Kein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen Netanjahu und Gantz erkennbar

Bei der nächsten Wahl erscheint der ehemalige General Insidern trotz anderslautender deutscher Presseberichte chancenlos gegen den Amtsinhaber

Der Amtsinhaber (rechts) und sein Herausforderer© RONEN ZVULUN, Jack GUEZ, AFP

Von Ben Segenreich (Mena Watch)

Erstmals in der Geschichte Israels ist nach Wahlen keine Regierungsbildung gelungen, erstmals wird daher (nach dem 9. April nun wieder am 17. September) in einem Kalenderjahr zweimal gewählt. Für die Bürgerinnen und Bürger ist das ein recht trauriges Schauspiel, an dem die regieführenden Politiker einander gegenseitig die Schuld geben. Jeder Wahlgang kostet viel Geld. Ein Wahlkampf, der im letzten Herbst begonnen hat, vergiftet jetzt auch noch die Sommerferien und fällt allen schon wirklich auf die Nerven. Und weil in der Regierungsarbeit permanent improvisiert werden muss und überhaupt keine Koalition mehr möglich scheint, könnte man zum deprimierenden Schluss kommen, dass das Land unregierbar geworden ist.

Bei allem Unbehagen ist das Schauspiel aber auch irgendwie lustig. In Wiederholungen ist immer auch das eingebaut, was man auf Französisch treffend „comique de répétion“ nennt, unzureichend übersetzt mit „running gag“ oder „Dauerwitz“. Ja, es ist nicht nur traurig, sondern auch komisch, mitanzusehen, wie die Abläufe mechanisch wiederkehren und die Akteure nichts dazulernen. Was die Medien betrifft, bedeutet das, dass manche auf Fehleinschätzungen, um nicht zu sagen auf der Verbreitung von Desinformation, beharren, obwohl sie doch soeben erst widerlegt worden sind. Vor den Wahlen im April haben internationale, aber auch viele israelische Medien ihrem Publikum regelmäßig und unbeirrbar etwas von einem „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen Benjamin Netanjahu, dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten, und Benny Gantz, dem im politischen Zentrum platzierten Herausforderer, erzählt. (Unter den deutschsprachigen Medien etwa der ORF, die „Neue Zürcher Zeitung“, das ZDF und die „Süddeutsche Zeitung“.) Dabei hatte Gantz in keiner Phase eine Chance gehabt, Regierungschef zu werden. Am Kräfteverhältnis hat sich inzwischen nichts geändert, aber es wird schon wieder so getan, als wäre eine Koalition unter Gantz im Bereich des Möglichen.

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