Mörder unter sich: Der von Nazis im KZ getötete SS-Folterarzt Sigmund Rascher

Wie ein Nazi-Arzt, der brutale Menschenversuche anstellte, von der eigenen Ideologie zu Fall gebracht wurde

Der Nazi Sigmund Rascher (rechts) bei einem seiner Experimente© WIKIPEDIA

Von Tina Adcock

Viel hat man bereits über jene SS-Ärzte gelesen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ihre schrecklichen medizinischen Experimente an den Insassen durchgeführt haben. Namen wie Josef Mengele, der u.a. durch die gezielte Selektion von Zwillingen und seine grausamen Eingriffen an ihnen ein Gen oder eine ähnliche Struktur zu finden suchte, um den Deutschen Mehrlingsgeburten zu ermöglichen und somit die „deutsche Rasse“ so schnell wie möglich zu vermehren, sind in zahlreichen Abhandlungen erforscht wurden. Doch es gibt auch andere, weniger bekannte Figuren wie Sigmund Rascher, der von der Position eines SS-Arztes zu einem Lagerinsassen wurde, und kurz vor Kriegende als KZ-Häftling in Dachau nunmehr selbst von der SS getötet wurde.

Überraschenderweise gibt es nicht viele Werke, die sich mit Rascher beschäftigen und einige, wie z.B. „Der Untergang des Hauses Rascher: Das bizarre Leben des KZ-Arztes Sigmund Rascher“ von Siegfried Bär alias Hubert Rehm, sind leider nicht besonders gut recherchiert. Empfehlenswert ist hingegen das Buch von dem deutschen Historiker Julien Reitzenstein: „Himmlers Forscher: Wehrwissenschaft und Medizinverbrechen im ‚Ahnenerbe‘ der SS“, der sich zwar nicht ausschließlich mit Rascher auseinandersetzt, aber ihn umso mehr in das zentrale Rassenwahngebilde der SS-Medizin einordnet und seine Rolle darin beleuchtet.

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