Stuttgart ist ein weiteres Ergebnis grünen Politikversagens

Die Grünen ernten mit dem Stuttgarter Gewaltchaos, was sie in Jahren einer verfehlten Bildungs-, Einwanderungs- und Integrationspolitik selbst verursacht haben.

Der grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, war früher Mitglied des „Kommunistischen Bundes Westdeutschland“, 
der mit Pol Pot sympathisierte.© INA FASSBINDER , AFP

Von Tomas Spahn (Tichys Einblick)

Lange Zeit tobte bei den „Grünen“ ein interner Krieg zwischen den sogenannten „Fundamentalisten“ – kurz „Fundis“ – und den „Realpolitikern“ – kurz „Realos“. Winfried Kretschmann, seit dem 12. Mai 2011 Ministerpräsident des „Ländles“ Baden-Württemberg, gilt als Realo. Doch was bedeutet das?

 

Vom Maoisten Kretschmann …

Der 1948 in Spaichingen geborene Kretschmann entstammt einer katholisch-liberal geprägten Familie. Ein „Herz-Jesu-Marxist“, wie entsprechende Persönlichkeiten aus dem christdemokratischen Umfeld spöttisch genannt wurden?

Kretschmann zumindest traf als bekennender Katholik schnell eine grundsätzliche, politische Entscheidung. Als Lehramtsstudent an der Universität Hohenheim schloss er sich 1973 dem „Kommunistischen Bund Westdeutschland“ an, stellte für die linksextremistische Gruppierung den Vorsitzenden des Asta. Zwei Jahre später soll er sich von diesen Möchtegern-Revolutionären abgewandt haben, bezeichnet sein studentisches Engagement heute als Verirrung „in linksradikale Gruppen“.

Ein Geläuterter? Nun – die Einordnung des KBW als radikal statt extremistisch spricht nicht dafür. Denn der KBW war durchaus militant. Zu seinem politischen Umfeld gehörte beispielsweise die „Gesellschaft zur Unterstützung der Volkskämpfe“. Der KBW bekannte sich zur „Diktatur des Proletariats“ – eine Ideologie, die auf die Ausgrenzung und Eliminierung von Mitbürgern als „Klassenfeinde“ aufgrund sozialer Herkunft und Eigentumsverhältnissen setzt. Das ist extremistisch – nicht radikal.

Der KBW bekannte sich als „Neue Linke“ zu Massenmördern wie Mao und Pol Pot. Der „Kulturrevolutionär“ und der „Steinzeitkommunist“ – nur „Radikale“? Sicherlich nicht. Wer sich zu solchen Personen bekannt hat, kann seine Abkehr nur glaubwürdig machen, wenn er sie als das benennt, was sie sind: terroristische Extremisten. Nicht radikale politische Denker.

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