Erster Europäischer Israelkongress in Frankfurt am Main

Netzwerken, schulen, aufklären: Der Israelkongress ist eine der größten pro-israelischen Veranstaltungen Europas.

Von links nach rechts: Uwe Becker, Richard Grenell, Maya Zehden, Sacha Stawski, Dr. Josef Schuster (Foto ILI e.V.)


(Redaktion) Am Sonntag, dem 3. November 2019 fand in Frankfurt am Main auf Einladung von Sacha Stawski und Maya Zehden, Direktoren des gemeinnützigen Vereins ILI - I Like Israel e.V., der 1. Europäische Israelkongress statt. Rund 150 Vertreter von Organisationen aus 17 Nationen, die gegen Antisemitismus und für ein besseres Bild von Israel arbeiten, nahmen teil.

Fachleute versuchten zusammen mit Kongress-Teilnehmern in Diskussionen und Arbeitsgruppen Lösungen aufzuzeigen wie man einseitiger Kritik an Israel am besten entgegentritt.

Zur Eröffnung der Konferenz betonte US-Botschafter Richard Grenell: „Die hier angebotenen Schulungsmöglichkeiten für proisraelische Führungskräfte in Europa sind von entscheidender Bedeutung. Besonders in einer Zeit, in der die Sicherheit Israels und Europas von vielen Seiten bedroht ist, müssen wir sicherstellen, dass unsere Wahrnehmung dieser Bedrohung hoch bleibt. Deshalb möchte ich mich im Namen aller Amerikaner bedanken, für die Europäer und Israelis nicht nur Verbündete, sondern auch unsere engsten Freunde sind.“

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Antisemitismus tarnt sich zunehmend als Israelkritik. Früher hieß es ‚Nieder mit den Juden‘, heute heißt es häufig ‚Nieder mit Israel‘. Dieser Hass gegen den jüdischen Staat darf nicht hingenommen werden. Foren wie der 1. Europäische Israelkongress sind essenziell, denn sie unterstützen das Engagement für Israel und gegen israelbezogenen Antisemitismus. Es bedarf aber auch in der Gesamtgesellschaft eines verstärkten Einsatzes gegen Juden- und Israelhass.“

Uwe Becker, Bürgermeister von Frankfurt, bekam „standing ovations“ für seine frei vorgetragene Rede. Er hob hervor: „Wenn bei den Vereinten Nationen eine falsche, sehr schlechte Resolution gegen Israel in eine schlechte Resolution umgewandelt wird und deshalb Deutschland meint, sich neutral verhalten zu müssen, ist das traurig. Richtig wäre, wenn Deutschland bei einer sehr schlechten Resolution gegen Israel mit einem klaren Nein stimmen würde! Und wenn alle europäischen Staaten in diesem Fall mit Nein stimmen würden! Dann würden solche Resolutionen die Bedeutungslosigkeit bekommen, die sie ohnehin haben!“

Einweihungsfeier der Botschaft der Vereinigten Staaten in Jerusalem© WIKIPEDIAr

Der Europäische Israelkongress fand zum ersten Mal statt, nachdem ILI – I Like Israel e.V. seit 2010 bereits fünfmal den Deutschen Israelkongress veranstaltet hat.

Die Redaktion der JÜDISCHEN RUNDSCHAU begrüßt insbesondere den ermutigenden Redebeitrag des US-amerikanischen Botschafters Grenell, der klar die vom Iran ausgehende Gefahr für den jüdischen Staat Israel benennt, und sich im Gegensatz zu zahlreichen deutschen Politikern entschlossen gegen dieses islamische Regime positioniert.

Richard Grenell, der Vertreter von US-Präsident Trump in Deutschland, steht darüber hinaus für eine offizielle Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Es bleibt zu hoffen, dass er immer mehr jüdische wie nicht-jüdische Vertreter in Deutschland bei Veranstaltungen wie z.B. dem Europäischen Israelkongress für diesen ebenso mutigen wie selbstverständlichen Schritt gewinnen kann.

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