Berlin: Roter Teppich für den Abgesandten der Mullah-Diktatur

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, empfängt den regimetreuen Bürgermeister von Teheran.

Michael Müller (SPD) hat keine Berührungsängste mit Regime-Vertretern.© WIKIPEDIA, Sandro_Halank

Von Anastasia Iosseliani

Nachdem im Frühjahr der Kulturattaché des Regimes der Islamischen Republik das Jüdische Museum heimgesucht hat und dort den Juden unter den Staaten, Israel, mit dem Islamischen Staat gleichgesetzt hat, kann man nur darüber staunen, dass das politische Establishment in Deutschland schon wieder mehrere Regimevertreter zu Gast hatte.

Am 6. September traf Berlins regierender Bürgermeister, Michael Müller, den Bürgermeister Teherans, Pirooz Hanachi, und den Botschafter des Regimes, Mahmoud Farzanzadeh. Pirooz Hanachi war, bevor er Bürgermeister wurde, Mitglied der terroristischen Revolutionsgarden. Diese werden von der US-Regierung deshalb sanktioniert, weil sie nicht nur selber Terroranschläge begehen, sondern auch Proxies, wie die Hisbollah und Hamas, trainieren. Der jetzige Botschafter des Regimes, Mahmoud Farzanzadeh, hat außerdem beim sogenannten Al-Quds-Tag in Jakarta (Indonesien) die Vernichtung Israels gefordert. Sawsan Chebli, die deutsche Staatssekretärin, die sonst auf Twitter um keinen Spruch verlegen ist, hüllte sich zur Anfrage der «Bild», warum man die beiden Regimevertreter einlud, in Schweigen.

 

Iran redet nicht nur

Es ist geradezu grotesk, wie man in Berlin für ein sanktioniertes Regime, das mutmaßlich für den größten Massenmord an jüdischen Zivilisten nach dem zweiten Weltkrieg, dem AMIA-Attentat in Buenos Aires, verantwortlich ist, und das beständig, vor allem durch seine Proxies, wie die Hisbollah und die Houthi, Israel terrorisiert und bedroht, den roten Teppich ausrollt. Das Terrorregime zu Teheran profitiert immens von einem Rassismus der niedrigeren Erwartungen gegenüber nicht-westlichen Staaten und Entitäten. Hinzu kommt die Tatsache, dass man über Islamismus hinwegsieht, so lange sich Menschen, Gruppen oder Staaten nicht zum «Islamischen Staat», Al-Qaeda oder zum Salafismus bekennen. Das ist grob fahrlässig und führt dazu, dass Imperialisten in der Verkleidung von Revolutionären von Deutschland hofiert werden – Staatsräson gegenüber Israel hin oder her: Im Frühjahr im Jüdischen Museum und nun im «Roten Rathaus».

Verniedlichend wird die offizielle Politik der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem Terrorregime der Islamischen Republik oft als «kritischer Dialog», «Wandel durch Handel» oder «Wandel durch Annäherung» genannt und damit die Tatsache schöngeredet, dass hier ein menschenverachtendes Regime die deutsche Regierung mit dem klassischen Spiel «Guter-Bulle-böser-Bulle» hinters Licht führt – denn die bisherige Politik der Diplomatie statt handfester Sanktionen hat zu nichts geführt.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Steinmeier beim Holocaust-Gedenken: Die Kluft zwischen Worten und Taten

Steinmeier beim Holocaust-Gedenken: Die Kluft zwischen Worten und Taten

Der deutsche Bundespräsident hofiert die iranischen Mord-Mullahs, obwohl deren Anführer Chamenei die Vernichtung Israels bis 2040 angekündigt hat.

„Wir brauchen ein deutsches FOX NEWS!“

„Wir brauchen ein deutsches FOX NEWS!“

Ein offener Brief der JÜDISCHEN RUNDSCHAU an US-Botschafter Richard Grenell

Wir haben nicht das Privileg, die iranische Rhetorik ignorieren zu können!

Wir haben nicht das Privileg, die iranische Rhetorik ignorieren zu können!

Die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am 29. Januar 2020 im Deutschen Bundestag

Die plötzliche Wandlung des Mainzer Weihbischof Dr. Udo Bentz zum „Nahost-Experten“

Die plötzliche Wandlung des Mainzer Weihbischof Dr. Udo Bentz zum „Nahost-Experten“

Der katholische Geistliche polemisiert gegen die israelischen Schutzanlagen, die das Land vor arabischen Terrorangriffen bewahrt.

Die OSZE und noch mehr Antisemitismusbeauftragte als Schutz für deutsche Synagogen?

Die OSZE und noch mehr Antisemitismusbeauftragte als Schutz für deutsche Synagogen?

Wie Heiko Maas europäische Juden schützen will

Entgleisung: Deutsche Journalistin Sabine Müller bezeichnet israelisches Holocaust-Gedenken als „Privatparty“

Entgleisung: Deutsche Journalistin Sabine Müller bezeichnet israelisches Holocaust-Gedenken als „Privatparty“

Die anmaßende ARD-Reporterin will Israel und Russland, die Nationen mit den größten Verlusten während des Zweiten Weltkriegs, Lektionen zur richtigen Trauer erteilen.

Bösartiger Rassismus im Deutschen Journalisten-Verband

Bösartiger Rassismus im Deutschen Journalisten-Verband

Der stellvertretende Bundesvorsitzende von Europas größtem Journalistenverband DJV hetzt gegen Trump, Johnson und englischsprachige Menschen.

Westliche Journalisten – fast immer auf der falschen Seite der Geschichte

Westliche Journalisten – fast immer auf der falschen Seite der Geschichte

Ob in Ostblock-Zeiten oder jetzt im Fall des Irans: Linke westliche Journalisten arrangieren sich gern mit Führern der Unrechts-Regime.

Die Welt will und will nicht untergehen!

Die Welt will und will nicht untergehen!

Deutsche Medien belächeln gerne religiöse Weltuntergangs-Sekten – und wollen nicht wahrhaben, dass sie in Sachen Klimawandel bereits selbst einer aufgesessen sind.

Hamburger Linkspartei-Kandidat bezeichnet die Mordmaschinerie der Nazis vor allem als „Klimaproblem“.

Hamburger Linkspartei-Kandidat bezeichnet die Mordmaschinerie der Nazis vor allem als „Klimaproblem“.

Die Pietätlosigkeiten kennen keine Grenzen mehr – selbst zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz.

Das ewige Blabla von Israels vermeintlicher „Delegitimität“

Das ewige Blabla von Israels vermeintlicher „Delegitimität“

Ein Schweizer Schriftsteller entlarvt die hartnäckigsten Lügen zum jüdischen Staat

Interview mit der Botschafterin von Australien in Deutschland

Interview mit der Botschafterin von Australien in Deutschland

Die Diplomatin Lynette Margaret Wood im Gespräch mit der JÜDISCHEN RUNDSCHAU über den jüdischen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Down Under und die Aufnahme jüdischer Verfolgter auf dem Fünften Kontinent während des Holocausts.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden