Polen: Rettungsaktion für jüdische Grabsteine

Mitte November werden in Nordpolen jüdische Grabsteine geborgen, die zu kommunistischen Zeiten in zwei Dorfteichen entsorgt wurden

Herr Mamlock mit dem Grabstein seiner Großmutter

(Redaktion)

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Polen noch jüdisches Erbe von Kommunisten zerstört. 1967 entstand am Rande des Ortes Garnsee/Gardeja bei Danzig ein Stadion. Dafür haben die Bauherren die restlichen Grabsteine des örtlichen jüdischen Friedhofs herausgerissen und in nahegelegene Teiche geschmissen (siehe unsere Ausgabe vom Juni 2019). Einen der Grabsteine hat man kürzlich durch Zufall wiedergefunden. Nun sollen Mitte November die restlichen Steine mit deutschen und hebräischen Inschriften von einer Mannschaft um den Profitaucher Wojciech Gajtkowski aus den Gewässern geborgen werden. Erste Vorerkundungen unter Wasser haben bereits stattgefunden (siehe Foto).

Wenn Sie die Mamlock-Stiftung bei der Bergung der Grabsteine und der Wiedererrichtung des jüdischen Friedhofs in Garnsee unterstützen möchten, spenden Sie bitte einen Betrag Ihrer Wahl auf folgendes Konto:

PAX Bank eG, IBAN: DE 84 3706 0193 6002 5750 17, BIG: GENODEDED1PAX, Stichwort: Gardeja Memorial

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Von Riesser bis Walser: Die Paulskirche und die Juden.

Von Riesser bis Walser: Die Paulskirche und die Juden.

In der berühmten Frankfurter Kirche wurde der Grundstein für die Gleichberechtigung der Juden Deutschlands gelegt.

Die jüdische Seele des Sir Moses

Die jüdische Seele des Sir Moses

Zum 235. Geburtstag von Moses Montefiore

60.000 Menschen für den „Judenmajor“

60.000 Menschen für den „Judenmajor“

Meno Burg, der jüdische Offizier im preußischen Heer Friedrich Wilhelms IV., hatte gegen vielerlei Diskriminierungen zu kämpfen – Karriere machte der beliebte Soldat wegen seiner Qualitäten dennoch.

Eli, der Spion

Eli, der Spion

Israels bekanntester Spion Eli Cohen ist eine Legende. 54 Jahre nach seinem Tod am Galgen in Damaskus ist er immer noch eine angesehene Persönlichkeit in Israel.

1929: Das arabische Massaker an den Juden von Hebron

1929: Das arabische Massaker an den Juden von Hebron

Vor 90 Jahren ermordeten und vertrieben Araber auf bestialische Weise die jüdischen Einwohner der heiligen Stadt der Stammväter des Judentums Abraham, Jitzhak und Jakov. Das erlogene neue Narrativ, dass arabische Judenfeindlichkeit erst nach der Gründung des Staates Israel aufkam, ist eine Rechtfertigungs-Lüge

Der Zionist Napoleon in Ägypten

Der Zionist Napoleon in Ägypten

Zu Napoleons 250. Geburtstag: Ein gescheiterter Versuch der Wiedererrichtung eines jüdischen Staates auf historischem Gebiet

Der „Papierene“, das österreichische Fußballidol seiner Zeit, ärgerte die Nazis

Der „Papierene“, das österreichische Fußballidol seiner Zeit, ärgerte die Nazis

Der widerspenstige österreichische Fußballstar Matthias Sindelar blieb auch nach dem Anschluss Österreichs seinen jüdischen Freunden loyal

Henryk Slawik, der polnische Wallenberg

Henryk Slawik, der polnische Wallenberg

Zum 125. Todestag eines Gerechten unter den Völkern

1929: „Auseinandersetzung“ zwischen Juden und Arabern?

1929: „Auseinandersetzung“ zwischen Juden und Arabern?

Schon damals wurde die arabische Aggression verharmlost

Streben nach Selbstbehauptungund Anerkennung

Streben nach Selbstbehauptungund Anerkennung

Jüdischer Sport in Deutschland 1919 bis 1938

Vom Schtetl in die Grube hinter der Lubjanka

Vom Schtetl in die Grube hinter der Lubjanka

Das Leben und Schicksal des jiddischen Sowjet-Poeten Leib Kwitko

Die Jüdin, die den „Schlächter von Lyon“ outete

Die Jüdin, die den „Schlächter von Lyon“ outete

Vor 20 Jahren starb Dora Schaul, die erstmals einen der aggressivsten Nazi-Mörder, Klaus Barbie, den Gestapo-Chef von Lyon, enttarnte.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden