„Ich bin kein Jude mit zitternden Knien“

Dieses Zitat ist die vielleicht beste Antwort, die der israelische Premierminister Menachem Begin 1982 auf die düsteren Drohungen und Erpressungsversuche des gegenwärtigen Präsidentschaftskandidaten der Democrats, Joe Biden, geben konnte im Hinblick auf die beabsichtigte Wiedervereinigung von Teilen Judäas und Samarias mit dem israelischen Kernland.

Der heutige Bewerber um das US-Präsidentenamt, Joe Biden, versuchte wiederholt andere Länder zu erpressen. Doch Menachem Begin (links) ließ sich nicht unter Druck setzen.
© AFP

Von Steve Frank (JNS)

Am 1. Juli 2020 verkündete Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die Pläne seiner Regierung, Israels Souveränität auf diejenigen Teile des Westjordanlandes (Judäa und Samaria) auszudehnen, in denen die große Mehrzahl der israelischen Siedlungen liegt. Das Gebiet umfasst 30 Prozent des Westjordanlandes. Das verbleibende Gebiet, indem die meisten der „Palästinenser“ leben, ist für einen unabhängigen „Palästinenser“-Staat auf Grundlage des Trump-Friedensplanes vorgesehen, sollten sich das „palästinensische“ Volk und seine Führung dazu entscheiden, friedlich an der Seite des jüdischen Staates zu leben.

Israels erwarteter Schritt steht im Einklang mit der jüngsten Friedensinitiative der amerikanischen Regierung und hat dort bereits grünes Licht erhalten. Andernorts stieß er auf Kritik, die von Empörung bis hin zu unverblümten Drohungen reicht. Daniel Pipes, der Präsident des „Middle East Forum“ (Nahostforum), warnte unheilverheißend in der „New York Times“ eine sogenannte Annexion „beschädigt Israels Beziehungen mit der Trump-Regierung ebenso wie mit den Demokraten, den Europäern und arabischen Staatschefs, destabilisiert die Region, radikalisiert die israelische Linke und gefährdet das zionistische Streben nach einem jüdischen Staat.“

Während der jüngsten Präsidentschaftsvorwahlen der Demokratischen Partei drohten mehrere Kandidaten damit, die amerikanische Hilfe an Jerusalem als „Hebel“ zu benutzen, um einen solchen Schritt abzuwehren. Der designierte Kandidat und frühere Vizepräsident Joe Biden sagte, Israel werde wahrscheinlich die ohnehin nicht mehr bestehende Zwei-Staaten-Lösung untergraben.

 

Angst unter Diaspora-Juden

Israels angekündigter Schritt im Westjordanland ist rechtmäßig, pragmatisch und zielt darauf ab, den Friedensprozess aus der Sackgasse zu führen. Pipes hysterische und spekulative Ängste, die von der „New York Times“ aufgegriffen wurden, konnten schnell entkräftet werden. Seine Ansichten rühren von der tief verwurzelten, aber fehlgeleiteten Mentalität der Galut (jüdische Diaspora) her, dass ein Jude, solange er die Goyim (Nichtjuden) nicht verärgert, in Frieden gelassen werde. Dieser wahnhafte Glaube hätte mit dem Holocaust begraben werden müssen. Es ist verstörend zu sehen, dass er von einem angesehenen jüdischen Kommentator zu neuem Leben erweckt wird.

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