Die alljährliche Weihnachts-Show der geheuchelten „christlich-moslemischen Harmonie“ in Bethlehem

Die Abbas-Behörde täuscht die Weltöffentlichkeit über die bereits erfolgte weitestgehende Vertreibung der Christen aus dem Westjordanland.

Machmud Abbas in der Geburtskirche in Bethlehem. © Nasser Nasser, AFP

Von Bassam Tawil (Redaktion Audiatur)

In nur wenigen Wochen wird die „Palästinensische Autonomiebehörde“ (PA) einmal mehr zu Weihnachten ihre alljährliche Täuschungs-Show aufführen. Wie gewohnt wird die PA ausländische Journalisten und Diplomaten nach Bethlehem einladen, wo ihre Imageberater sich mit blumigen Reden ins Zeug legen werden, um kurz vor Weihnachten von den guten Beziehungen und der Harmonie zwischen Christen und Moslems in der Stadt zu schwärmen. Offizielle Vertreter der PA nutzen diese Gelegenheit häufig, um Israel für die „Notlage“ der „palästinensischen“ Christen verantwortlich zu machen, die nur ein Prozent der „palästinensischen“ Bevölkerung des Westjordanlands und des Gazastreifens ausmachen.

Es gibt allerdings einen Vorfall, den die offiziellen PA-Vertreter mit allen Mitteln unter Verschluss halten wollen. Es ist die Geschichte der 63-jährigen Terez Ta‘amneh, einer Christin aus der Stadt Bait Dschala, in der Nähe von Bethlehem, die starb, als Polizeibeamte der PA eine Razzia in ihrem Haus durchführten, um ihren Sohn Yusef wegen unbezahlter Schulden zu verhaften.

Ta‘amnehs Geschichte ist einer jener Vorfälle, der der Propagandamaschinerie der PA ernsthaften Schaden zufügen könnte. Diese jedoch ist voll und ganz damit beschäftigt, Israel die Schuld daran zu geben, dass eine große Anzahl von Christen in den vergangenen Jahrzehnten das Westjordanland und den Gazastreifen verlassen hat.

Die Anzahl der im Gazastreifen lebenden Christen wird derzeit auf wenige Hundert geschätzt. Bis vor zehn Jahren lebten noch rund 3.500 Christen unter der Herrschaft der Hamas. Die meisten von ihnen flüchteten nach Israel, ins Westjordanland oder andere Länder.

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