„Im Tirtzu“, die konservative Studentenbewegung Israels

Matan Peleg, Direktor der Graswurzelbewegung „Im Tirtzu“, im Interview mit der JÜDISCHEN RUNDSCHAU

Matan Peleg (links) mit Charlie Kirk, dem Gründer der amerikanischen konservativen Studentenbewegung „Turning Point USA”.

Im Tirtzu ist die größte zionistische Graßwurzelbewegung Israels. Die Organisation gestaltet und beeinflusst den öffentlichen Diskurs und die politische Agenda durch zionistische Aufklärungsarbeit an Israels Universitäten, Reportagen über verschiedenste Themen, Unterstützung bei Gesetzesvorhaben, juristische Aktionen und Demonstrationen. Seit 2014 leitet Matan Peleg die Bewegung als Direktor. Der 39-Jährige Politikwissenschaftler, der einen Masterabschluss in Konfliktbewältigung von der Hebräischen Universität Jerusalem hat, ist bekannt für seine freimütigen und unkonventionellen Auftritte in den israelischen Medien.

In der auch in Israel sehr schwierigen Corona-Zeit arbeitet seine Bewegung unermüdlich.

Im Interview mit der Jüdischen Rundschau gewährt er einen exklusiven Einblick in seine Arbeit sowie seine persönlichen Ansichten.

 

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Die Im-Tirtzu-Bewegung verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad in Israel, aber auch weit über die Grenzen des jüdischen Staates hinaus. Sie benutzen Ihre Publikationen, um die zionistischen Werte zu verbreiten und „Hasbara“-Arbeit zu leisten. Könnten Sie uns kurz die Arbeit der Bewegung vorstellen? Welche Tätigkeiten gehören dazu? Und vor welchen Herausforderungen steht Ihre Bewegung?

Matan Peleg: Im Tirtzu begann 2006 als kleine studentische Bewegung an der Hebräischen Universität Jerusalem. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Organisation und umfasst heute Zehntausende von Aktivisten sowie Hunderttausende Unterstützer. Diese Aktivisten arbeiten mit dem Ziel zusammen, den jüdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel zu erhalten. Die Bewegung hat auch Hunderte muslimischer, christlicher und beduinischer Aktivisten und pflegt darüber hinaus Verbindungen zu palästinensischen Arabern in Hebron und sogar zu ehemaligen Terroristen wie Mohammed Massad.

In der Tat ist die Bewegung rasant gewachsen, weil die Menschen die Notwendigkeit Israels Zukunft zu sichern erkannt haben – unabhängig von der Politik und den Politikern. In diesen Tagen arbeitet Im Tirtzu sehr intensiv im juristischen Bereich. So versuchen wir beispielsweise, die Einmischung ausländischer Regierungen in Angelegenheiten der israelischen Verwaltung aufzudecken und zu unterbinden, zumindest jedoch zu reduzieren.

Ebenfalls gehen wir gegen Anarchisten vor, die Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) bedrängen.

Während der Corona-Krise unterstützen wir außerdem bedürftige Familien, waren im sozialen Bereich tätig und halfen israelischen Landwirten.

2014 habe ich den Gründer Ronen Shoval als Direktor der Bewegung abgelöst, da es mir wichtig war, in einer einflussreichen Position in der israelischen Gesellschaft zu agieren.

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Eine eurer bekanntesten Kampagnen ist der Kampf gegen die europäische, und vor allem die deutsche Finanzierung linksradikaler und antizionistischer Organisationen, die in Israel operieren. Allein die deutsche Finanzierung betrug laut NGO Monitor zwischen 2012 und 2019 in Summe ca. 19 Millionen Euro. Was sollte rechtlich und diplomatisch gemacht werden, um die Finanzierung dieser Organisationen aus dem Ausland zu unterbinden?

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