Religiöses Mobbing: Dschihad hat unsere Schulen erreicht

Oft verlassen die Opfer die Schule und die Täter werden kaum belangt.© THIBAUT DURAND / HANS LUCAS / HANS LUCAS VIA AFP
Jüdische Kinder sind an vielen deutschen Schulen Zielscheibe systematischer Anfeindungen, Aggression und Gewalt, während der Staat meist tatenlos wegschaut. Was als „Mobbing“ verharmlost wird, ist in Wahrheit ideologisch getriebener Juden-Hass, der vor allem aus muslimisch geprägten Milieus in die Klassenzimmer getragen wird. Während die Täter oft bleiben dürfen, werden die Opfer verdrängt, eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht. Wer jüdisches Leben nicht schützt, entscheidet sich damit faktisch gegen dessen Existenz und schafft die Voraussetzungen für Juden-Hass. (JR)
Ein gar nicht mal so lustiger Witz lautet: Neun von zehn haben mit Mobbing überhaupt kein Problem. Und so ist es nicht nur, aber besonders in der Schule. So oft berichten Medien oder, noch schlimmer, sie berichten gar nicht über systematisches Niedermachen und Diskriminierung von einzelnen Schülern, einfach, weil sie so sind, wie sie sind, und die einzige Konsequenz bleibt: Nicht der Täter verlässt die Schule, sondern das Opfer. Dies ist ein Ausverkauf in Sachen Menschlichkeit und intakter Moral und der zweite Schlag, nach dem Mobbing selbst, den man den Opfern verpasst. Wenn Wahrheit weh tut, dann ist das meist ein gutes Zeichen dafür, dass sie ausgesprochen werden muss. Und dieser Satz trifft mitten ins Herz einer Gesellschaft, die zwar ständig über Zivilcourage redet, aber sie in den entscheidenden Momenten schuldig bleibt.
Es ist kein Geheimnis, dass jüdische Kinder an vielen deutschen Schulen gemobbt, schikaniert und isoliert werden. Und doch verhält sich ein Großteil der Öffentlichkeit, als handele es sich um Einzelfälle, als wären es bloß zufällige Reibungen des Zusammenlebens. Dabei sprechen sowohl Zahlen als auch Schicksale eine eindeutige Sprache. Besonders klar aber wurde es, als Wolfgang Büscher, Sprecher der Arche Berlin, endlich das aussprach, was Lehrer und Eltern längst wissen, aber kaum mehr zu sagen wagen. Die Arche, eine Einrichtung, die sich seit zwei Jahrzehnten um sozial benachteiligte Kinder kümmert, kennt die Realität dieser Kinder besser als jeder Politiker.
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