Bibi, die Taube, und der Süden Israels

Für Israel-Feinde ist die notwendige Abwehrbereitschaft eines Landes immer „Hardliner“-mäßig. Aus Sicht der fast täglich raketen-bedrohten süd-israelischen Bevölkerung ist Benjamin Netanjahu jedoch alles andere als ein Falke

Alon Davidi, Bürgermeister von Sderot nahe des Gaza-Streifens

Von Anastasia Iosseliani

Alon Davidi, der Bürgermeister von Sderot, ist wie viele Israelis unzufrieden, denn er denkt, dass er und die Bewohner Sderots, ja, eigentlich des ganzen Südens von Israel von den Politikern in Jerusalem im Stich gelassen werden. Und nein, es geht dabei nicht um den Preis von Hüttenkäse oder ob Sara Netanyahu, von wem auch immer, Schmuck bekommen haben soll. Es geht um etwas viel Existenzielleres.

Es geht darum, dass die Menschen in Sderot nur 15 Sekunden Zeit haben, um den nächsten Schutzraum zu erreichen, wenn die Hamas wieder Raketen auf den israelischen Süden regnen lässt. Bürgermeister Davidi ist der Meinung, dass es eine großangelegte, militärische Operation mit dem Ziel der Vernichtung der Hamas braucht, um dafür zu sorgen, dass die Menschen in Sderot, Aschkelon und Aschdod wieder einigermaßen in Frieden leben können. Nach Ansicht des Bürgermeisters von Sderot versteht die Hamas nur eine Sprache, nämlich die der harten Hand, und er will und kann es nicht mehr akzeptieren, dass die Regierung in Jerusalem die israelischen Bürger im Süden im Stich lässt – denn die Macht der Zahal ist enorm und diese Macht sollte man dazu einsetzen, die Hamas, die sich im Gaza-Streifen hinter Zivilisten versteckt und verschanzt, militärisch zu vernichten.

Während Israel-Korrespondenten verschiedener Medien in Tel Aviv sitzen, die Hamas nur von der Lektüre der «Haaretz» kennen, denken und schreiben, dass Benjamin «Bibi» Netanjahu, der am längsten amtierende Premierminister Israels, ein Hardliner, fast schon ein Kahanist oder ein Faschist sei, wären die Menschen in Aschdod, Aschkelon und Sderot dankbar, wenn Bibi die Hamas etwas härter anfassen würde. Denn die jetzige Situation, die nach der Räumung des Gaza-Streifens durch die Zahal entstanden ist, ist keinem Menschen zumutbar. Selbst Schulen und Spielplätze brauchen Schutzräume und Bunker aufgrund der Tatsache, dass die Hamas und andere Terrorgruppen im Gaza-Streifen regelmäßig den Süden Israels mit Raketen beschießen. Die Situation ist derart dramatisch, dass es erst kürzlich einen Protest vor der Knesset in Jerusalem gab, bei der die NGO «The Israel Victory», mit einem 10 Meter großen, aufblasbaren Huhn über die vermeintliche Feigheit gegenüber der Hamas protestierte. Auf dieser Protestveranstaltung sprachen auch Simcha Goldin, der Vater des gefallenen Soldaten Hadar, dessen Leiche immer noch von der Hamas als Geisel gehalten wird und Herzl Hajaj, der Vater der ermordeten Shir Hajaj.

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