Man sieht sich! – Eine Liebe zwischen Frankfurt und Tel Aviv

Eine Rezension des neuen Buches von Ruth Bäumler

Von Matti Goldschmidt

Ist es eine Autobiographie, die uns die in Berlin wohnhafte Journalistin Ruth Bäumler in ihrem ersten Roman präsentiert? In der wir unter anderem erfahren, die in Ich-Form erzählende Hauptperson – also letztlich Ruth Bäumler selbst – sei altersmäßig bereits „auf der ganz falschen Seite von 30 und mindestens sechs Kilo übergewichtig“?

Auf jeden Fall ist sie jemand, der seine „jüdische Mischpoche neu zusammenbasteln“ musste, sich ursprünglich „mehr für Kultur, Klatsch und Tratsch“ interessierte, dafür aber zumindest in jüngeren Jahren Männerherzen im Dutzend brechen konnte. Schade, dass der hier Schreibende dies nie erleben durfte. In jedem Fall geht es in diesem Roman um Liebe (selbstredend natürlich nicht nur zu Pferden), manche nennen es auch schlicht „Beziehungen“ – als könnten diese beiden Begriffe im wirklichen Leben ein Synonym sein. Es geht also im Wesentlichen um Beziehungsgeschichten, seien sie fiktiv oder auch nicht, die nicht nur, wie der Titel suggerieren mag, zwischen Frankfurt und Tel Aviv passieren, sondern durchwegs auch um einiges daneben, etwa in London oder Prag.

Zuviel soll hier allerdings über „obsessive Männer“ oder andere nicht verraten werden, vielmehr zweifelsohne amüsant-minutiös beschriebene Beobachtungen, die eigentlich jeden Leser eher zum Schmunzeln bringen müssten: Beispielsweise – wie ein jeder Besucher Israels auf einschlägigen Flügen bestätigen kann – die durchwegs „unfreundliche El-Al-Stewardess“, oder dass heimkehrende Israelis bereits routinemäßig unmittelbar nach erfolgter Landung (= Aufsetzen der Räder auf der Landebahn) ihre Sicherheitsgurte lösen, um so schnell als möglich im Mittelgang zu stehen, obwohl die Anschnallzeichen noch längst nicht auf „Grün“ geschaltet sind – man könnte ja etwas verpassen!

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Viele Polen suchen nach ihren jüdischen Wurzeln

Viele Polen suchen nach ihren jüdischen Wurzeln

Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich in Polen die Zahl der sich als Juden definierenden Menschen verachtfacht.

„Erwachet aus dem langen Schlafe“

„Erwachet aus dem langen Schlafe“

Eine neue beeindruckende Ausstellung beleuchtet die lange in die Vergangenheit zurückreichende Geschichte der ehemals blühenden Gemeinden der Landjuden im Hunsrück.

Ungarn – Frankreich – Israel – Lübeck – und wieder Israel

Ungarn – Frankreich – Israel – Lübeck – und wieder Israel

Ein neuer Kinder-Comic beschreibt die verworrene Flucht der heute 88-jährigen Jüdin Esther Shakine aus Ungarn nach Palästina.

Mit einem jiddischen „Handelsreisenden“ im Abteil dritter Klasse

Mit einem jiddischen „Handelsreisenden“ im Abteil dritter Klasse

Scholem Alejchems „Ajsnban-geschichtess“ wurden vom Jiddistik-Institut der Universität Düsseldorf neu herausgegeben.

Dem „Literaturpapst“ Marcel Reich-Ranicki zum 100. Geburtstag

Dem „Literaturpapst“ Marcel Reich-Ranicki zum 100. Geburtstag

Die Autorin traf den Holocaust-Überlebenden und Deutschlands berühmtesten Literaturkritiker bereits in den 1970er Jahren.

Die Wüste als zutiefst jüdische Landschaft

Die Wüste als zutiefst jüdische Landschaft

Der in der Negev lebende Autor Chaim Noll legt mit seiner Literaturgeschichte der Wüste sein opus magnum vor, das das Zeug zum Standardwerk hat.

Die Bibelfälscher von Dänemark

Die Bibelfälscher von Dänemark

Die dänische Bibelgesellschaft hat in einer neuen Übersetzung das Wort „Israel“ mehrmals aus dem Heiligen Buch getilgt. Sogar die Königin nahm an den Veröffentlichungsfeierlichkeiten des geistlichen Standardwerkes jüdischen Ursprungs teil.

Allein unter Briten

Allein unter Briten

Der „jüdische Eulenspiegel“ und Träger des Preises für ehrlichen Journalismus der JÜDISCHEN RUNDSCHAU, Tuvia Tenenbom, nimmt in seinem neuen Buch die Briten genau unter die Lupe.

Eine Zeitreise mit Sigmund Freud auf Netflix

Eine Zeitreise mit Sigmund Freud auf Netflix

Erstmals haben der ORF und Netflix zusammen eine Serie produziert, die die Zuschauer ins Wien der Kaiserzeit entführt – mit einem jüdischen Helden.

„You don't know what you’ve got ‘till it's gone!“

„You don't know what you’ve got ‘till it's gone!“

Ein Nachruf auf den jüdischen Komponisten Adam Schlesinger, der mit nur 52 Jahren in New York am Coronavirus gestorben ist.

Ein Tag in Regensburg

Ein Tag in Regensburg

In seinem 1933 auf Jiddisch verfassten Buch „Ein Tag in Regensburg“ beschreibt der Schriftsteller Joseph Opatoshu die Vertreibung der Juden aus der bayerischen Stadt im Jahre 1519. Nun erschien das Buch auch in deutscher Sprache.

Als Sophia Loren Hebräisch lernte

Als Sophia Loren Hebräisch lernte

Netflix wird in Kürze das neue italienische Drama „The Life Ahead“ ausstrahlen, in dem Sophia Loren eine jüdische Holocaust-Überlebende spielt. Die italienische Filmdiva hat seit jeher Sympathien für die jüdische Kultur und drehte bereits in den 60er Jahren einen Film in Israel.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden