Arafats Erfindung des Wortes „Palästinenser“in den 1960er Jahren

Der aus Ägypten stammende arabische Terrorist Arafat hat den Begriff „Palästinenser“ zur Legitimierung des arabischen Terrors gegen Israel als vermeintliche Befreiungsbewegung erfunden. Es brauchte nur wenige Jahre, bis sich der Begriff dank der globalen israelfeindlichen Medien auch im Westen durchsetzte. In deutschen Regierungsdokumenten taucht der Begriff „Palästinenser“ erst 1974 auf.

Der Terrorist Jassir Arafat© Rhata Benghatit , AFP

Von Ulrich W. Sahm und Elisabeth Lahusen

Eine Menschengruppe, die in einem umgrenzten geografischen Raum lebt, sowie über eine gemeinsame Sprache und Kultur verfügt, worin sie sich von anderen Völkern unterscheidet, wird gemeinhin „Volk“ genannt. Manche Völker existieren über Jahrtausende am selben Ort, wie die Chinesen. Dann gibt es Völker, die einst einen großen Namen hatten, aber wegen den Wirren der Geschichte spurlos untergegangen sind, darunter die Kanaanäer, Philister, Jebusiter. Aber auch Maya, Tolteken und Rapanui sind nur noch für Archäologen und Historiker interessant. Die Juden fielen fast 2.000 Jahre lang völlig aus dem Rahmen. Vertrieben aus ihrer alten Heimat, mit nichts als einer langen schriftlich belegten Geschichte, waren sie jahrhundertelang über die ganze Welt verteilt, mit Ländern, in denen sie Aufnahme fanden im ständigen Austausch, und haben doch ihre eigenen Traditionen nie ganz abgelegt.

Ihr „Heiliges Buch“ verbreitete sich über die ganze Erde, was aber seltsamerweise nie zu Sympathie führte. Juden hatten die Bibel zwar geschrieben, aber man sprach ihnen jegliche Fähigkeit ab, deren Sinn zu verstehen. Sie hatten nur ihre Sprache und ihre Volkserzählung, sie hatten eine Kultur, die sich teilweise mit den Kulturen der Völker, mit denen sie zusammenlebten, vermischte, aber sie galten im Bewusstsein der Welt als heimatlos, als Volk ohne Grenzen. Genau so grenzenlos war der Hass auf dieses Volk, der im Holocaust seinen Höhepunkt fand, ohne damit aber beendet zu sein. Die Gründung Israels, die dem jüdischen Volk zum ersten Mal wieder eine physische Heimat bot, rief denn auch folgerichtig sofort den geballten Vernichtungswillen der Nachbarn auf den Plan – bis nach dem Sechstagekrieg klar war, dass man mit rein militärischen Mitteln diesem Volk nicht mehr seine Heimat würde nehmen können. Der Furor gegen die Juden war in eine Sackgasse geraten. Antisemit wollte man nicht mehr sein, das sagte der Verstand. Aber die Juden in Ruhe zu lassen, kam offenbar auch nicht in Frage.

 

Ideologie ersetzt Tradition

Es musste eine Gegenlegende geschaffen werden und so entstand das Volk der „Palästinenser“. Ein Volk ohne eigene Tradition, ohne eigene Kultur oder Sprache, einzig geschaffen, genau den geografischen Raum einzunehmen, der von Israel besetzt ist. In Ramallah haben die „Palästinenser“ ein riesiges Museum ihrer Geschichte errichtet. Noch steht es leer und niemand weiß, womit des gefüllt werden sollte. Denn ausgerechnet im geschichtsträchtigen Heiligen Land, wo fast jeder Spatenstich uralte Funde hervorbringt, haben die Archäologen noch nie eine Scherbe oder Münze ausgegraben, die den „Palästinensern“ hätte zugeordnet werden können. Farbenfroh und fantasievoll bedient sich die Heldenlegende dieses neuen Volkes stattdessen aller alten Geschichten des Judentums. Die Ur-Vorfahrin einer bekannten „palästinensischen“ Aktivistin, so erzählt man, habe im Garten Eden zugeschaut, wie Eva dem Adam den Apfel reicht. Selbst Salomo sei ein Moslem gewesen und habe in Jerusalem zu Allah gebetet. Selbstverständlich wird auch die Geschichte der Apartheid bemüht und der Begriff des Rassismus und im Überschwang der Fantasie wurden der Heiligenlegende der „Palästinenser“ nicht nur Jesus und Maria einverleibt, sondern man kreierte auch einen ganz besonders originellen Opferstatus in Abgrenzung zu Israel. Während das jüdische Volk durch die eigene Sprache und Kultur über die Jahrhunderte und die Generationen in vielen Ländern fortlebte, vererbt sich der „palästinensische“ Opferstatus in Ermangelung jeglicher eigenen Kultur rein über die physische Kindschaft und nur in Ausgrenzung zu Israel. Davon lebt heutzutage eine ganze NGO-Industrie. Aber seit wann eigentlich?

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