„Kickt nicht mit Juden“ – Antisemitische Boykottfantasien mit dunkler Tradition

Das „Jaffa“ – ein Stück Tel Aviv in Freiburg. © BIRGIT GÄRTNER
Kaum wurde bekannt, dass der „SC Freiburg“ am 26. Januar 2026 „Maccabi Tel Aviv“ zu einem Spiel im Rahmen der „UEFA Europa League“ empfangen wird, ploppte in Sozialen Netzwerken eine Petition auf, in der der Freiburger Club aufgefordert wird, die Fans der israelischen Mannschaft von dem Spiel auszuschließen. Sind die Fans von „Maccabi Tel Aviv“ so viel auffälliger als die des FC St. Pauli oder gar des HSV? Der eigentliche Zweck der Petition wird dann im anschließenden Text deutlich: Das primäre Ziel ist nicht die Verbannung vermeintlich unbequemer israelischer Fans aus dem Freiburger Stadion, sondern der Ausschluss Israels aus internationalen Wettkämpfen. „Kickt nicht mit Juden“: Eine Idee, die nicht neu ist, schließlich praktizierten das die Nazis schon 1935. (JR)
Als langjährige St. Paulianerin ist die Autorin dieser Zeilen einiges gewohnt, was Fußball, Gewalt und Randale angeht. Egal, ob bei dem sagenumwobenen „Hamburg-Derby“ zwischen dem „Hamburger Sport Verein“ (HSV) und dem „FC St. Pauli“, oder beispielsweise den Spielen gegen „Hansa Rostock“, der gesamte Stadtteil befand sich jedes Mal im Ausnahmezustand. Niemand wäre – leider – ernsthaft auf die Idee gekommen, die Fans von den Spielen auszuschließen. Allerdings wurden im Laufe der Jahre die Bedingungen verschärft, unter denen diese Spiele stattfinden und das Polizeiaufgebot immer größer und das Equipment immer imposanter – vor allem die Reiterstaffel, die ihren allerersten Einsatz bei einem „Hamburg-Derby“ im September 2010 hatte.
Lange Rede, kurzer Sinn: Fußballstadien sind leider kein Hort von Frieden und Freundschaft, sondern allzu häufig von Randale und Gewalt, die sich dann nach dem Match auf die Umgebung der Stadien verlagert und auch in Bus und Bahn fortgesetzt wird.
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