Der VW-Käfer – Zwischen Freiheit und Zwangsarbeit (Teil I)

Das VW-Werk am Mittellandkanal beschäftigt heute ca. 60.000 Arbeiter. © Bild: Birgit Gärtner
Der VW-Käfer bestimmte über Jahrzehnte das Straßenbild vieler Städte. Den Auftrag zur Entwicklung eines Prototyps erhielt Ferdinand Porsche, der gemeinhin als Erfinder des VW-Käfers genannt wird. Das wurde von dem jüdischen Ingenieur Josef Ganz indes bestritten. Es gilt aber als ziemlich sicher, dass es der jüdische Ingenieur Josef Ganz war, von dem die Entwürfe, das grundlegende Konzept, der Name und Spitzname des Kleinwagens stammen. Während des Nationalsozialismus war das VW-Werk das größte Zwangsarbeiterlager im Deutschen Reich. (JR)
Hitler war ein Mann mit großen Visionen, sehr großen, um nicht zu sagen größenwahnsinnigen Visionen. Nicht kleckern, sondern klotzen, war das Motto, „… heute da hört uns Deutschland und morgen die ganze Welt“ die Devise. Judenfrei, versteht sich. Enteignung, Arbeitsverbot und Ächtung reichte nicht, vernichtet sollten sie werden, diese sogenannten „Volksverderber“.
Eine dieser größenwahnsinnigen Visionen war das Projekt „ein Auto für alle“, der Volkswagen. „Autobahnfest“ sollte das Gefährt sein, eine Geschwindigkeit von 100 km/h halten können, familienfreundlich, sparsam im Gebrauch und dabei nicht mehr als 1.000 Reichsmark (RM) kosten. 150.000 Stück sollten pro Jahr produziert werden. Das verkündete Adolf Hitler großspurig am 8. März 1943 bei der Eröffnung der 24. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IAMA) in Berlin. Den Auftrag der Entwicklung eines Prototyps erhielt Ferdinand Porsche, der gemeinhin als Erfinder des VW-Käfers gilt. Das wurde von dem jüdischen Ingenieur Josef Ganz indes bestritten. Israelnetz.com zufolge stammen „die Entwürfe, das grundlegende Konzept, der Name und Spitzname des Kleinwagens“ von ihm.
Inspiriert wurde Adolf Hitler von Henry Ford und auch Benito Mussolini – der nicht nur arbeitnehmerfeindliche Ideen, sondern auch das Personal für das 1938 auf einem Acker bei Fallersleben als Tochtergesellschaft der „Deutschen Arbeitsfront“, der größten NS-Organisation, errichtete Volkswagenwerk lieferte. Das Areal wurde ausgewählt, weil der Schienenverkehr bereits ausgebaut war und der Mittellandkanal zusätzliche Transportmöglichkeiten bot.
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