„Die Linke“ Kassel: Gedenken ja – aber bitte ohne Israel!

Ein Mitglied der umbenannten SED vergleicht Israel mit Saudi-Arabien

Christian Gessele, Oberbürgermeister von Kassel, wurde von Simon Aulepp von „Die Linke“ attackiert.

Von Stefan Frank

Nach dem antisemitisch motivierten Terroranschlag von Halle an der Saale hisste die Stadt Kassel die israelische Flagge vor dem Rathaus. Daran entzündete sich ein in der Öffentlichkeit ausgetragener politischer Streit – ein Stadtratsabgeordneter der Linken nahm daran Anstoß und verlangte vom Oberbürgermeister eine Erklärung.

Am 9. Oktober hatte in Halle ein erklärter Judenhasser versucht, während des Jom-Kippur-Gottesdienstes in eine Synagoge einzudringen, um dort ein Blutbad anzurichten. Sein Plan scheiterte daran, dass er die abgeschlossene Tür nicht aufbrechen konnte; so ermordete er statt der Juden in der Synagoge zwei Menschen (beide nichtjüdisch), die ihm zufällig über den Weg liefen.

 

Kasseler Anteilnahme

Gleich am folgenden Tag, den 10. Oktober, hisste die Stadt Kassel als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität die israelische Fahne vor dem Rathaus. Kassel unterhält eine Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Ramat Gan bei Tel Aviv, und hat aus diesem Grund immer eine solche Flagge in ihren Beständen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung auf Anfrage von Mena-Watch. Er erläuterte, dass es neben der Flagge ein Banner mit dem Slogan und Twitter-Hashtag „#ZusammenSindWirStark!“ gegeben habe. Das sei bereits das Motto einer Großdemonstration nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Juni gewesen.

In einer Erklärung, die Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle nach dem Anschlag veröffentlichte, schrieb er, die Stadt Kassel sei „tief erschüttert und schockiert über den mörderischen Angriff auf Menschen und den feigen Anschlag auf die Jüdische Gemeinde in Halle an der Saale.“

Den Angehörigen der Opfer drückte er sein Mitgefühl aus, der betroffenen jüdischen Gemeinde seine Anteilnahme und Solidarität. „Antisemitismus, Menschen- und Fremdenhass haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Dem treten wir entschieden entgegen. Wir müssen jetzt noch fester gegen jeden Versuch zusammenstehen, unsere Gesellschaft durch Hetze, Hass, Extremismus und Gewalt zu spalten.“ Als „Zeichen der Betroffenheit und Solidarität“, so die Erklärung, „wurde vor dem Rathaus in Kassel die Israel-Flagge gehisst.“

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Interview mit der Botschafterin von Australien in Deutschland

Interview mit der Botschafterin von Australien in Deutschland

Die Diplomatin Lynette Margaret Wood im Gespräch mit der JÜDISCHEN RUNDSCHAU über den jüdischen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Down Under und die Aufnahme jüdischer Verfolgter auf dem Fünften Kontinent während des Holocausts.

Lassen die Grünen Israel im Ernstfall im Stich?

Lassen die Grünen Israel im Ernstfall im Stich?

Die Aussagen des grünen Parteivorsitzenden Robert Habeck nach seinem Besuch im Heiligen Land lassen erahnen, dass sich Israel auf ein Deutschland unter grüner Führung besser nicht verlassen sollte.

Hannover als Sammelpunkt türkischer Rechtsextremisten

Hannover als Sammelpunkt türkischer Rechtsextremisten

Wie viel Toleranz will Hannovers neuer grüner Oberbürgermeister Belit Onay eigentlich noch gegenüber den reaktionären Islamverbänden zeigen?

Wieviel kostet Claus Kleber die GEZ-Zahler?

Wieviel kostet Claus Kleber die GEZ-Zahler?

Räuberhöhle ARD und ZDF: Die öffentlich-rechtlichen Sender sind zum Selbstbedienungsladen für ihr Führungspersonal und ihre Redakteure verkommen.

Früher war weniger Messer!

Früher war weniger Messer!

Mehr Messergewalt und immer weniger Hemmungen vor körperlichen Übergriffen gegen politische Gegner verändern die Lebenssituation in Deutschland unter Angela Merkel.

So billig kommt ihr nicht davon

So billig kommt ihr nicht davon

Auf Betroffenheitsrituale der deutschen Bundeskanzlerin darf man nicht hereinfallen – ihre Politik ist für die Juden Deutschlands und für den Staat Israel hochgradig schädlich.

Warum Linke oft mit Islamisten und sogar Terroristen kuscheln

Warum Linke oft mit Islamisten und sogar Terroristen kuscheln

Weite Teile der Linken betrachten islamische Fundamentalisten und Terrororganisationen im Kampf gegen den vermeintlichen westlichen Kapitalismus und Imperialismus als Verbündete.

Wer solche Freunde hat…

Wer solche Freunde hat…

Deutsche Politiker verhalten sich im Fall Soleimani kaum noch wie NATO-Partner – von den unaufrichtigen Reaktionen deutscher Journalisten ganz zu schweigen

Kein Platz für Ronald Reagan im roten Berlin

Kein Platz für Ronald Reagan im roten Berlin

Der US-amerikanische Präsident der 80er trug wesentlich zum Fall des Eisernen Vorhangs und damit zur Wiedervereinigung Berlins bei – doch die in „Die Linke“ umbenannte SED, die Grünen und die SPD wollen von ihren alten Feindbildern nicht lassen.

Deutschland stimmt gegen Israel, meint es aber gut mit dem Land

Deutschland stimmt gegen Israel, meint es aber gut mit dem Land

Mit einer hanebüchenen Begründung beteiligt sich die BRD immer wieder an israelfeindlichen Aktionen der UNO.

Linksextreme Israelfeinde schmücken sich mit Verfolgten

Linksextreme Israelfeinde schmücken sich mit Verfolgten

Die von den „Linken“ dominierte VVN-BdA verliert ihre Gemeinnützigkeit – mit Recht, wie ein Blick in ihre Geschichte verrät.

Landsbergis: „Deutschland gleitet ein drittes Mal in den Sozialismus ab“

Landsbergis: „Deutschland gleitet ein drittes Mal in den Sozialismus ab“

Litauens erster post-kommunistischer Staatschef Vytautas Landsbergis geht mit der „politischen Korrektheit“ der Deutschen hart ins Gericht.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden