Die Synagoge von Maribor

Auch die wunderschöne slowenische Stadt beherbergt einen kleinen jüdischen Kulturschatz.

Versteckt im altertümlichen Häusermeer: Die Synagoge von Maribor.© TIMOTHY A. CLARY , AFP

 

Von Matthias Dornfeldt und Urs Unkauf

Die ersten Juden kamen im 13. Jahrhundert in die Städte der heutigen Steiermark. Für Ptuj, die älteste Stadtgemeinde Sloweniens, wird jüdischer Besitz erstmals im Jahre 1286 erwähnt, während die erste jüdische Präsenz in Maribor (zu Deutsch: Marburg an der Drau) für den Zeitraum zwischen 1274 und 1296 nachgezeichnet werden kann. Die Synagoge war religiöses und kulturelles Zentrum der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde in Maribor. Es ist die älteste erhaltene heilige Stätte des Judentums östlich der Alpen und der wichtigste Zeuge des jüdischen Kulturerbes in Slowenien.

Die frühere Synagoge in der heutigen Židovska ulica 4 (Jüdische Straße) war ein gewöhnliches rechteckiges Gebäude, das im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts überwölbt war, bevor es der zeitweilige Sitz des Oberrabbinats der Steiermark, Kärntens und Krains wurde. Die Synagoge wurde an die Stadtmauer angrenzend erbaut. Man vermutet, dass sich ein Friedhof in dem Garten östlich der Synagoge befand. Unterhalb, neben der Wasserstelle, befand sich ein Bad für die rituelle Reinigung. Mit Blick auf die erste Erbauungsphase schätzen Experten diese ins späte 13. Jahrhundert. Damit gehört die Synagoge zu den ältesten erhaltenen Synagogen in Mitteleuropa, was ihr eine zusätzliche überregionale Bedeutung verleiht.

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