terroranschlag in Israel.

Fatah-Anhänger feiern die Gründung ihrer Bewegung in Gaza-Stadt.© MUHAMMED ABED, AFP

Von Stefan Frank

Immer zu Jahresbeginn feiert die von Machmud Abbas, dem lebenslangen Chef der „Palästinensischen Autonomiebehörde“, geführte Fatah nicht nur den Beginn des neuen Jahres, sondern gleichzeitig auch das Jubiläum ihrer Gründung, genauer gesagt: den ersten von ihr verübten Terroranschlag am 1. Januar 1965.

Damals drangen Fatah-Terroristen nach Israel ein und installierten eine Bombe am National Water Carrier, einem Kanal, der den See Genezareth mit der Negev-Wüste verbindet und die Bevölkerung im Süden Israels mit Trinkwasser versorgt. Die Bombe explodierte glücklicherweise nicht.

 

Terror als Karrierestart

Die Fatah begann ihre Karriere also mit einem versuchten Kriegsverbrechen an der israelischen Zivilbevölkerung. Das war ein Jahr nach dem Gipfel der Arabischen Liga in Kairo im Januar 1964, wo 13 Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga zusammengekommen waren, um über den Streit zwischen Israel und Jordanien um Wasserentnahme aus dem Jordan zu beraten.

Auf technischer Ebene war 1955 unter der Vermittlung des amerikanischen Diplomaten Eric Johnston ein beide Seiten zufriedenstellender Kompromiss gefunden worden – doch das Abkommen zu ratifizieren, hätte die Anerkennung Israels bedeutet, was für die arabischen Staaten damals nicht in Frage kam.

Stattdessen wurde der im Südlibanon geborene Jurist und Diplomat Ahmed El-Shukairy beauftragt, bis zum nächsten Treffen, das am 11. September 1964 in Alexandria stattfand, eine Organisation zu gründen, deren Vorsitzender er sein würde: die „Palästinensische Befreiungsorganisation“ (PLO), ein Bündnis von sechs Terrorgruppen, gegründet am 28. Mai 1964 im jordanisch besetzten Jerusalem. Die Fatah war und ist die größte Gruppe innerhalb der PLO.

Wie das Institut „Palestinian Media Watch“ (PMW), das Medien und Regierungsverlautbarungen in den „Palästinensischen Autonomiegebieten“ auswertet und ins Englische übersetzt, berichtet, begannen die diesjährigen Geburtstagsfeierlichkeiten der Fatah bereits am 24. Dezember.

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