Den Grünen kann es egal sein, wer unter ihnen regiert

Die Grünen sitzen mittlerweile dank des historisch bereits nachgewiesenen Instinkts des deutschen Wählers für die falschen Politiker so fest im Sattel, dass selbst der Ministerpräsident eines CSU-geführten Landes bemüht ist, es den Grünen rechtzumachen und ihren irrwitzigen Wünschen nach der Deindustrialisierung Deutschlands nachzukommen.

Das grüne Führungs-Duo aus Annalena Baerbock und Robert Habeck hat gut lachen: Nahezu alle anderen Parteien bewegen sich in ihre ideologische Richtung. Als sich CDU-Abgeordnete in Sachsen-Anhalt dem grünen Wunsch nach GEZ-Erhöhung widersetzten, wurden sie ermahnt - von der CSU!© INA FASSBENDER / AFP

Von Klaus-Rüdiger Mai

Die Merkel-CDU und die Söder-CSU treibt nur noch die Leidenschaft an, sich als Erfüllungsgehilfe, vielleicht sogar als williger Handlanger der Grünen zu erweisen. Den Grünen ist es letztlich egal, ob die Koalition schwarz-grün oder grün-schwarz heißen wird, grün wird sie auf jeden Fall sein, ob die Grünen den Kanzler stellen oder sie dem Kanzler die Aufgaben stellen.

Parallel zum gemeinsamen „Spiegel“-Gespräch von Robert Habeck und Markus Söder bekräftigte Annalena Baerbock in einem „Kanzler*innen“-Interview mit der „taz“ den Regierungsanspruch der Grünen. Fazit: die CDU ist ganz honett, aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber das muss der CDU/CSU keine Sorgen bereiten, dafür gibt es ja die Grünen, um ihr zu sagen, wo es ideologisch lang geht und wie man eine Volkswirtschaft am schnellsten zerstört. In dieser Frage sind die Grünen sehr, sehr deutsch, nämlich gründlich und prinzipiell-was geschieht muss total geschehen.

Um den „Kohleausstieg bis zum Ende dieses Jahrzehnts“ zu realisieren, ohne dass Industrie und Privathaushalte mit stromlosen Perioden rechnen müssten, ist „fünfmal so viel Windkraft an Land“ zu „bauen wie jetzt“, erklärt die Politikerin, die Kobalt nicht von Kobolden zu unterscheiden weiß und glaubt, dass das Netz der Speicher sein könnte. Wenn man einmal nachrechnet, wie viele Windkraftparks für fünfmal so viel Windkraft nötig sein werden, weiß man, wie viele Wälder und Arten die Beschützer der Wälder und Artenvielfalt zu vernichten sich bereitfinden, um aus den EEG-Millionären EEG-Milliardäre zu machen, denn fünfmal so viel Windkraft bedeutet zehnmal so viel an Profit für die Windkraftanlagenproduzenten und Windkraftparkbetreiber und zehnmal höhere Kosten für die deutschen Steuerzahler. Das energiepolitische Programm der Grünen ist unsozial, es macht Energie zum Luxus.

Bob Dylan wusste schon: „The answer my friend is blowing in the wind.“ Wenn der Wind weht, werden die Deutschen kochen, Fernsehschauen oder am Computer arbeiten, wenn nicht, dann dürfen sie sich im Dunkeln auf die Schulter klopfen, dass sie Kochen, Fernsehschauen oder am Computer arbeiten für das Klima opfern.

In der den „Klimaschützern“ eigenen Liebe zur Transparenz will man in der Novellierung des EEG die Energiepreise deckeln, um in der Bevölkerung Akzeptanz für den Weg ins energieversorgerische Nirwana zu erwecken, in dem die Mehrkosten direkt vom Staat aus dem Steuersäckel beglichen werden sollen. Die C02-Steuer macht es möglich. Der Bürger zahlt in jedem Fall, er darf es nur nicht merken. Was ihm nicht aus der linken Tasche wird ihm link aus der rechten Tasche genommen.

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