Bundesregierung erweitert Kernfamilie: Zweitfrauen aus Afghanistan eingeflogen

Mit dem Familiennachzug von „Zweitfrauen“ wird die Vielehe in Deutschland durch die Hintertür normalisiert.© DAVID GANNON / AFP

Die Bundesregierung hat den Begriff der Kernfamilie stillschweigend ausgehöhlt und damit eine Praxis etabliert, die bislang als unvereinbar mit deutscher Rechts- und Werteordnung galt. Unter dem Deckmantel von „Härtefällen“ wurden Zweitfrauen aus Afghanistan eingeflogen und der Familiennachzug faktisch zur Legalisierung der islamischen Vielehe missbraucht. Während konkrete Fälle bekannt und dokumentiert sind, verweigert die Bundesregierung jede statistische Erfassung und flüchtet sich in heuchlerische Leerformeln. Was hier sichtbar wird, ist kein Verwaltungsversehen, sondern ein politisch gewollter Kontrollverlust. Die daraus resultierende Erosion der Sicherheit müssen an erster Stelle die Juden bezahlen, deren Freiheit, Gesundheit und sogar Leben höchst gefährdet sind. (JR)

Von Matthias Nikolaidis

Die Bundesregierung hat unter der Ampel klammheimlich den Familiennachzug für Zweitfrauen aus Afghanistan eingeführt. Die neue Bundesregierung beschweigt das Faktum sowie entsprechende Fragen der AfD-Fraktion und rechtfertigt damit die Verhältnisse. Legalisierungen werden zweifellos folgen.

Die Bundesregierung weiß von nichts, das heißt, speziell nichts von dem dank ihr ermöglichten Familiennachzug, auch für eingeflogene Afghanen. Dieser Familiennachzug hat es nämlich möglich gemacht, dass zwei ehemalige afghanische „Ortskräfte“ – bekanntlich eine dehnbare Kategorie – inzwischen mit ihren Erst- und Zweitfrauen in Deutschland leben. Was schon länger klar schien, das hat nun auch das Ausländeramt des Hochsauerlandkreises gegenüber der Westfalenpost bestätigt. Auch die Kinder der Nebenfrauen sind mit nach Deutschland gekommen, selbstverständlich genehmigt von der Bundesregierung. Die Zweitfrauen mit Kindern wohnen dabei gerne in separaten Wohnungen. Im anderen Fall sind aber alle drei Eltern mit ihren neun Kindern zusammen untergebracht.

Die Bild meint dazu: „Was nach Skandal klingt, hat aber einen nachvollziehbaren Hintergrund.“ Wirklich? Man mag den Satz nicht fassen. Den Redakteuren scheint, dass „Familiennachzug“ ein absolut nachvollziehbarer Grund für die Zulassung der Vielehe in Deutschland ist. Doch es gibt auch Probleme: „Eines der Kinder ist in Deutschland geboren und kann keine deutsche Geburtsurkunde bekommen, da die Ehe ihrer Eltern in Deutschland nicht anerkannt ist.“ Hier wird es ohne Zweifel bald eine Ausnahme- oder Härtefallentscheidung geben. Doch die Bundesregierung weiß auf zwei entsprechende Schriftliche Fragen des AfD-Abgeordneten im Bundestag, Martin Reichardt, nur Leerformeln zu antworten wie: „Es wird auf die Antworten der Bundesregierung … verwiesen. Diese haben weiterhin Gültigkeit.“ Oder eigentlich noch besser: „Statistische Angaben im Sinne der Fragestellung liegen der Bundesregierung nicht vor.“ Dabei verweist Reichardt schon in seiner ersten Frage auf den konkreten Bericht zu den beiden Bigamie-Fällen aus dem Sauerland.

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