Die israelisch-indische Kooperation in Sachen Wasser

Der jüdische Staat ernennt erstmals einen Wasserattaché in seiner Botschaft in Indien

Verstehen sich gut: Der israelische Premier Netanjahu und sein indischer Amtskollege Modi.© AFP

Von Yossi Aloni (Israel Heute)

Ab Januar 2021 wird es in der israelischen Botschaft in Indien einen Wasserattaché geben, dessen Aufgabe es sein wird, israelische Wassertechnologien in Indien zu fördern und dazu beizutragen, auf die Bedürfnisse Indiens im Wasserbereich zu reagieren. Israel ist das erste Land der Welt, das einen Wasserattaché als Teil einer Botschaft hat.

Der Wasserattaché wird in Zusammenarbeit mit dem israelischen Landwirtschaftsministerium tätig sein und mit den indischen Behörden sowie mit Wasserunternehmen in Israel zusammenarbeiten, um sie an lokale Projekte und Ausschreibungen im Wasserbereich anzubinden.

Das Thema Wasser ist eines der wichtigsten Themen, das vom indischen Premierminister Modi Narendra gefördert wird, der ein ehrgeiziges Projekt initiiert hat, um alle privaten Wassernetze in Indien an ein zentrales System anzuschließen. Israel verfügt über enorme Kapazitäten in den Bereichen Bewässerung, Wasseraufbereitung, Recycling und Entsalzung. Das israelische Außenministerium betrachtet dies als ein strategisches Projekt und wählt den Wasserattaché aus. Zu den Aufgaben des Attachés wird es gehören, die israelischen Exporte nach Indien zu steigern.

Der israelische Außenminister Gabi Ashkenasi treibt derweil mit seinem indischen Amtskollegen Gishnakar die indisch-israelische Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Bereichen voran. Kürzlich wurden Wasser- und Kulturabkommen zwischen Israel und Indien unterzeichnet. Demnächst wird auch ein Gesundheitsabkommen unterzeichnet werden. Diese reihen sich ein in eine lange Reihe von Abkommen, die während Netanjahus Besuchen in Delhi und Modis Besuch in Israel unterzeichnet worden sind.

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